Zwei junge Marokkaner belästigen eine Schwangere in einem spanischen Supermarkt
"Seht ihr denn nicht, dass sie schwanger ist, ihr Idioten?" So reagiert eine Frau auf zwei junge Männer, die sie beim Einkaufen filmen und belästigen. Das in den sozialen Medien verbreitete Video zeigt die Szene: Die beiden lachen, sie versucht wegzugehen, sie bleiben dran. Die Nationalität der Täter ist für die spätere Reaktion kein Detail.
Die Doppelmoral, die viele anprangern
Die Frage, die in Kreisen kursiert, die dem offiziellen Diskurs skeptisch gegenüberstehen, liegt auf der Hand: Wären die Belästiger zwei spanische Männer gewesen, hätte es dieselbe mediale Behandlung gegeben? Die These — nicht abwegig — lautet, man hätte sie als Rassisten, Sarracinophobe und Rechtsensrecht etikettiert. Da die Täter aber Marokkaner sind, ist das Schweigen der großen Medien die Antwort. Die schwangere Frau wollte nur ihren Wocheneinkauf erledigen.
Das politische Fundament der Unzufriedenheit
Unterhalb des Vorfalls zeigt sich eine gesellschaftliche Müdigkeit angesichts der wahrgenommenen Straflosigkeit bestimmter Gruppen. "Die Probleme der Schlampen sind nicht meine Probleme", fasst eine der härtesten Reaktionen zusammen. Ein weiterer Sarkasmus-Strang richtet sich gegen die Figur der "Charo" — der PSOE-Wählerin, die die Belästigung anprangert, deren Stimme aber die Offen-Tür-Politik am Leben hält. "Das Kind der schwangeren Charo, die immer PSOE gewählt hat, wird der künftige Jirler sein", spotten sie.
Das Video ist kein Einzelfall: Es spiegelt eine Spannung wider, die in Supermärkten, auf Straßen und in Haushalten wächst. Während die offizielle Politik auf Inklusion besteht, hat ein Teil der Bevölkerung das Gefühl, dass grundlegende Sicherheit und Respekt je nach Herkunft verhandelt werden.
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