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Regierungsbeauftragter von Ceuta tritt zwei Monate nach Migrationskrise zurück
Der Regierungsbeauftragte in Ceuta, **Miguel Ángel Pérez Triano**, tritt zwei Monate nach der Migrationskrise zurück. Er beklagt Belästigung und ungerechtfertigten Druck.
Der Regierungsbeauftragte der spanischen Zentralregierung in Ceuta, **Miguel Ángel Pérez Triano**, hat zwei Monate nach der massenhaften Einreise von Migranten seinen Rücktritt eingereicht, mit Verweis auf eine „ständige Belästigungskampagne“ und ungerechtfertigten Druck.
Der Regierungsbeauftragte in Ceuta, **Miguel Ángel Pérez Triano**, hat diesen Montag seinen Rücktritt eingereicht, kaum zwei Monate nach Amtsantritt. Sein Rückzug erfolgt nach der komplexen Migrationskrise, die die autonome Stadt am **30. und 31. Juli** erlebte, als es zu einer massenhaften Einreise von Migranten kam. Pérez Triano begründete seinen Rücktritt damit, dass er einer „ständigen Belästigungskampagne“ und einem „ungerechtfertigten Druck“ ausgesetzt gewesen sei, der nach seinen Worten auch seine Familie und Freunde betroffen habe. Der Beauftragte kündigte zudem seinen Rückzug aus der Politik und die Aufgabe aller seiner Parteiämter an.
## Die Migrationskrise und frühere Warnungen
Der Rücktritt von **Pérez Triano** erfolgt in einem Umfeld großer Spannungen und Debatten über das Management der Migrationskrise in Ceuta. Der Beauftragte verteidigte sich mit der Aussage, er habe seine Zuständigkeiten erfüllt und auf die sich anbahnende Lage hingewiesen. Nach seiner Darstellung meldete er Madrid den „Rufeffekt“, der infolge eines Urteils des Obersten Gerichtshofs entstand, das die sogenannten „Sofortzurückweisungen“ von Migranten, die schwimmend anreisten, verhinderte. Pérez Triano erklärte, vor dem **30. Juli** seien „täglich Berichte und Mitteilungen“ versandt worden, und die Regierungsdelegation habe gemeinsam mit der Guardia Civil „Alarm geschlagen“, die „Mobilisierung aller verfügbaren Ressourcen“ gefordert und sogar noch am selben Morgen „das Eingreifen des Militärs“ angefragt.
Quellen der Regierungsdelegation bestätigten, dass „etwa **10 Tage zuvor**“ ein Bericht nach Madrid geschickt wurde, der vor einem „außergewöhnlichen Migrationsdruck“ warnte und Verstärkungen an der Grenze anforderte. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich laut diesen Quellen bereits rund **1.500 Migranten** außerhalb des Centros de Estancia Temporal de Forasteros (CETI), der Aufnahmeeinrichtung für Migranten, auf. Zentralregierungs-Quellen wiederum erklärten, der Staatssekretär für Sicherheit habe im Juli ständigen Kontakt zur Delegation gehalten und Verstärkungen seien „lange vor dem **30.**“ entsandt worden, nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs.
## Mitteilung der Entscheidung und Zweifel an der Informationsweitergabe
**Miguel Ángel Pérez Triano** teilte dem Minister für Territorialpolitik und Gesamtverantwortlichen für das Management der Migrationskrise, **Ángel Víctor Torres**, bereits „vor Tagen“ mit, dass er das Amt nicht weiter ausüben wolle. Das schriftliche Rücktrittsgesuch wurde diesen Montag eingereicht. Quellen aus Moncloa, dem Amtssitz des Ministerpräsidenten, bestätigten, dass die Entscheidung kurz zuvor übermittelt wurde, und bezeichneten sie als „eine menschliche und persönliche Entscheidung nach vielen Wochen immenser Arbeit“. Die Ernennung seines Nachfolgers muss vom Ministerrat formell bestätigt werden.
Der Verbleib von **Pérez Triano** stand seit Wochen bereits in Frage. Von der Regierung freigegebene Dokumente zeigen WhatsApp-Kommunikation zwischen der Regierungsdelegation und dem spanischen Geheimdienst Centro Nacional de Inteligencia (CNI), in der Sorge über Aufrufe in sozialen Netzwerken für den **30. Juli** und die Möglichkeit eines „Angriffs“ „zu Land und zur See“ zum Ausdruck kam. Diese Informationen wurden laut Berichten an den damaligen Kabinettschef des Beauftragten, **Gonzalo Sanz**, weitergeleitet. **Pérez Triano** hat jedoch bislang bestritten, über diese konkreten Daten informiert worden zu sein. Minister **Ángel Víctor Torres** beschrieb den Wechsel als „eine Belastung, die aus menschlicher Sicht unvorstellbar hart ist“.
## Der zweite Rücktritt und die gerichtlichen Ermittlungen
Der Rücktritt von **Pérez Triano** ist nicht der erste in der Führungsebene im Zusammenhang mit der Migrationskrise. Vor zwei Wochen reichte der Kabinettschef des Beauftragten, **Gonzalo Sanz**, seinen Rücktritt ein. In seinem Rücktrittsschreiben widersprach **Sanz** der Darstellung des bisherigen Beauftragten, was die Zweifel über den Weg der verfügbaren Informationen und die Angemessenheit des Handelns der Verantwortlichen neu entfachte. Die Opposition konzentriert ihre Kritik auf das Management der Krise und die Rolle von **Pérez Triano**.
Der Rücktritt fällt in eine entscheidende Woche für die gerichtlichen Ermittlungen. Die Richterin der Audiencia Nacional, der spanischen Strafjustiz auf nationaler Ebene, **María Tardón**, die die massenhafte Einreise von Migranten nach Ceuta untersucht, wird **Gonzalo Sanz** und den Präsidenten der Autonomen Stadt, **Juan Jesús Vivas**, als Zeugen vernehmen. Die Ermittlung zielt darauf ab, die Ereignisse des **30. und 31. Juli** aufzuklären.
## Politische Reaktionen und Forderungen nach Konsequenzen
Die Volkspartei Partido Popular (PP) bezeichnete den Rücktritt von **Pérez Triano** als „Feuerwehrmauer zum Schutz“ des Ministerpräsidenten **Pedro Sánchez**. Die Konservativen fordern, dass der Regierungschef „die Konsequenzen trägt“ und aufgeklärt wird, „wem der Beauftragte die Warnungen vor einer Invasion übermittelte“ und „was man ihm antwortete“. Die PP-Sprecherin im Senat, **Alicia García**, erklärte, **Sánchez** könne „sich nicht hinter einem Personalwechsel verstecken“.
Der Präsident von Ceuta, **Juan Jesús Vivas**, äußerte den Wunsch, dass der neue Beauftragte es zur „Priorität“ mache, dass die Bürger Ceutas „die Normalität vom **29. Juli** zurückerlangen, wieder Sicherheit und Ruhe gewinnen“. **Vivas** sicherte dem künftigen Beauftragten „institutionelle Loyalität“ zu und betonte, dass „die Verantwortung auf einer höheren Ebene angesiedelt werden muss“ als beim Regierungsbeauftragten. Er wiederholte, dass zur Wiederherstellung der Normalität alle Personen zurückkehren müssten, die massenhaft und irregulär eingereist waren. Der Präsident von Ceuta bezeichnete die Vorfälle als „Invasion“ und hinterfragte, warum der Einsatz, der in den ersten zwei Tagen die Ausreise von **73.000 Personen** ermöglichte, nicht aufrechterhalten wurde. Er warnte, die Stadt sei „ein Druckkessel“, und forderte eine Lösung „umgehend“.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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