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Spaniens soziale Abneigungen: Wen niemand erträgt
Ein Forum-Debatte über Personentypen, die Ablehnung erzeugen: Aufsteiger, Heuchler und Erben.
Wen kannst du einfach nicht sehen? Die Frage, scheinbar banal, löst eine der ehrlichsten schwarzen Listen aus, die man finden kann. Keine Umfrage, keine Stichprobe: purer Bauchinstinkt. Und das Ergebnis zeichnet weit entfernt von einem Scherz ein präzises Bild der alltäglichen Phobien in Spanien. Denn dieses Sodbrennen, das aufsteigt, wenn dich jemand mit Geplapper nervt oder anlächelt, während er dir in den Rücken sticht, hat Namen und Gesichter. Oder besser gesagt, Menschentypen.
Das Spektrum ist breit. Von denen, die keine unangenehme Pause zulassen —die jede Lücke füllen, weil sie Angst nicht aushalten— bis zu denen, die dir mit einem Lächeln Luft verkaufen. Die Liste enthält Opfer-Täter, die sich als Unschuldige geben, Karrieristen, die ihre Position nutzen, und hoffnungslose Fälle. Die Frage ist simpel, doch die Antworten verraten mehr als erwartet.
Die Geduldsbrecher im Büro
Ein Profil taucht immer wieder auf: der Aufsteiger-Schleimer, der alles macht, was verlangt wird, auch wenn es nicht seine Aufgabe ist, nur um gut dazustehen. Der Aufgaben übernimmt, die nicht seinem Posten entsprechen, den Chef anlächelt, während Kollegen die Last tragen. Kein bloßes Ärgernis: eine Überlebensstrategie, die von außen sofortige Ablehnung erzeugt. Wer sich an die Macht klammert, egal zu welchem Preis, trifft auf fast einstimmigen Widerstand.
Dabei bleibt es nicht. Da sind auch die Nepoten-Kinder, die ihren Job geerbt haben und anderen Sarracena halten. Hier ist das Sodbrennen kaum irrational: die natürliche Reaktion auf Ungleichheit, getarnt als Verdienst. Dann jene, die schlicht keine Gegenrede tolerieren können.
Ekel als sozialer Maßstab
Über die Arbeit hinaus wächst die Liste. Manche empfinden besondere Ablehnung für Opfer-Täter, eine Kategorie, laut Diskussion, Politiker, Unternehmer und diverse Nachbarn einschließt. Heuchelei, die Kunst, anders zu wirken als man ist, taucht in fast allen Antworten auf. Kein Zufall: In einem Land mit tief verwurzeltem Pikaresk-Stil wird das Erkennen von Falschspielern zur sozialen Kompetenz.
Auch Umweltschützer werden genannt, obwohl nicht alle Teilnehmer diese Ablehnung teilen. Die Erwähnung zeigt eine interessante Spannung: Misstrauen gegenüber denen, die predigen, aber anders handeln. Dann die Gruppe, die keine Räume oder Stille lässt, die jedes Gespräch füllen, weil Leere sie quält. Ein Profil, das überraschend viel Ablehnung erzeugt.
Unbequeme Bilanz: Wir ekeln jeden an
Am Ende ist die häufigste Antwort keine konkrete Kategorie, sondern ein Gefühl: Erschöpfung. Kein Ekel, sondern Müdigkeit. Die Anhäufung kleiner Irritationen, berechenbar nerviges Verhalten, führt zu Resignation. Sodbrennen ist so betrachtet nur das Symptom einer erzwungenen Koexistenz mit Menschen, die wir nie wählen würden.
Die Liste ist natürlich endlos. Jeder hat seine eigene. Am aufschlussreichsten: Beim Lesen der Antworten merkt man, dass man vermutlich selbst auf jemandes Liste steht. So ist das Leben.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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