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Ubuntu 20.04 LTS: Snap-Pakete im Fokus der Kritik
Ubuntu 20.04 LTS erscheint mit umstrittenen Snap-Paketen, Linux Mint 20.1 als Alternative und dem alten Mythos über Virenresistenz.
Ubuntu 20.04 LTS startet unter Beobachtung der Snap-Pakete
Lohnt sich der Download von Ubuntu 20.04 LTS direkt nach der Veröffentlichung? Die Empfehlung erfahrener Nutzer lautet: „Ja, aber warte einen Monat“. Die neue Version mit Langzeitunterstützung kam mitten in der Quarantäne heraus mit einem verlockenden Versprechen: Kein Formatieren nötig, ein USB-Stick genügt zum Starten und Testen. Die richtige ISO-Datei für 64-Bit-Systeme muss amd64 im Namen tragen, ein Detail, das vor der Installation oft geklärt wird.
Man muss nichts kaufen. Es ist freie Software, installiert sich selbstständig und erweckt laut erfahrenen Nutzern Maschinen wieder zum Leben, die Windows aussortiert hatte. Aber der Teufel steckt im Detail.
Der Streit um Snap-Pakete
Hier beginnt die Kontroverse. Ubuntu setzte auf Snaps als universelles Paketformat, was ein großer Teil der Community nicht verzeiht. Der Snap-basierte App-Store hinkt hinterher: Programme fehlen und viele greifen auf apt oder Synaptic zurück, den klassischen Weg.
Eine verbreitete Berechnung fasst die Kritik zusammen: Ein Snap-basiertes System installiert dieselben Bibliotheken immer wieder neu, da das Konzept der Abhängigkeitswiederverwendung ausgehebelt wird. Daher spricht man von Anti-Packaging. Achtung beim Speicherplatz: Eine Ubuntu-Installation mit mehreren getesteten Desktops belegt etwa 19 GB, eine Zahl, die bei übermäßigem Snap-Einsatz steigt.
Linux Mint 20.1, die Alternative ohne Snaps
Wer von Ubuntu nicht überzeugt ist, hat eine Option. Linux Mint 20.1 LTS, Codename Ulyssa, erschien als Beta-Version mit Unterstützung bis 2025 und einer Geste, die einige begrüßen: Mint hat sich von Snaps distanziert und Chromium eigenständig gepackt, um das Problem zu umgehen. Ein Teilnehmer feierte dies als lobenswerten Zug des Entwicklers Clement Lefevre.
Ein Nachteil von Mint ist laut Kritikern, dass es ein modifiziertes Ubuntu ist, und Modifikationen können Fehler verursachen. Für Umsteiger von Windows ist es jedoch oft der einfachere Weg: Ein Update-Manager verhindert riskante Kernel-Änderungen und bietet eine vertraute Oberfläche.
Ist Linux wirklich immun gegen Viren?
Nein. Das alte Mantra, dass Linux keine Viren habe, mochte 2005 gelten, nicht mehr heute, argumentierte ein Teilnehmer. Das Internet sei voll von Schadsoftware, die verwundbare Server suche, daher sei ein Bicho auf einer Linux-Partition sinnvoll; wer das Gegenteil behaupte, verbreite einen nützlosen Mythos.
Der echte Vorteil liegt nicht in der Immunität, sondern im offenen Code, durch den Sicherheitslücken schnell geschlossen werden. Eine andere Sache ist die Hardware: Wenn der Hersteller deiner Grafikkarte oder deines WLAN-Chips dich ignoriert, können proprietäre Treiber zu einem Rätsel werden. Manche haben alles auf einer günstigen TV-Box laufen, während andere mit Broadcom-Treibern kämpfen.
Alte Laptops mit Linux wiederbeleben
Die Anforderungen sind wichtig. Ein Budgie-Desktop empfiehlt mindestens 2 GB RAM und 10 GB Festplatte für den Betrieb, sowie 4 GB und 80 GB für komfortables Arbeiten. Auf einem Atom N270 in einem 11-Zoll-Laptop muss man auf LXDE, Xfce oder Mate ausweichen. Alles darüber hinaus ist problematisch.
Das meiste Gewicht kommt nicht vom System selbst, sondern vom Browser und Webapps: WhatsApp, Telegram oder Instagram verbrauchen Ressourcen enorm. Ein Gerät, das nur surft, bleibt langsam, weil das heutige Web auf Tracking und Werbung ausgelegt ist, nicht auf Effizienz.
Gaming ohne Windows ist möglich
Steam, Lutris, RetroArch und Emulatoren für Wii, PS2 oder 3DS funktionieren per apt-get. Für Fotobearbeitung gibt es Photogimp; für Illustration Krita oder Inkscape; für Videobearbeitung Shotcut. Das Argument, Linux eigne sich nur zum Basteln, verliert jährlich an Kraft.
Was sich nicht ändert, ist der interne Streit zwischen Distributionen. Es gibt zu viele Varianten und zu wenige Anwendungen, fasste eine vielzitierte Analyse zusammen. Während einige AppImage als gesunden Weg verteidigen, bleiben andere bei Debian oder Mint.
Am Ende macht Ubuntu 20.04 das, was es immer gut konnte: Robustheit und eine riesige Community. Der Rest ist Diskussion über die Verpackung.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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