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Rodung von 500.000 Olivenbäumen: Folgen für Boden und Olivenöl
Die Rodung von 500.000 Olivenbäumen in Andalusien, Spanien, betrifft Erosion, Biodiversität und den Olivenölmarkt. Eine Analyse ohne Konsens.
500.000 Olivenbäume gerodet: Eine Rechnung, die niemand bezahlt hat
Die Rodung von 500.000 Olivenbäumen in Andalusien, auf einer Fläche von 1.500 bis 2.500 Hektar, ist nicht nur ein Eingriff in die Landschaft. Der andalusische Land steht vor einer Maßnahme, die die Bodenstruktur, die Biodiversität und voraussichtlich auch den Olivenölmarkt betrifft. Die ersten Analysen beziffern, was passiert, wenn ein ausgewachsener Olivenbaum verschwindet: Das Oberflächenwasser findet keinen Halt mehr, der fruchtbare Boden liegt frei und das lokale Ökosystem verliert sein Gerüst.
Was die Rodung von einer halben Million Olivenbäume bedeutet
Ein ausgewachsener Olivenbaum wirkt wie ein Damm gegen Erosion. Seine Beseitigung beschleunigt den Bodenverlust und verringert die Wasserspeicherkapazität. Die Berechnungen deuten darauf hin, dass sich die Degradierung der fruchtbaren Schicht über die beanspruchte Fläche hinaus erstreckt: Es geht nicht nur um das Grundstück, sondern um sein Umfeld. Wer im Olivenmonokultur gearbeitet hat, warnt, dass in den Olivenhainen das Leben knapp ist; das Fällen der Bäume bringt den mediterranen Wald nicht zurück, sondern hinterlässt nackten Boden.
Der Olivenölpreis und die Versuchung zu importieren
Die direkte wirtschaftliche Folge, die immer wieder genannt wird, ist der Anstieg des Olivenölpreises. Mit 500.000 weniger ertragbringenden Bäumen wird das Angebot knapper. Als Alternative zur Schließung der Lücke wird der Import genannt, mit Marokko als Ersatzlieferant, doch das verlagert das Problem, ohne es zu lösen: Die Produktion im eigenen Land wird eingestellt und die Abhängigkeit von Dritten wächst. Auf der anderen Seite der Analyse gibt es Stimmen, die darauf verweisen, dass Gebirgsolivenhaine jedes Jahr auf Hunderten von Hektar aufgegeben werden und die nachwachsende mediterrane Vegetation keinen kommerziellen Wert hat. Der Konflikt zwischen zwei gegensätzlichen Lesarten derselben Maßnahme ist weiterhin offen.
Die Analyse endet hier, ohne die Rechnung abzuschließen. Niemand hat die tatsächlichen Kosten beziffert, die entstehen, wenn der Boden die Leistungen dieser Olivenbäume zurückbekommen soll, ebenso wenig wie die endgültige Auswirkung auf einen ohnehin schwankenden Olivenölpreis. Bis jemand die Rechnung beziffert, bleibt die Rodung von 500.000 Olivenbäumen eine Entscheidung, die auf dem Papier billiger aussieht als im Gelände.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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