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Spanisches Model Andrea Aybar in Vietnam verurteilt
Das spanische Model Andrea Aybar (31) wurde im VN10-Massenprozess wegen einer Drogenring-Verwicklung zu fast 29 Billionen Dong verurteilt.
Andrea Aybar in Vietnam wegen großem Drogenfall verurteilt
Die 31-jährige Spanierin Andrea Aybar Carmona wurde in Vietnam wegen ihrer Beteiligung an einem transnationalen Drogenhandelsnetzwerk verurteilt. Die Volksstaatsanwaltschaft von Ho-Chi-Minh-Stadt erhob Anklage gegen sie und 226 weitere Personen im sogenannten VN10-Massenprozess, der eine Lufttransportroute für Rauschgift mit einem Wert von fast 29 Billionen Dong aufdeckte. Das Model, bekannt als An Tay, lebte seit ihrer Kindheit im Land.
Wer ist Andrea Aybar und warum lebte sie in Vietnam?
Geboren in Spanien, zog sie nach der Scheidung ihres Vaters mit diesem nach Vietnam. In einem Interview gab sie an, Vietnamesisch besser als Spanisch zu sprechen. Ihr Vater heiratete eine Einheimische und bekam einen Sohn, was seinen Aufenthalt erleichterte. Andrea erhielt jedoch trotz zwei Jahrzehnten im Land nie die vietnamesische Staatsbürgerschaft. Das neue vietnamesische Staatsangehörigkeitsgesetz, das ab Juli 2026 die doppelte Staatsbürgerschaft erlaubt, kam für sie zu spät: Sie wurde 2024 festgenommen.
Der VN10-Massenprozess: 227 Angeklagte und eine Rekord-Luftfrachtroute
Der Fall VN10 ist einer der größten Drogenhandel-Prozesse in der jüngeren Geschichte Vietnams. Die Ermittlungen begannen nach der Entdeckung einer massiven Lufttransportroute für Rauschgift. Die Staatsanwaltschaft beschuldigte Andrea Aybar der Organisation des illegalen Gebrauchs von Rauschgift und des illegalen Besitzes. Der Transaktionswert übersteigt 29 Billionen Dong. Die Behörden bestätigten, dass sie positiv auf Drogen getestet wurde. Laut Online-Berechnungen könnte die Strafe acht Jahre betragen, obwohl lebenslange Haft in solchen Fällen üblich ist.
Was Spanien betrifft: keine Haftstrafe für dieselbe Tat
In Spanien wird der Konsum von Drogen nicht mit Gefängnis, sondern nur mit Geldbußen geahndet. Dieser Unterschied ist historisch bedingt durch den Opiumhandel im Goldenen Dreieck. Wenn Aybar beantragen würde, ihre Strafe in Spanien abzusitzen, käme sie wahrscheinlich nicht ins Gefängnis. In Ländern mit strengem Rechtsrahmen verhindern Vorstrafen jedoch die Begünstigung durch günstige Gesetzesänderungen. Eine doppelte Staatsbürgerschaft würde ihr nicht helfen, der Verurteilung zu entgehen.
Auswirkungen in sozialen Medien und Leben nach dem Gefängnis
Die Nachricht löste eine intensive Debatte in sozialen Medien aus. Viele kritisierten die Fixierung auf Image und Filter und merkten an, dass das Model ohne Make-up gewöhnlich wirke. Andere konzentrierten sich auf die Konsequenzen: Sie werde im Alter von 36 oder 37 Jahren aus dem Gefängnis entlassen, nach Spanien abgeschoben, ohne je die vietnamesische Staatsbürgerschaft erhalten zu haben. Ihr Vater hingegen erhielt durch die Heirat mit einer Einheimischen eine Aufenthaltserlaubnis.
Der Fall Andrea Aybar erinnert daran, dass asiatische Drogengesetze keine Rücksicht auf Pässe nehmen. Die Frage ist nicht, ob sie die Verurteilung verdient hat, sondern wie viele Jahre sie tatsächlich absitzen wird und welches Land sie danach aufnehmen wird.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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