Toyota Yaris Cross in Spanien: Käufer kritisiert versteckte Kosten

Ein Käufer in Spanien rechnet vor, dass ein Toyota Yaris Cross über 48 Monate insgesamt 37.456 € kostet, obwohl im Angebot nur 29.477 € standen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Toyota Yaris Cross in Spanien: Käufer kritisiert versteckte Kosten
37.456 € für einen Yaris Cross: Die Händlerunterlagen enthielten laut Verkäufer keine Zinsen

In den Unterlagen des Händlers betrug der Endpreis 29.477 €. Die Summe dessen, was der Käufer tatsächlich zahlt, liegt bei 37.456 €. Zwischen diesen beiden Zahlen gibt es keinen Rechenfehler: Es handelt sich um eine Anzahlung von 8.676 €, 48 Monatsraten à 250 € und eine Schlussrate von 16.780 €, die nur fällig wird, wenn er das Auto nach vier Jahren behält. Der Käufer berichtete drei Monate nach dem Abschluss, als die Auslieferung des Fahrzeugs für die folgende Woche geplant war.

Die Aufstellung stammt vom Käufer selbst. 8.676 + (250 x 48) + 16.780 = 37.456. Wenn er auf die Schlussrate verzichtet und nach vier Jahren ein neues Auto nimmt, sinkt die Summe auf 20.676 €, was er als 5.169 € pro Jahr für ein Auto ohne Restwert interpretiert. Laut seiner Darstellung belaufen sich die Zinsen auf 7.979 €. Im Vertrag war der Abschnitt, in dem diese Angaben stehen sollten, durchgestrichen.

TIN und Effektivzins mit Kugelschreiber gestrichen

Der Verkäufer, der den Deal abwickelte – und der zum Zeitpunkt der Eskalation im Urlaub war – strich die Felder für den Nominalzinssatz (TIN) und den Effektivzinssatz (APR) durch und behauptete, der Endpreis sei exakt derjenige auf dem Papier. Sein Stellvertreter sagt das Gegenteil: Dort fehlten die Zinsen. Der Käufer behielt das Foto des Angebots und berechtigte Zweifel daran, was man wirklich unterschreibt, wenn man eine Finanzierung abschließt.

Über diesen Teil der Geschichte schwebt eine Warnung, die mehrere Teilnehmer als selbstverständlich ansehen: Eine handschriftliche Anmerkung löscht die Zinsen eines Darlehens nicht aus, und auch mündliche Aussagen eines Verkäufers haben keine rechtliche Bindungskraft. Der Vertrag ist entscheidend. Aber der Schaden ist bereits angerichtet: Der Käufer erfuhr erst Monate nach dem Kauf von den tatsächlichen Kosten.

Wie hoch sind die Zinsen bei einer 48-Monats-Finanzierung?

In diesem Fall sind es 7.979 € auf ein Auto, das im Angebot mit 29.477 € ausgewiesen wurde, basierend auf einem Referenzzinssatz, den ein Teilnehmer mit 9,89 % angibt. Das bedeutet fast achttausend Euro, die in der ersten Diskussion über die monatlichen 250 € nicht erwähnt wurden. Die Monatsrate ist das Sichtbare; der Rest wird genauso gezahlt, nur später und in einer Zeile, die kaum jemand liest.

Hinzu kommt der Wertverlust am ersten Tag. Ein Teilnehmer argumentiert, dass das Auto direkt beim Verlassen des Händlers 10.000 € an Wert verliert, was den Weiterverkauf nach vier Jahren zu einem schlechten Geschäft macht und erklärt, warum der Käufer davon abrät, das Auto zu wechseln, wenn es soweit ist. Ein Fahrzeug, das schnell an Wert verliert, und eine Schuld, die langsam abbezahlt wird, sind eine schlechte Kombination.

Finanzieren oder bar zahlen: Warum die Wahl oft genommen wird

Diese Szene wiederholt sich seit Jahren bei Autohändlern. Ein Verkäufer behauptet, dass Finanzieren günstiger sei als Barzahlung, der Kunde fragt nach dem Gesamtpreis der Operation, und das Lächeln bröckelt. In vielen Betrieben wird gar nicht mehr ohne Finanzierung verkauft. Das Verkaufsargument fällt zusammen, sobald jemand zusammenrechnet.

Ein Teilnehmer vermutet, dass hier Pakete wie "Toyota Easy Complet" untergemischt werden, die zur Finanzierung eine Premium-Wartung und eine jährliche Kfz-Versicherung hinzufügen, die separat abgeschlossen deutlich günstiger wären. Manche haben das Gegenteil erreicht, also finanziert mit Rabatt und den Kredit am nächsten Tag ohne Strafgebühr gekündigt, während andere feststellten, dass die vom Verkäufer angekündigte Mindestlaufzeit im Vertrag nicht auftauchte. Das Kleingedruckte entscheidet.

Bleibt noch die Möglichkeit des Widerrufs innerhalb von 14 Tagen, mit einem Detail, das laut Forennutzern kaum jemand erwähnt: Die Anzahlung wird nicht zurückgezahlt. Für ein bereits bestelltes Auto bleibt oft nur das Durchhalten.

Die 700 € pro Monat, die Spanien von der Barzahlung trennen

Um in drei Jahren 25.000 € zu sparen, muss man jeden Monat 700 € netto beiseitelegen, wie ein Teilnehmer anmerkt, und diese Sparfähigkeit liegt weit außerhalb der Reichweite der meisten Familien. Das in den Vergleichen genannte Bruttogehalt beträgt 18.500 €, wobei ein anderer Nutzer darauf hinweist, dass dies der häufigste Wert ist und nicht der Median. Mit diesen Zahlen ist die Finanzierung kein Komfort: Sie ist der einzige verbleibende Einstiegsweg.

Und wenn dieser Weg krumm läuft, dann richtig. Es gibt Fälle von Autos im Wert von 20.000 €, die letztlich 37.000 € kosten, weil die Rate Zinsen, Lebensversicherung und Gebühren enthielt. Am Extrem steht ein gebrauchter Audi A6 für 29.000 €, bezahlt mit einer Revolving-Kreditkarte bei 29 % APR. Zwei Zahlen, die für die Berichtenden eher auf ein Marktproblem als auf einen einzelnen Verkäufer hindeuten.

Die Frage ist nicht mehr, was das Auto kostet. Sondern was es kostet, ihn nicht sofort bezahlen zu können. Wie viele solche Verträge werden jeden Monat unterschrieben, ohne dass jemand die drei Zahlen zusammenaddiert?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (314 Antworten).

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