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Spanien: Drogenbande kassierte 168.000 Euro Sozialleistungen
Drei der fünf in Vitoria im größten Drogenapartment Festgenommenen bezogen baskische Sozialleistungen in Höhe von über 168.000 Euro – und fuhren Porsche Cayenne und besaßen drei Immobilien.
Eine Untersuchung der Ertzaintza, der baskischen Polizei, kommt zu dem Schluss, dass drei der fünf im Zusammenhang mit dem größten Drogenapartment von Vitoria in Spanien Festgenommenen Sozialleistungen von insgesamt mehr als 168.000 Euro bezogen, während sie in zwei Porsche Cayenne unterwegs waren und drei Immobilien kontrollierten.
Die Ertzaintza beendete am Freitag, den 30. Oktober 2026, eine 18-monatige Operation gegen eine kriminelle Organisation, die seit 2014 in Vitoria ansässig ist. Fünf Festnahmen, darunter drei Brüder im Alter von 57, 50 und 44 Jahren, die als Anführer gelten. Der Älteste, mit einem Porsche Cayenne, der auf dem Parkplatz der Buesa Arena während des Ramadan am 20. März auffiel, war bis zu diesem Datum in keiner Polizeidatenbank erfasst. Er hatte auch keine bekannte Beschäftigung. Weder er noch seine beiden Brüder. Von den beiden festgenommenen Frauen zahlt nur eine Sozialabgaben für einen legalen Beruf.
## Ein Drogenapartment in Coronación und 20.000 Euro sauber im Monat
Anwohner des Viertels Coronación beschrieben der Polizei einen täglichen Andrang von 15 bis 20 Personen zu der Wohnung, die die Untersuchung als das größte Drogenapartment von Vitoria identifiziert. Dort wurden Kokain und andere Drogen verkauft. Ein Teil der Ware und der Gewinne wurde in einer anderen Wohnung in der Altstadt (Casco Viejo) aufbewahrt, wo 8.640 Euro sichergestellt wurden. Die Ertzaintza schätzt, dass die Organisation rund 20.000 Euro sauberes Geld im Monat einnahm.
Die Durchsuchungen brachten nur knapp 50 Gramm Kokain und 8.640 Euro Bargeld hervor. Deshalb vermuten die Ermittler, dass das Geld in das Herkunftsland der Festgenommenen geschafft wird, wo sie weitere Immobilien besitzen dürften. Die fünf kamen am Samstag auf freien Fuß, mit eingezogenen Pässen und der Auflage, sich regelmäßig beim Gericht zu melden. Vertreten wurden sie von einem aus Bilbao angereisten Anwalt auf Privatrechnung.
## Lanbide zahlte 112.276 Euro an einen der Anführer
Der Cayenne-Fahrer erhielt die Renta de Garantía de Ingresos (RGI, eine baskische Grundsicherung) und die Prestación Complementaria de Vivienda (Mietzuschuss) zwischen Mai 2014 und Juli 2019. In diesem Zeitraum, in dem die Untersuchung vermutet, dass er bereits am Drogenhandel beteiligt war, kassierte er **56.102,28 Euro**: 40.218,95 Euro aus der RGI und 15.883,33 Euro aus dem Mietzuschuss. Im vergangenen Jahr musste er 2.058,13 Euro wegen zu viel gezahlter Leistungen zurückzahlen.
Sein 57-jähriger Bruder begann im Mai 2012, die RGI zu beziehen, kurz nach seiner Ansiedlung in Álava. Zwei Jahre später tauchte er bereits in polizeilichen Ermittlungen wegen Drogenkleinhandels auf, die im Sande verliefen. Seitdem kombiniert er – abgesehen von einer sechsmonatigen Unterbrechung – jeden Monat die RGI mit dem Mietzuschuss. Er hat **94.660,22 Euro** aus der ersten und 17.615,82 Euro aus der zweiten Leistung kumuliert. Zum 30. September belief sich seine Akte bei Lanbide, dem baskischen Arbeitsamt, auf **112.276,04 Euro**. Zusammen übersteigen die beiden 168.000 Euro.
Die dritte Empfängerin, 42 Jahre alt, ist Teil einer Bedarfsgemeinschaft: Ein Verwandter bezieht die Leistung monatlich, sie profitiert als Nebenberechtigte. Polizeiquellen bedauern, dass alles darauf hindeutet, dass sie weiter kassieren werden. Die Regelung der baskischen Regierung begrenzt den Entzug dieser Leistungen auf Untersuchungshaft, eine Freiheitsstrafe oder eine Festnahme wegen Betrugs im Zusammenhang mit gefälschten Dokumenten oder verschwiegenen Einkünften oder Vermögenswerten.
## Zwei Cayenne, ein Golf GTD und drei Immobilien
Trotz fehlender bekannter Beschäftigung bewegten sich die Festgenommenen in zwei Porsche Cayenne, beide sichergestellt, und einem neuen Golf GTD, der noch gesucht wird. Sie kontrollierten mindestens drei Immobilien in der Hauptstadt Álavas. Die Untersuchung verortet die Aktivität der Organisation in Vitoria seit 2014 und stuft sie als „kriminelle Organisation“ ein.
Der Einsatz wurde von Ertzainas der Polizeiwache Portal de Foronda durchgeführt. Die Bande verkaufte Kokain und andere Drogen aus dem Drogenapartment in Coronación und lagerte einen Teil der Ware in der Altstadt. Die Ertzaintza vermutet, dass das verdiente Geld in das Herkunftsland der Festgenommenen fließt, wo sie weitere Immobilien besitzen dürften. Dies ist eine polizeiliche Hypothese, kein bewiesener Fakt.
Das Verfahren befindet sich noch im Ermittlungsstadium, die fünf Festgenommenen sind auf freiem Fuß. Jede Bewertung ihrer Schuld obliegt dem Gericht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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