Spaniens Fast-Food-Verband: Höhere Löhne, aber Personalmangel

87 % der großen Ketten in Spanien hatten letztes Jahr Rekrutierungsprobleme. McDonald's zahlt im Level I 18.271 Euro jährlich.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Der spanische Branchenverband erklärt, dass McDonald's und Burger King besser zahlen, dennoch Personal fehlt

Am 26. November 2024 quantifizierte Marcas de Restauración die Klagen der spanischen Systemgastronomie. Der Verband, zu dem Marken wie McDonald's, Burger King, Telepizza, 100 Montaditos, Vips oder Lizarrán gehören, gibt an, dass 87 % der Unternehmen im vergangenen Jahr Schwierigkeiten bei der Mitarbeitergewinnung hatten und 81 % unter Fehlzeiten leiden. In fast sechs von zehn Firmen liegt die Fluktuation über 20 %, und 74 % der Betriebe wollen ihr Personal aufstocken.

Die Organisation umfasst 49 Unternehmen mit mehr als 170 Marken, 8.000 Filialen und 200.000 Mitarbeitern, bei einem Jahresumsatz von 8,1 Milliarden Euro. Ihre These lautet, dass das Geld nicht das Problem sei: „Wir Marken zahlen besser und bieten bessere Vereinbarkeits- und Karrieremodelle“, fasst der stellvertretende Wirtschaftsvorsitzende zusammen. Die Schwierigkeit, diese in Berichten erwähnten Talente zu halten, passt jedoch nicht ganz zu den im Sektor üblichen Gehaltszahlen.

Was verdient ein Mitarbeiter der Stufe I bei McDonald's?

Der Tarifvertrag für moderne Gastronomie teilt die Belegschaft in vier Stufen. Die Stufe I, die höchste Verantwortungsebene – Restaurantleiter und Teamchefs –, hat ein Grundgehalt von 1.305,07 Euro pro Monat, was laut den im Diskurs genannten Daten 18.271 Euro jährlich entspricht (verteilt auf 14 Zahlungen). Seit dem 1. Juli 2024 steigt dieser Betrag auf 1.500 Euro monatlich. Zwischen Stufe I und Stufe IV liegen laut Berechnungen von Experten nur etwa 200 Euro Unterschied.

Für die Basisposition, das Teammitglied, kursieren unter Beschäftigten Angaben zwischen 7.000 und 15.000 Euro Bruttojahresgehalt, mit einem Durchschnitt von 13.000 Euro und Boni, die im besten Fall 3.000 Euro erreichen. Da der gesetzliche Mindestlohn (Salario Mínimo Interprofesional) 2024 bei 15.876 Euro lag, drängt sich ein Vergleich auf: Teile dieser Spannen, die auch Teilzeitjobs umfassen können, liegen unter der gesetzlichen Untergrenze.

Lebenshaltungskosten: 2.182 Euro pro Quadratmeter

Eine Erklärung taucht in jeder Diskussion wieder auf: Das Gehalt ist nicht absolut niedrig, sondern relativ zu den Lebenshaltungskosten. Nach den im Diskurs ausgetauschten Zahlen stieg der Preis pro Quadratmeter von 2.088 Euro im Januar 2006 auf 2.182 Euro im September 2024, ein Anstieg von 4,5 % in fast zwei Jahrzehnten, während die Löhne in 31 Jahren um 8,1 % wuchsen und die kumulierte Inflation seit 2020 rund 20 % beträgt.

Das Ergebnis, so argumentieren die Teilnehmer des Threads, ist, dass ein Vollzeitvertrag in einer Burgerkette heute nur noch ein Zimmer deckt, keine Wohnung. Wer behauptet, es mangele am Arbeitsangebot, sieht sich mit Rechnungen konfrontiert wie jener im Diskurs genannten: 1.200 Euro Nettogehalt gegenüber 600 Euro Miete in einer Provinzstadt. Mit dieser Differenz, sagen sie, sinkt die Fluktuation kaum unter 20 %.

Wie teuer müsste der Burger sein, um 2.000 Euro zu zahlen?

Hier wird die Debatte hitzig. Das Argument der Branchenfürsprecher lautet, dass die Marge der Franchise-Nehmer minimal sei, die Marke ihre Gebühr unabhängig vom Erfolg erhebt und Investitionen in Maschinen und Einrichtung den Rest auffressen. Die Daten stützen dies teilweise: Die Ausgaben für Restaurants stiegen um 2,4 % auf 42.209 Millionen Euro, die Systemgastronomie hält über 30 % Marktanteil, und neun von zehn Unternehmen erwarten zum Jahresende höhere Umsätze.

Wenn das stimmt, stellt sich die unbequeme Frage, woher die Lohnsteigerung kommen soll. Menü für 20 Euro? Weniger Filialen? Personal, das gleichzeitig bedient und kocht? Die vollständige Aufschlüsselung der Margen pro Verkaufseinheit und der Franchise-Struktur ist genau das, was niemand komplett veröffentlicht, und ohne diese Daten bleibt die Diskussion bei Schlagworten stehen.

Fehlzeiten und Stunden, die nicht zum Tarifvertrag passen

Fehlzeiten reichen bis zu 15 % in extremen Fällen und überschreiten 10 % bei 30 % der Unternehmen. Dahinter stecken Krankmeldungen, geteilte Schichten und Dienstpläne, die sehr kurzfristig kommuniziert werden, so die Berichte im Thread.

Auf dem Papier existiert der Tarifvertrag. In der Praxis berichten einige von Zusatzstunden, die unter dem Wert der regulären Stunde vergütet werden, also unter dem Mindestlohn selbst. Diesen Punkt zerlegt der Verband nicht: Es ist etwas anderes, keine Arbeitnehmer zu finden, als keine zu diesem Preis und mit diesem Kalender zu finden.

Ausländische Arbeitskräfte, Automatisierung und Hintergrundgeräusche

Ein Teil der Analyse vertritt die Ansicht, der Weg führe über ausländische Arbeitskräfte; ein anderer entgegnet, das eigentliche Problem sei, dass eine Vollzeitstelle nicht mehr erlaubt, sich ein eigenes Leben aufzubauen; ein dritter weist auf Automatisierung als einzige profitable Lösung hin: weniger Personal, mehr Maschinen und kein Konflikt mit Kunden. Parallel dazu betont der Verband, dass der Sektor besonders anfällig für Änderungen der Arbeitsgesetzgebung sei und fordert, das Thema gemeinsam mit den Institutionen anzugehen.

Die Zahlen liegen auf dem Tisch: 87 % mit Rekrutierungsproblemen, 81 % mit Fehlzeiten, Fluktuation über 20 % bei sechs von zehn Ketten und drei von vier Unternehmen, die wachsen wollen. Was fehlt, ist eine Zahl, die angibt, wie stark die Preise steigen müssten, damit alles zusammenpasst. Ohne diesen Datenpunkt bleibt die Warnung genau das: eine Warnung.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (250 Antworten).

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