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Redeia-Chefin erhielt 546.000 Euro vor großem Stromausfall
Beatriz Corredor verdiente 2024 als Präsidentin von Redeia 546.000 Euro. Zuvor hatte sie das Risiko eines Blackouts geleugnet, der später eintrat.
Die Präsidentin von Redeia, Beatriz Corredor, erhielt 546.000 Euro im Jahr 2024 für die Leitung des Unternehmens, das das spanische Stromnetz verwaltet. Monate zuvor hatte sie im Fernsehen versichert, Spanien habe „das beste Stromsystem der Welt“ und es bestehe „kein Risiko, kurz- oder mittelfristig einen Blackout zu erleiden“. Dann kam der Blackout. Und damit die unbequeme Frage: Welche technische Qualifikation hat die Person, die eine kritische Infrastruktur für 50 Millionen Menschen leitet?
Herkunft und Rolle von Beatriz Corredor
Corredor ist ehemalige Wohnungsbauministerin unter der Regierung Zapatero und wurde Präsidentin von Red Eléctrica (heute Redeia), ohne technischen Lebenslauf im Energiesektor. Ihre Ernennung fügt sich in die lange Liste ehemaliger hochrangiger Sozialisten ein, die in Aufsichtsräte staatlich beteiligter Unternehmen wechseln. Der Hauptaktionär von Redeia ist ausgerechnet der Staat über die SEPI.
Nach verschiedenen Analysen liegt die reale Machtstruktur im Unternehmen nicht bei der Präsidentschaft: Der Vorstandsvorsitzende führt und entscheidet. Die Präsidentin fungiert als institutionelle Figur mit einer Vergütung, die 2024 546.000 Euro brutto erreichte. Hinzu kommen, nach vorliegenden Informationen, 16.000 Euro Sitzungsgelder für die Teilnahme an Vorstandssitzungen.
Was geschah mit den verschwundenen 15 Gigawatt?
Der Blackout ließ Spanien ohne Stromversorgung zurück und stellte die Frage: Wohin sind 15 Gigawatt Erzeugungskapazität verschwunden? Diese Zahl wird in Analysen als das schwarze Loch des Systems wiederholt. Es gibt keine abgeschlossene offizielle Erklärung. Der Großhandelsstrompreis schoss am nächsten Tag um 450 % in die Höhe und erreichte 31,87 Euro pro Megawattstunde, verglichen mit 5,79 Euro am Vortag.
Einige vertreten die Ansicht, die Ursache sei eine Überspannung durch schlecht gemanagte erneuerbare Energien gewesen. Andere deuten auf Ausfälle von Kernkraftwerken hin. Die offizielle Version schließt Kernkraftwerke aus. Keine der Hypothesen wurde abschließend bestätigt.
Gehälter bei Redeia und wer zahlt?
Die durchschnittliche Vergütung der Belegschaft von Redeia lag 2024 bei 75.000 Euro, 5,6 % mehr als die 71.000 Euro des Vorjahres. Es handelt sich um ein staatlich beteiligtes Unternehmen, das Gehälter wie ein privates Multinationalunternehmen zahlt. Die Paradoxie, die mehrere Analysen hervorheben: Wer zum Steuernzahlen nach Andorra geht, wird kritisiert, während solche Zahlen bei einem quasi-staatlichen Unternehmen kommentarlos akzeptiert werden.
Das Vorbild Jordi Sevilla und der Atomausstieg
Jordi Sevilla, ehemaliger sozialistischer Minister und Präsident von Red Eléctrica zwischen 2018 und 2020, wurde mitten in der Debatte über die Stilllegung von Kernkraftwerken abberufen. Seine Haltung war klar: „Wir können uns den Luxus leisten, Kernkraftwerke stillzulegen.“ Er behauptete, er habe „keinen einzigen technischen Grund“ für einen Atom-Blackout gehört. Dann kam Corredor. Das Muster, das einige Analysen beschreiben: Der widersprechende Techniker wird durch den gehorchenden Manager ersetzt.
Verbindung zwischen Corredor und der PSOE
Veröffentlichte Fotos zeigen Corredor bei Veranstaltungen der PSOE neben Sánchez, Ábalos und Begoña Gómez. Dies ist kein Detail: Es stärkt die These, dass ihre Ernennung Kriterien des politischen Vertrauens folgt, nicht technischen Verdiensten. Die schwebende Frage lautet, ob ein Unternehmen, das das Stromnetz eines Landes verwaltet, sich ein solches Profil an der Spitze leisten kann.
Die Debatte über die Eignung öffentlicher Amtsträger in strategischen Unternehmen ist nicht neu. Neu ist jedoch, dass ein Blackout dieser Größenordnung den Fokus auf eine Präsidentin lenkt, die eine halbe Million Euro im Jahr verdient und laut Kritikern die Kirchhoffschen Gesetze nicht erklären könnte. Die vorsichtige Prognose: Wenn es keine Rücktritte oder überzeugenden technischen Erklärungen gibt, wird sich die Angelegenheit in der nächsten Krise verlaufen. Wie immer.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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