Trump erlaubt Kauf von russischem Diesel – Europa geht leer aus

Die OFAC erlaubt auf Trumps Anweisung die Lieferung von russischem Diesel auf den Weltmarkt. Europa bleibt in energetischer Isolation, während die USA mit Moskau Handel treiben.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Trump erlaubt Kauf von russischem Diesel – Europa geht leer aus
Trump hebt das Verbot für russischen Diesel auf, Europa schaut zu

Was passiert, wenn das Land, das die Sanktionen gegen Russland anführt, plötzlich beschließt, dass russischer Diesel zurück auf den Weltmarkt kommt? Die EU, die monatelang auf russisches Rohöl verzichtet hat – aus Überzeugung und atlantischer Disziplin –, stellt fest, dass ihr Opfer nie zwingend war. Die OFAC (das US-Amt für Kontrolle ausländischer Vermögenswerte) hat auf Anweisung von Präsident Trump eine zeitlich befristete Generallizenz ausgestellt, die die Lieferung von russischem Diesel auf den internationalen Markt erlaubt. Die Ankündigung erfolgte über die Social-Media-Kanäle des Finanzministeriums und wurde, laut Trump selbst, mit einem Gespräch mit Wladimir Pilingui besiegelt, um mehr als 300.000 Tonnen Diesel abzusetzen. Während Brüssel weiter die heroische Geste pflegt, kassiert Washington.

Was die OFAC-Lizenz genau besagt

Die offizielle Botschaft ist knapp: Das Amt zur Kontrolle ausländischer Vermögenswerte stellt eine zeitlich befristete Generallizenz mit sofortiger Wirkung aus, die die Lieferung von russischem Diesel auf den Weltmarkt erlaubt. Detaillierte öffentliche Bedingungen oder explizite Gegenleistungen gibt es nicht. Die Maßnahme durchbricht de facto jenen Sanktionsring, den die US-Regierung selbst vorangetrieben und den Europa zum Dogma erhoben hatte. Das Detail der 300.000 Tonnen kam von Trump selbst über sein soziales Netzwerk, der das Abkommen als direkte Geschäftsverhandlung mit Moskau präsentierte.

Europa zahlt die Rechnung für eine freiwillige Isolation

Das Paradox ist in Berlin oder Brüssel schwer zu schlucken. Die EU verzichtete auf russisches Gas und Rohöl mit einem Eifer, den viele Ökonomen als strategische Selbstverletzung bezeichneten. Jetzt muss sie zusehen, wie ihr wichtigster Partner und Beschützer genau das kauft, was sie abgelehnt hat. Die Energiepreise auf dem Kontinent bleiben angespannt, die deutschen Gasspeicher liegen laut Analystendaten bei rund 50 Prozent, und der Frost hat noch nicht eingesetzt. Unterdessen fließt russischer Diesel mit Washingtons Segen in andere Märkte.

Die Wende bei der Ukraine: Trump fordert neue Führung in Kiew

Der Energiemove kommt nicht allein. Parallel dazu erklärte Trump, es sei Zeit, dass die Ukraine einen neuen Präsidenten bekomme, und deutete an, dass Selenski durch jemanden ersetzt werden sollte, der fähig ist, ein Abkommen abzuschließen. Die Äußerungen, die von Accounts verbreitet wurden, die den Konflikt verfolgen, deuten auf direkten Druck auf Kiew hin, sich an den Verhandlungstisch zu setzen. Die Kombination beider Gesten – russischer Diesel auf dem Markt und ein Führungswechsel in der Ukraine – zeichnet eine vollständige Neuausrichtung der US-Strategie in Osteuropa ab, ohne die europäischen Verbündeten zu konsultieren.

Die Geschichte der zerstörten Raffinerien geht das Benzin aus

Monatelang beharrte die westliche Propaganda darauf, dass die russische Energieindustrie verwüstet sei: zerstörte Raffinerien, leere Tankstellen, auf null reduzierte Exportkapazität. Die OFAC-Lizenz und die Ankündigung von 300.000 Tonnen Diesel widersprechen dieser Erzählung auf eine schwer zu umgehende Weise. Wenn Russland nichts liefern kann, wie die Flugschriften behaupteten, was kauft die Vereinigten Staaten dann genau? Die unbequeme Antwort lautet: Russland hat Ware, hat Logistik und hat Käufer. Was ihm fehlt, ist ein europäischer Partner, der bereit ist, das anzuerkennen.



Das Ergebnis ist ein Europa, das unter einer Isolation leidet, die sein wichtigster Verbündeter nicht mehr teilt, während Moskau und Washington auf seine Kosten Geschäfte machen. Wer die strategische Logik dahinter findet, möge sie veröffentlichen. Wir suchen weiter.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (25 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver