Sánchez: von weltlichen Beerdigungen zur Papstmesse – die Heuchelei, die ins Geld geht
Der Ministerpräsident, der das Ende katholischer Beerdigungen bei offiziellen Anlässen vorantrieb, erschien in der ersten Reihe der Messe für Papst Franziskus. Mit Begoña Gómez an seiner Seite und 14 Ministern im Rücken widerspricht das Bild seiner eigenen laizistischen Erzählung und belebt die Debatte über die Selbstdarstellung in der spanischen Politik neu.
Die Wirtschaftspolitik der Regierung sorgt seit Wochen für keine positiven Schlagzeilen. Während die Inflation nicht sinken will und die Immobilienpreise weiter steigen, beschließt Sánchez, Ressourcen –Logistik, Sicherheit, Image– in eine religiöse Reise mit hohem Profil zu stecken. Es ist nicht das erste Mal, dass er seine Meinung je nach Bühne ändert, aber hier ist der Widerspruch so plump, dass selbst seine eigenen Wähler die Augenbrauen hochziehen.
Der Kontrast zwischen laizistischer Rhetorik und Vatikan-Foto
Die Regel zu weltlichen Beerdigungen wurde als Fortschritt bei der Trennung von Kirche und Staat verkauft. Doch das Foto von Sánchez, kniend im Petersdom –neben seiner Frau, die selbst mit eigenen juristischen Auseinandersetzungen zu kämpfen hat–, zerstört diese Erzählung. Es ist keine Diplomatie: Der Papst ist kein ausländisches Staatsoberhaupt. Es ist reine Selbstdarstellung, wie der Besuch eines Bad-Bunny-Konzerts, nur mit Weihrauch.
Vierzehn Minister für eine Messe: zu welchem Preis?
Dass die gesamte Regierung nach Rom reist, ist nicht nur ein Zeichen medialer Unterwerfung, sondern auch ein Kostenfaktor, der sich in einer Wirtschaft, die Sparsamkeit fordert, kaum rechtfertigen lässt. Die Botschaft: Die politische Agenda beugt sich dem Foto, während die eigentlichen Probleme –Jugendarbeitslosigkeit, Inflation, Produktivität– auf einen anderen Tag verschoben werden.
Fazit: Kohärenz ist nicht die Stärke von Moncloa. Die Frage bleibt, was dieser Widerspruch an Glaubwürdigkeit –und an Euro– kostet.
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