Trump fordert Strafverfolgung von Soros und Sohn nach RICO-Gesetz

Trump verlangt die strafrechtliche Verfolgung von George Soros und dessen Sohn unter dem RICO-Gesetz ohne Beweise: keine bestätigten Festnahmen oder gerichtlichen Schritte.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Trump fordert Strafverfolgung von Soros und Sohn nach RICO-Gesetz
Trump fordert Strafverfolgung gegen Soros und Sohn – der Fall bleibt ein Social-Media-Post

Laut der im Thread verbreiteten Überprüfung veröffentlichte Donald Trump am 27. August 2025 auf Truth Social, dass er George Soros und dessen Sohn wegen Finanzierung gewalttätiger Proteste nach dem RICO-Gesetz vor Gericht sehen wolle. Diese Überprüfung beruft sich auf Reuters-Berichte über die Nachricht. Beweise sind jedoch nirgends zu finden. Und bestätigte Festnahmen? Keine. Die gesamte Distanz zwischen Forderung und Realität lässt sich in drei Worten zusammenfassen: vorerst nichts.

Was die Forderung besagt und welche Unterstützung sie hat

Die Anschuldigung stützt sich auf das RICO-Gesetz, mit dem die USA kriminelle Organisationen verfolgen. Die im Thread verbreitete Verifizierungsnachricht bestätigt den Kernpunkt: **Der Post existiert**, die Forderung nach Strafverfolgung ist formuliert, aber es gibt keine Beweise dafür. Es gibt auch keine Anklage, keinen Haftbefehl und kein öffentlich bekanntes Ermittlungsverfahren.

Ein Beitrag in einem sozialen Netzwerk eröffnet kein Verfahren und trägt es auch nicht. Was er tut, ist eine Erzählung zu etablieren, die bereits ein Eigenleben führt: Der Tweet, der die Nachricht verbreitet, behauptet, Trump „könne Geschichte schreiben, indem er Maduro und Soros innerhalb eines Monats ausschaltet“.

Warum wird ein Spekulant wie Soros als „rot“ bezeichnet?

Weil das Label seit Jahren nicht mehr eine wirtschaftliche Position beschreibt, sondern eine politische Seite kennzeichnet. Soros ist das Gegenteil eines Arbeitnehmers: Fondsmanager, Währungsspekulant, Philanthrop durch seine Stiftungen. Eine der am häufigsten wiederholten Analysen in der Diskussion weist genau auf diesen Widerspruch hin: **Der Mann, dem vorgeworfen wird, die Ordnung zu untergraben, ist einer der reinsten Ausdrücke des Finanzkapitalismus**. „Rot ist ein Arbeiter, eine Gewerkschaft. Die Arbeitgeberseite ist nicht rot“, fasst einer der Kommentare zusammen.

Die Verwirrung ist nicht unschuldig. Sie dient dazu, Gewerkschafter, Basisaktivisten und große Vermögen, die politische Zwecke finanzieren, in einen Topf zu werfen. In diesem Rahmen wird jede Diskussion über Geld und Macht zu einem sarracena Duell, in dem nichts bewiesen werden muss.

Das Präzedenzfall, den niemand wiederholen will

Hier liegt das Glaubwürdigkeitsproblem. Wer die vorherige Amtszeit verfolgt hat, erinnert sich an das vollständige Drehbuch: Pizzagate, Q-Anon, Versprechen, die politische Gegnerin einzusperren. Es gab laute Ankündigungen, Namenslisten und maximale Spannung. Das Ergebnis war, laut der am häufigsten wiederholten Zusammenfassung, **ein Bluff von erheblichem Ausmaß**.

Diese Vorgeschichte erklärt, warum ein großer Teil der Diskussion nicht darüber streitet, ob Soros gut oder schlecht ist, sondern ob dies zu etwas führen wird. Die ehrliche Antwort lautet heute: Man weiß es nicht. Und diese Unsicherheit ist der einzige solide Boden, auf dem man schreiben kann.

Scott Bessent und die Spur zu Soros

Der Name, der im Hintergrund am meisten kursierte, war nicht der von Soros. Es war der von **Scott Bessent**, dem eine Stimme im Thread eine berufliche Vergangenheit im Umfeld von Soros zuschreibt. Daraus ergibt sich die Hypothese dieser Intervention: Wer das Haus von innen kennt, weiß, wo man hinschauen muss, und wer für den Beschuldigten gearbeitet hat, verfügt über Informationen, die andere nicht haben.

Diese Lesart hat ihre Logik und ihr Risiko. Für jemanden zu arbeiten beweist nichts über Absichten, beschreibt aber ein Beziehungsnetzwerk, das selten erklärt wird, wenn die Debatte in Begriffen von Lagern geführt wird. „Es würde mich nicht wundern, wenn er hinter dieser Kampagne steckt“, behauptet eine der Stimmen, die diese Hypothese aufstellt.

Hintergrundgeräusch: Epstein und der Streit mit Melania Trump

Während über Soros diskutiert wird, verschiebt sich der Fokus immer wieder auf den Epstein-Fall. Der Tod von Jeffrey Epstein im Gefängnis am 10. August 2019 während Trumps Amtszeit kehrt jedes Mal in die Diskussion zurück, wenn neue Dokumente veröffentlicht werden. Parallel dazu drohte **Melania Trump laut einer EFE-Meldung vom 14. August Hunter Biden mit Klage**, weil er sie in Aussagen mit Epstein in Verbindung gebracht hatte.

Die Dokumente und gegenseitigen Anschuldigungen bleiben ungelöst. Einige behaupten, all dies sei ein Manöver zur Ablenkung, andere antworten, dass trotz jahrelangem FBI-Zugriff auf vollständige Informationen keine damit verbundene Anklage formalisiert wurde. Keine der beiden Lesarten ist abgeschlossen.

Wo die Analyse ins Stocken gerät

Es bleiben zwei widersprüchliche Narrative und eine unveränderliche Tatsache. Ein Narrativ sagt, dies sei der Beginn einer lang erwarteten Säuberung. Das andere sagt, es sei die nächste consequence-free Ankündigung. Solange keine bestätigte gerichtliche Maßnahme erfolgt, stehen beide Versionen auf demselben Fundament: einem Truth-Social-Post und der jeweiligen Interpretation desselben.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (218 Antworten).

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