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Tauchausflug des spanischen Ministerpräsidenten mit Eliteboot der GEOS
Spaniens Regierungschef soll mit einem GEOS-Boot, einer Falcon-Maschine und einem Begleitschutz der Guardia Civil getaucht haben. Die Kosten sind ungeklärt.
Präsidententauchen: Das GEOS-Boot, das wir alle bezahlen
Dass ein Präsident Hobbys hat, ist keine Nachricht. Dass er zu deren Ausübung ein Boot der GEOS, eine Falcon-Maschine und sogar ein Begleitjagdflugzeug mobilisiert, ist eine andere Geschichte. Diese Woche machte die Schilderung eines Tauchtags des spanischen Regierungschefs die Runde, bei dem die Mittel des Staates in den Dienst seiner Freizeitgestaltung gestellt wurden. Die Erzählung enthält ein schmerzhaftes Detail: einen Taucher der Guardia Civil mit Pressluftflaschen, der dafür abgestellt ist, ihn beim Schwimmen zu bewachen – bezahlt mit Steuergeld.
Der Aufwand für einen Tauchgang
Die Abfolge, so wie sie bekannt wurde, hat es in sich. Zuerst die Falcon des Präsidenten für die Anreise. Dann eine F18 als Begleitung, damit das Flugzeug nicht allein fliegt. Und am Zielort ein Boot der GEOS – eigentlich für Sturmoperationen gedacht, nicht für Unterwassertourismus – mit einem Beamten der Guardia Civil, der mit Pressluftflaschen ausgerüstet die Aktivität überwacht. All das, damit der „erste Schwimmer“ des Landes seinem Hobby frönen kann.
Die Ironie der Sache: Der öffentliche Fernsehsender stellt es als Routine dar. Aber die Kosten für den Betrieb einer Falcon und einer Eliteeinheit tauchen in den offiziellen Berichten nicht auf. Manche haben ausgerechnet, wie viel jeder Tauchgang kosten könnte. Eine Antwort gibt es nicht.
Ein sich wiederholendes Muster
Es ist kein Einzelfall. Bereits früher gab es Rüffel, als der Bewohner von La Moncloa (Amtssitz des spanischen Ministerpräsidenten) kaum im Amt direkt mit der Azor in Urlaub fuhr. Der Unterschied: Diesmal gehört zum Vergnügen Sicherheitskräfte, die für Terrorismusbekämpfung ausgelegt sind, nicht dafür, einen prominenten Badegast zu begleiten.
Der Kern der Sache
Die Frage ist nicht, ob der Präsident das Recht hat, abzuschalten. Sondern ob der Staatshaushalt seine Hobbys mit demselben Geld bezahlen soll, das für anderes fehlt. Unterdessen werden die Getreuen ihn weiter „den Schönsten“ nennen. Und der Steuerzahler darf die Rechnung begleichen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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