Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Spanien: Forum sieht Einigung zwischen PSOE und Puigdemont als erfolgt an
Im Forum wird ein Abkommen zwischen der PSOE und Puigdemont inklusive Amnestie als beschlossen betrachtet; die Investitur findet am 6. und 7. November statt.
Forum sieht Sánchez-Investitur für den 6. und 7. November als gesichert an
In dem Thread wird die Investitur von Pedro Sánchez für den 6. und 7. November als beschlossene Sache betrachtet. Ein Teil der Teilnehmer geht davon aus, dass eine Einigung mit Carles Puigdemont steht, die eine Mehrheit sichern und laut den Gerüchten eine Amnestie beinhalten würde. Das Kleingedruckte ist jedoch noch unklar. Die daraus gezogene Schlussfolgerung lautet: Die Verfassung wird zu einem leeren Text und die kommende Legislaturperiode wird laut einem Teilnehmer die schlechteste der jüngeren Geschichte sein. Ein entscheidendes Detail fehlt: Niemand hat bisher eine konkrete Summe genannt.
Was beinhaltet das Abkommen zwischen PSOE und Puigdemont?
Der Kern des in dem Thread diskutierten Deals ist die Amnestie für die im Zuge des Unabhängigkeitsprozesses angeklagten Personen. Davon ausgehend ergänzt jeder Teilnehmer seine eigene Liste. Einige Analysen führen die Abschaffung der Delikte der Aufwiegelung (sedición) und der Unterschlagung (malversación) sowie frühere Begnadigungen und eine geplante Volksabstimmung über die plurinationalen Beziehungen an. Andere behaupten, das tatsächliche Paket sei deutlich enger gefasst und vieles davon diene lediglich als Verhandlungsmasse.
In dem Thread wird Sánchez zitiert, dass alles, was er tue, unter Achtung der Verfassung geschehe. Dieser Satz dient eher dazu, Gespräche zu beenden, als etwas zu erklären. Laut der Debatte wird die Einigung mit den Cortes (dem spanischen Parlament) geschlossen, nicht mit dem Senat oder dem Tribunal Supremo (dem Obersten Gerichtshof in Spanien); diese beiden Institutionen behalten ihre jeweiligen Mehrheiten und Verfahren bei. Dort verbirgt sich das Kleingedruckte, das im Zeitplan der Investitur kaum Beachtung findet.
Das Abkommen steht seit Wochen oder ist gar nicht geschlossen
Es konkurrieren zwei Erzählungen. Die erste besagt, dass das Bündnis bereits seit Wochen unterzeichnet sei und man nun lediglich das Drehbuch verhandele, das die jeweilige Wählerschaft zu Hause verkaufen kann; das Theater der letzten Stunden sei Teil dieses Skripts. Die zweite Version behauptet das Gegenteil: Nichts sei sicher, Puigdemont gebe sich nicht mit der Amnestie zufrieden und der ganze Lärm sei eine Form des Drucks.
Eine Warnung eines Analysten fasst diese zweite Sichtweise zusammen: Weder die Investitur sei sicher, noch werde sich der Unabhängigkeitsbewegung mit dem Vorliegenden zufrieden geben. Inmitten dessen eine Warnung, die sowohl Verbündete als auch Außenstehende beunruhigt: Die gefährlichsten Partner für das Abkommen sind nicht jene, die es öffentlich leugnen, sondern jene, die es nicht wollen, es aber nicht aussprechen können.
Die Kontinuität zwischen Junts und der ehemaligen CiU (einer katalanischen Partei) ist ein weiteres Argument. Es wird behauptet, die aktuelle Formation sei dieselbe Struktur, die bereits früher mit Regierungen aus Madrid Pakte schloss – unter anderem Namen, aber mit denselben Forderungen: Vorteile gegen Unterstützung. Dem gegenüber steht das Argument des Wählerwillens von vor drei Monaten und das Recht dieser Mehrheit zu regieren. Niemand bestreitet dies, aber es hilft auch nicht dabei, den Preis zu akzeptieren.
Die wirtschaftlichen Kosten und der Spiegel von 1993 und 2008
Das wirtschaftliche Argument kommt auf, sobald man etwas tiefer gräbt. Im Thread werden Rezession, Arbeitslosigkeit, Inflation, Renten und eine demografische Lage genannt, die sich nicht von selbst lösen wird. Der am häufigsten genannte Vergleich ist der von 2008, als ein Regierungswechsel als sicher galt, die PSOE jedoch wiedergewählt wurde, gefolgt von Jahren der Krise. Das gleiche Muster wird für 1993 und die darauf folgende Dreijahresperiode angeführt. Daraus folgt die verbreitete Lesart: Wenn sich die Geschichte wiederholt, steht keine ruhige Legislatur bevor.
Vergleiche mit Kuba oder Venezuela tauchen im Thread auf, wenn es um die Lebenshaltungskosten und Arbeitsbedingungen geht. Es gibt keine offiziellen Zahlen, die das gesamte politische Paket stützen, und diese Lücke wird durch Interpretationen gefüllt. Andere Analysen sehen den Beginn des Verfalls bereits viel früher, im Jahr 2004, und nicht erst in der Finanzkrise.
Warum fürchtet die PSOE den Verschleiß nicht?
Weil sie es nicht fürchten musste. Die am häufigsten wiederholte These ist, dass jede Entscheidung, die die Regierung hätte stürzen sollen, ihr mehr Stimmen eingebracht hat oder zumindest keine gekostet hat. Wenn die wahltaktischen Kosten ausbleiben, setzt sich die Logik der Macht durch: Durchhalten und ausbauen. In diesem Rahmen fungiert ein Tribunal Constitucional (das spanische Verfassungsgericht), das im Thread als wenig bereit beschrieben wird, Hindernisse in den Weg zu legen, als Garant für Kontinuität statt als Bremse.
Es bleibt die Frage, ob das vier Jahre lang hält. Eine Investitur mit zwei Abstimmungstagen am 6. und 7. November löst nicht alles. Was sie löst, ist die Mehrheit, und die Mehrheit ist vorhanden.
Und genau dort stockt die Analyse. Niemand diskutiert noch das „Was“, nur noch das „Wie viel“: Wie viel das Abkommen kostet, wie lange das Narrativ hält und wie lange es dauert, bis das Kleingedruckte sichtbar wird. Das Abkommen mit Puigdemont steht; die Einpassung in den Rest des Staates ist eine andere Geschichte, für die es noch keinen Trailer gibt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (103 Antworten).
Das sogenannte Maricarmen-Dekret zur Wohnungspolitik wird am Dienstag im Kongress abgestimmt. Junts, Paketlösungen und politische Inszenierung dominieren die Debatte.
Nach Drohnenangriffen auf eine Pipeline stellt Saudi-Arabien die Öllieferungen an europäische Raffinerien ein. Die Barrelpreise steigen, und Sorgen vor Benzinpreisen über 3 Euro pro Liter nehmen zu.
Wir analysieren den mutmaßlichen Fluchtversuch des ehemaligen spanischen Ministerpräsidenten Zapatero und die Debatte über seine Verbindungen nach Venezuela.