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The Housemaid und der weiße Schurke, der Teile des Publikums empört
The Housemaid, der Thriller mit Sydney Sweeney und Amanda Seyfried, öffnet die Debatte über Schurken im kommerziellen Kino und sein offenes Ende neu
The Housemaid: Sydney Sweeney und der Schurke, der den Kulturkampf entfacht
The Housemaid, der Domestic-Thriller mit Sydney Sweeney in der Hauptrolle nach dem Roman von Freida McFadden, ist nun auf Amazon verfügbar und hat eine wiederkehrende Debatte neu eröffnet: Ob das US-amerikanische kommerzielle Kino gezielt einen Schurken mit einem ganz bestimmten Profil konstruiert. Der Film, in dem Amanda Seyfried die Herrin des Hauses spielt, ist seit Monaten auf der Plattform verfügbar und löst bei jedem neuen Start dieser Art dieselbe Diskussion aus.
Die Handlung ist vertraut: Eine junge Frau nimmt eine Stelle als Haushaltshilfe im Haus einer wohlhabenden Familie an. Die Mutter wirkt labil und behandelt die neue Arbeiterin schlecht; der Vater, attraktiv, kommt ihr allmählich näher. Das Ende verrät: Der Gewalttäter der Geschichte ist er, nicht sie.
Welche Rolle der Schurke im Film spielt
Hier beginnt der Kern des Streits. Ein Teil des Publikums liest den Film als ein weiteres Beispiel für ein Muster: Der Antagonist ist ein weißer, heterosenshetero Mann mit wirtschaftlicher Macht, während die Opfer — Mutter und Tochter — Frauen aus der eigenen Familie sind. Nach dieser Lesart verteilt das Drehbuch die Sympathie per Dekret.
In dieselbe Richtung weisen jene Szenen, in denen die Protagonistin auf andere Männer trifft: ein Junge, der sie in der Schule bedrängt, und ein alter Mann, der eine Frau in einer Bar belästigt. In ihrer Summe, so die Kritiker, zeichnen sie ein geschlossenes Schema, in dem Gewalt immer denselben Ursprung hat.
Der Einwand ist genauso vorhersehbar. Es ist ein Unterhaltungsthriller mit einem Lehrbuch-Schurken, kein Manifest. Das Genre nutzt seit Jahrzehnten den unheimlichen Ehemann oder den charmanten Nachbarn als Motor der Spannung. Jetzt jedem Charakter ein politisches Etikett aufzukleben, heiße, einen Film zu maßregeln, der nur anderthalb Stunden unterhalten will.
Das Ende, das eine Fortsetzung offenlässt
Das Ende hat die meisten Reaktionen ausgelöst. Die Protagonistin tötet den Vater, indem sie ihn die Treppe hinunterwirft, um die Mutter zu retten, und die Schlussszene zeigt eine andere reiche Frau mit Blutergüssen am Arm, die sie einstellt und um Hilfe mit ihrem Ehemann bittet. Die implizite Botschaft, so die Kritiker, sei, dass häusliche Gewalt nur zu einem bestimmten Haustyp gehöre und nur einen Täter habe.
Nichts davon wird im Film aufgelöst. Es bleibt angedeutet, als kommerzieller Köder. Damit endet die Analyse.
Die Urheberschaft und das Privatleben der Hauptdarstellerin
Der Originalroman erscheint unter dem Namen Freida McFadden, ein Pseudonym, das die Autorin für diese Art von Thrillern verwendet. Das Detail ist in die Diskussion geraten, weil ein großer Teil des Publikums eine redaktionelle Absicht hinter der Figur vermutet.
Parallel dazu kursiert eine andere Information, die in sozialen Medien verbreitet wurde und von der Schauspielerin nicht bestätigt ist: Sweeney führt seit fast zwei Jahren eine Beziehung mit dem Musikmanager Scooter Braun, der etwa 16 Jahre älter ist als sie, und erwäge möglicherweise einen Religionswechsel. Das Detail hat sich mit der ideologischen Lesart des Films vermischt, obwohl es nichts mit dem Drehbuch zu tun hat.
Mit dem benannten Schurken und der angedeuteten Fortsetzung steht der Streit dort, wo er begann: bei der Frage, ob ein Film eine Botschaft tragen kann oder nur die widerspiegelt, die der Zuschauer bereits mitbringt. Der Film antwortet nicht. Auch derjenige nicht, der ihn zweimal gesehen hat.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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