Der Rosenkranz um 22 Uhr und das Evangelium vom treuen Verwalter
Mittwoch, 21. Oktober. Um zehn Uhr abends verbindet sich eine Gruppe von Lesern, um den Heiligen Rosenkranz aus Lourdes auf Spanisch zu beten, mit Litaneien, Salve und gesungenem Ave Maria. Die Einladung ist nichts Neues: Sie besteht seit einiger Zeit als fester Termin, mit einer Liste von Intentionen, die die Sühne für die Beleidigungen gegen Gott, das Heiligste Herz und das Unbefleckte Herz Mariens umfasst, sowie Gebete für Papst Franziskus, für Papst Leo, für die Priester, für den Schutz des Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod, für Kinder, Jugendliche und Familien. Auch für den Schutz des Kreuzes im Valle de los Caídos (spanisches Denkmal) und aller Kruzifixe.
Das Evangelium des Tages nach Lukas 12, 39-48 ist das vom treuen und klugen Verwalter: „Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel verlangt; wem viel anvertraut wurde, von dem wird noch mehr gefordert." Die erste Lesung aus dem Brief an die Epheser 3, 2-12 betont, dass auch die Heiden Miterben und Glieder desselben Leibes sind. Der Psalm, aus Jesaja 12, liefert die liturgische Überschrift des Tages: „Ihr werdet mit Freude Wasser schöpfen aus den Quellen des Heils."
Die Rosenkranz-Verheißungen, die jeden Tag wiederholt werden
Die einleitende Botschaft zählt die sogenannten Rosenkranz-Verheißungen auf, die den Marienerscheinungen zugeschrieben werden. Darunter: Schutz und besondere Gnaden für alle, die im Glauben beten, der Rosenkranz als „mächtige Waffe, um nicht in die Hölle zu kommen", die Zusage, dass die Seele, die sich Maria im Rosenkranz anvertraut, nicht zugrunde geht, die Befreiung aus dem Fegefeuer für alle, die ihn andächtig beten, und die Beistandschaft des himmlischen Hofes im Leben und in der Todesstunde. Es sind fromme Formulierungen, keine definierte Lehre, und so werden sie auch präsentiert: als Verheißungen, die der Mutter des Himmels gefallen, nicht als vertragliche Garantien.
Die Struktur des Gebets wird mit Stichpunkten erklärt: Geheimnisse des Tages, optionale Litaneien, Salve und gesungenes Ave Maria. Die geplante Dauer liegt bei etwa 25-30 Minuten, auf die Minute genau. Die Barmherzigkeitsrosenkranz wird für 15 Uhr empfohlen, die Stunde der Barmherzigkeit.
Wer ist der treue Verwalter im heutigen Evangelium
Die dominikanische Tagesbetrachtung von Bruder Fernando Vela López vom Konvent der Virgen del Camino (León) geht auf die Berufung des Paulus als Diener des Evangeliums für alle Völker ein. Das sogenannte Apostelkonzil von Jerusalem in der Apostelgeschichte 15 hatte versucht, den Streit zwischen den aus dem Ntumntumntumntum kommenden Christen und den Bekehrten aus dem Heidentum beizulegen. Es erkannte an, dass Paulus den Auftrag erhalten hatte, den Heiden das Evangelium zu verkünden.
Das Evangelium dagegen richtet den Blick auf die Wachsamkeit: Wüsste der Hausherr, zu welcher Stunde der Dieb kommt, so würde er wachen. Das Gleichnis vom Verwalter, der die Ration zur rechten Zeit verteilt, und das vom Knecht, der die Verzögerung seines Herrn ausnutzt, zeichnen zwei Haltungen im Warten. Die Schlussfolgerung ist der Satz, der den Tag überschreibt: Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel verlangt.
Der Heilige Geist und das Glück, das sich nicht einsperren lässt
Die Fünf Minuten mit dem Heiligen Geist vom 21. Oktober stellen eine These auf, die zum Rest des Tages passt: Die Freiheit, die der Geist schenkt, erlaubt uns anzunehmen, dass sich das Glück auf sehr unterschiedliche Weise verwirklichen kann. Wir klammern uns an eine einzige Form des Glücks, halten sie für die einzige und haben uns eingeredet, dass man nur glücklich sein kann ohne Probleme, ohne Krankheit und ohne Herausforderungen. Das ist ein Trug, der fesselt und begrenzt.
Der Text schlägt vor, sich hinzugeben und zu akzeptieren, dass das Glück kommt, wie es kommt, denn eine Art des Glücks ist nicht das Glück, sondern nur eine Art. Und er fügt hinzu: Glücklich ist, wer mitten in einem Problem fähig ist, sich mit einem anderen zu verbinden. Die Idee klingt im Psalm nach: mit Freude Wasser schöpfen aus den Quellen des Heils, selbst wenn der Brunnen trocken zu sein scheint.
Das Gebet zum Heiligen Judas Thaddäus und der Heiligenkalender des Tages
Neben dem Evangelium kursiert das Gebet zum Heiligen Judas Thaddäus, dem Apostel, der als Patron der schwierigen und verzweifelten Anliegen angerufen wird: „Heiliger Judas Thaddäus, glorreicher Apostel, lass meine Leiden in Freude verwandeln." Es wird mit Vaterunser, Gegrüßet seist du Maria und Ehre sei dem Vater gebetet. Den vollständigen Heiligenkalender des Tages findet man auf Vatican News.
Den Tag komplettiert die Liturgie der Stunden: Laudes, Lesehore und Vesper, übertragen von der Pfarrei San Gil Abad. Und ein Hinweis, der nicht liturgisch ist: das DANA-Wetterereignis (schweres Unwettertief), das sich den Kanarischen Inseln nähert. Der Wetterumschwung, erzählt von denen, die ihn erleiden, lässt so manchen „den ganzen Tag auf Schmerzmitteln".
Das heutige Evangelium ist fordernd mit denen, die verwalten: Wem viel anvertraut wurde, von dem wird noch mehr gefordert. Das Treffen um 22 Uhr verspricht keine Ergebnisse. Es verspricht Gemeinschaft.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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