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So bestimmen Sie das Alter eines Baums, ohne ihn zu fällen (oder ein Schwein zu benutzen)
Vom Wachstumsring bis zum Pressler-Zuwachsbohrer: So findet man das Alter eines Baums heraus – ohne Axt und ohne kastrierte Schweine. Dendrochronologie in der Welt des…
So bestimmen Sie das Alter eines Baums, ohne ihn zu fällen (oder ein Schwein zu benutzen)
Um das Alter eines Baums zu bestimmen, braucht man weder eine Axt noch kastrierte Schweine. In der Prepper-Szene, wo Naturwissen eine gängige Währung ist, pendelt die Debatte über Methoden zur Datierung von Bäumen zwischen Wissenschaft und schwarzem Humor. Die Antwort liegt in den Wachstumsringen, aber es gibt Feinheiten.
Die klassische Methode: Ringe zählen, mit oder ohne Bohrer
Die Dendrochronologie ist die Wissenschaft, die sich mit den Jahresringen von Bäumen befasst. Jedes Lebensjahr entspricht einem Ring: Im Frühjahr und Sommer wächst das Holz schneller und bildet einen hellen Ring; im Herbst und Winter verlangsamt sich das Wachstum, und der Ring ist dunkler. Bei lebenden Bäumen kommt ein Pressler-Zuwachsbohrer zum Einsatz, ein Instrument, das eine zylindrische Probe aus dem Stamm entnimmt, ohne den Baum zu schädigen. Bei gefällten oder gefallenen Bäumen genügt es, ein Stück des Stammes abzuschneiden und die Ringe mit bloßem Auge oder einer Lupe zu zählen. Die Genauigkeit ist in gemäßigten Klimazonen mit ausgeprägten Jahreszeiten hoch.
Dennoch hat die Methode ihre Grenzen. Wie eine aktuelle Analyse feststellt, sind die Ringe in tropischen Klimazonen, wo die Jahreszeiten weniger ausgeprägt sind, schwer zu unterscheiden oder bilden sich nicht jährlich. Dürre, Schädlinge oder Brände erzeugen ebenfalls falsche oder fehlende Ringe. Deshalb gleichen Dendrochronologen die Muster mehrerer Bäume ab, um genau zu datieren.
Zwischen Folklore und Wissenschaft: die Schweinefrage
Im ursprünglichen Diskussionsstrang schlug ein Nutzer, offensichtlich ironisch, vor, ein kastriertes Schwein neben den Baum zu setzen und die Entfernung zu messen, bis zu der es sich nähert; diese Entfernung, so die Behauptung, sei das Alter des Baums, mit Anpassung an den julianischen Kalender. Es ist natürlich ein Witz. Aber er veranschaulicht, wie die Volksphantasie in Ermangelung von Werkzeuge absurde Methoden hervorgebracht hat. Ein anderer Teilnehmer erinnerte daran, dass es ein Hinweis ist, die ältesten Einheimischen zu fragen, ob sie sich aus ihrer Kindheit an den Baum erinnern – wenn auch nichts Wissenschaftliches.
Das Buch "Der Baumleser" (im Strang gibt es eine Zusammenfassung) geht tiefer auf diese Techniken und auf die Deutung der Ringe als Klimaaufzeichnung ein. Für einen Prepper kann es nützlich sein, das Alter eines Baums zu bestimmen, um Holzressourcen einzuschätzen oder die Geschichte eines Grundstücks kennenzulernen.
Zum Abschluss die verblüffende Tatsache: So einfach es klingt, erfordert die Dendrochronologie jahrelange Übung. Und ja, schmale Ringe deuten auf Dürrejahre hin. Aber weder das Schwein noch der julianische Kalender haben in der Forstwissenschaft etwas verloren.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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