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Thermoschalter schaltet Heizkessel früher ab und senkt Gasrechnung
Ein Forumsnutzer hat einen Thermoschalter in Serie mit dem Thermostat installiert, um den Heizkessel früher abzuschalten: 22 % weniger Gas und 156 Euro in zwei Monaten.
Ein Thermoschalter, der den Heizkessel früher abschaltet
Das Paradoxon ist Folgendes: Der Kessel schaltet ab, wenn der Heizkörper bereits 70 Grad heiß ist, und diese Restwärme hebt die Temperatur im Wohnzimmer weiter an, obwohl der Thermostat längst ausgeschaltet hat. Ein Eigentümer im Nordwesten von Madrid beschloss, früher abzuschalten. Er baute einen Thermoschalter für wenige Euro —ein normalerweise geschlossener Kontakt, der bei 40 Grad öffnet— in Serie mit dem Thermostat der Wohnung, befestigt am unteren Ende des nächstgelegenen Heizkörpers. Wenn das Rücklaufwasser diese Temperatur erreicht, stoppt der Kessel. Der Heizkörper heizt den Raum mit dem fertig, was er bereits enthält. Und das Gas, das nicht verbrannt wird, muss nicht bezahlt werden.
Das vom Autor berichtete Ergebnis: der Kessel stand mehr als 30 % der Zeit still im Vergleich zum Vortag, und eine Gasrechnung von 156 Euro für zwei Monate (9. November bis 9. Januar) in einer Dreizimmerwohnung mit Kindern, Warmwasser inklusive. Thermostat auf 21,5 Grad tagsüber und 19,5 nachts.
Was die Hysterese des Heizkörpers ist und warum sie wichtig ist
Das physikalische Argument ist einfach. Ein Heizkörper ist kein Wasserhahn: Wenn der Kessel aufhört zu pumpen, bleibt das Eisen heiß und strahlt weiter. In einem konventionellen System schaltet der Raumthermostat ab, während die Heizkörper auf Vorlauftemperatur sind —der Autor spricht von 70 Grad im oberen Bereich—, sodass dieser Überschuss nach der Abschaltung abgegeben wird und die Temperatur der Wohnung über den Sollwert treibt. Bezahlte Energie, die nicht nötig war.
Die Erfindung dreht die Reihenfolge um. Die Abschaltung wird vom Rücklaufwasser ausgelöst, nicht von der Raumluft. Wird der Sollwert erreicht, während der Heizkörper von 40 Grad abwärts abkühlt, ist der Zyklus abgeschlossen, ohne ein Gramm mehr zu verbrauchen. Wird er nicht erreicht, schließt der Kontakt erneut und der Kessel startet von selbst. Der komplette Aufbau: der Thermoschalter, 4 Meter Kabel 2x0,75 und zwei Blechschrauben.
Die Zahlen, die zu Hause gemessen wurden
Bei 4 Grad draußen wurden die aufgezeichneten Zyklen immer kürzer, je näher die Wohnung dem Sollwert kam: Laufzeiten von 8 Minuten mit 10 Minuten Pause bei 19,1 Grad; 3 Minuten mit 12 Minuten Pause bei 20,8. Insgesamt 40 Minuten Kesselbetrieb auf 104 Minuten Ruhe, während die Heizkörper heiß blieben. Die Wohnung erreichte 21,5 Grad und brauchte drei Stunden, um zwei Zehntel zu verlieren, ohne dass die Heizung ansprang und bei 3 Grad draußen.
Die längerfristige Überwachung fasst der Autor selbst zusammen: von Januar bis März 22 % weniger kWh Gas als im Vorjahr, in derselben Wohnung mit denselben Gewohnheiten. Ein anderer Nutzer, der das System nachbaute, meldete 20 % weniger Verbrauch und eine Rechnung 10 % unter der des Vorjahres, allerdings mit einer ehrlichen Einschränkung: Er ließ die Heizung 33 % länger laufen, sechs bis acht Stunden täglich.
Die Kritik: Wasser statt Luft regeln
Nicht alle waren überzeugt. Der ernsthafteste technische Einwand war, dass das System die thermische Trägheit des Heizkörpers in den Regelkreis einbringt und dass die Raumtemperatur niedriger ausfällt, wenn der Kessel früher abschaltet. Das heißt: Komfort wird gegen Einsparung eingetauscht. Der Autor räumte ein, dass seine Wohnung eine hohe Hysterese hat und es ihm nichts ausmacht, etwas länger bis zum Sollwert zu brauchen.
Manche wiesen auch auf das elektrische Risiko hin. Die Warnung zwang ihn, den ursprünglichen Beitrag in Großbuchstaben zu bearbeiten: es gibt Thermostatkontakte, die mit 220 Volt arbeiten, daher muss die Isolierung besonders sorgfältig sein. Der ursprüngliche Aufbau war in Kunststoff gekapselt und nutzte das Relaiskontakt eines Kessels, der keine Netzspannung führte. Die Warnung stand fest im Text: Wer es nicht sicher machen kann, lässt es bleiben.
Wo es passt und wo nicht
Die Erfindung glänzt in Heizkörperanlagen mit Festtemperaturkessel und einem Raumthermostat mit großzügiger Hysterese. Weniger gut passt sie bei Fußbodenheizung, wo die Trägheit des Estrichs —in manchen Fällen 10 Zentimeter dick— jede Rücklaufregelung überfordert und wo die Vorlauftemperatur 38 Grad nicht überschreiten sollte. Für solche Systeme gibt es Thermostate mit doppelter Sonde, Raum und Boden, die das Problem bereits auf anderem Weg lösen.
Die offene Frage ist nicht, ob das Gerät in einem bestimmten Haus funktioniert. Sondern wie viele spanische Kessel Gas verbrennen, um Heizkörper zu erwärmen, die keine Wärme mehr brauchen. Mit diesen Zahlen lädt die Antwort dazu ein, sich das untere Ende des Heizkörpers anzusehen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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