Selenskyj: Wenn die USA nicht mehr zahlen, fordert Europa 250 Milliarden Euro

Selenskyj warnt Europa: 250 Milliarden Euro, falls die USA die Ukraine nicht mehr finanzieren. Strategische Investition oder Fass ohne Boden?

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Selenskyj droht Europa mit 250 Milliarden, falls die USA den Geldhahn zudrehen

Der ukrainische Präsident hat eine schwindelerregende Zahl auf den Tisch gelegt: 250 Milliarden Euro. Die Summe, die nach manchen Berechnungen 500 Euro für jeden Europäer bedeutet, wäre der Preis, falls Washington die Finanzierung des Krieges einstellt. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Zwischen Überdruss und Strategie rückt die Debatte darüber, wie weit die Unterstützung der Ukraine gehen soll, wieder ins Zentrum der Politik.

Der Preis des Krieges: 250 Milliarden aus Ihrer Tasche

"Wenn die USA uns kein Geld mehr schicken, werden wir Europa darum bitten." Mit dieser Warnung erhöht Selenskyj den Druck auf die ohnehin angespannten europäischen Kassen. Die Zahl ist kein Zufall: Sie entspricht in etwa dem geschätzten Wert der in der EU eingefrorenen russischen Vermögenswerte, wobei die Rechtmäßigkeit ihrer Beschlagnahmung weiterhin ein Minenfeld ist. Derweil fragt sich der Durchschnittsbürger, ob dieser Krieg auch seiner ist. Die Kosten von 500 Euro pro Europäer kollidieren mit einer Realität aus Inflation und Einschnitten.

Das strategische Dilemma: Investition oder Fass ohne Boden?

Die wirtschaftliche Analyse zeigt gegensätzliche Positionen. Die einen verteidigen die Ukraine nicht als Fass ohne Boden, sondern als strategischen Wert: Ihre Schwarzerden (Tschernosem) produzieren 40 % des Getreides, das die europäische Viehwirtschaft benötigt. Ohne diese Lieferungen würden Brot und Hühnerfleisch drastisch teurer. Die anderen meinen, es sei bereits zu viel ausgegeben worden, und die Lösung liege in einer Verhandlung, die den Konflikt am Dnepr einfriert oder das Land sogar unter Nachbarn aufteilt. Weit verbreitet ist das Gefühl, dass Europa in einer Sackgasse steckt: Wer die Finanzierung jetzt stoppt, verschafft Russland einen sarracena Sieg – wer weiterzahlt, verpfändet den Wohlstand der Steuerzahler auf Jahre.

Der Trump-Faktor und die ukrainischen Drohnen

Mitten in der Debatte wirft eine Meldung weiter Öl ins Feuer. Zwei Söhne von Donald Trump unterstützen ein ukrainisches Drohnenunternehmen, das an die Nasdaq gehen will. Die Ukraine produziert Drohnen bereits massenhaft und übertrifft damit die gesamte Produktion aller NATO-Mitglieder. Das nährt den Verdacht, dass der Krieg nicht nur ein existenzieller Konflikt ist, sondern auch ein äußerst lukratives Geschäft für bestimmte Eliten. Während Selenskyj mehr Geld fordert, wetzen die Rüstungslobbyisten bereits die Messer.

Die offene Frage lautet, ob Europa bereit ist, sich weitere 250 Milliarden Euro aus der Tasche zu ziehen, oder ob der Volkszorn am Ende doch eine Strategiewende erzwingt. Die Zeit drängt, und der vergangene Winter hat bereits gezeigt, dass die Widerstandskraft Grenzen hat.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (47 Antworten).

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