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Polyurethan-Sohlen: Warum Schuhe nach zwei Jahren zerfallen
Polyurethan zersetzt sich von selbst: Schuhe von Clarks, Camper und Chiruca zerfallen nach zwei Jahren, selbst bei kaum Nutzung. Ohne Kassenbon keine Reklamation.
Die Sohle, die nach zwei Jahren zerfällt: Auch Schuhe haben ein Verfallsdatum
Ende 2013 berichtete ein Kunde, dass seine zwei Jahre zuvor gekauften Clarks-Schuhe, die er „nur gelegentlich“ getragen hatte, eines Morgens mit zerstörter Sohle dastanden. Ohne Kassenbon. Die Marke, so seine Darstellung, habe nicht einmal geantwortet. Was wie eine Anekdote wirkte, wurde zum Muster: Camper, Martinelli, Panama Jack und Chiruca zeigten dasselbe Problem. Und der Verdächtige war nicht die Nutzung, sondern das Material. Die geplante Obsoleszenz existiert auch im Schuhschrank, aber fast nie wird sie von einem Ingenieur unterschrieben: Sie wird von der Chemie unterschrieben.
Was mit der Polyurethan-Sohle im Laufe der Jahre passiert
Die am häufigsten wiederholte Diagnose weist auf Polyurethan hin. Es ist ein Material, das sich von selbst zersetzt, ob der Schuh getragen wird oder nicht. Es härtet aus, reißt und löst sich schließlich vom Schaft. Mehrere Fälle beschreiben dieselbe Szene: Die Sohle bricht mitten auf der Straße der Breite nach auf, an einem Regentag, ohne Vorwarnung.
Es gibt eine Anekdote, die das besser erklärt als jeder Bericht. Ein Kunde erzählt, dass seine Ex-Partnerin zu einer Tankstelle ging, um Tabak zu holen, 150 Meter von zu Hause entfernt, mit einwandfreien Turnschuhen. Sie kam gut an. Sie kam ohne Sohlen zurück: Sie blieben unterwegs, als hätten sie Lepra. Wenn der Verschleiß nichts erklärt, bleibt das Material.
Wie viele Jahre sollte ein Schuh halten
Hier fliegt der Konsens in die Luft. Manche halten zwei Jahre für eine reasonable Lebensdauer, andere behaupten, ein Schuh für hundert Euro sollte mindestens zehn Jahre täglicher Nutzung aushalten. Dazwischen legen konkrete Fälle eine sehr beredte Spanne fest: zwei Jahre für tägliche Stiefel, vier für ein Paar Clarks, acht für Bergstiefel, zehn für Chiruca, dreizehn für Termans und fünfzehn für Lederschuhe aus Spanien.
Der Schlüssel liegt nicht im Preis, sondern in der Konstruktion des Schuhs. Genähte Sohle, echtes Leder, handgearbeitetes Cordovan. Ein Lederschuh wird nachgefettet und hält Jahrzehnte; ein Synthetikschuh verzeiht nicht einmal mit Schuhcreme.
Der Fall Chiruca: Die Fabrik, die die Sohlen ohne Kassenbon ersetzte
Im Gegensatz zur Politik der geschlossenen Türen, die Clarks zugeschrieben wird — sie verlangen den Kassenbon, den niemand nach zwei Jahren aufbewahrt —, beschreibt ein Kunde das Gegenteil beim Hersteller von Chiruca. Er schickte eine E-Mail mit Fotos von zehn Jahre alten Stiefeln, deren Sohlen am ersten Herbsttag zerfielen. Am nächsten Tag erhielt er eine Antwort mit der Bitte, das Schuhwerk an die Fabrik zu schicken.
Ohne Kassenbon und ohne Nennung des Geschäfts, in dem er sie gekauft hatte. Nach drei Wochen hatte er sie mit neuen Sohlen zu Hause. Der Kontrast zwischen einer Marke, die unmögliche Papiere verlangt, und einer anderen, die den Defekt ohne Diskussion akzeptiert, ist wahrscheinlich das Nützlichste an der ganzen Diskussion.
Schuhmacher, Gummi oder Leder: Wie man verhindert, dass es wieder passiert
Der Rat wiederholt sich und ist doppelt. Erstens der Schuhmacher: Viele zersetzte Sohlen lassen sich ersetzen, und das Schuhwerk wird besser als neu, besonders wenn das Leder gesund war. Zweitens der Kauf: Polyurethan meiden und nach Gummi- oder Ledersohlen suchen.
Darin liegt der eigentliche Haken. Das Schuhwerk geht nicht durch ein Wunder oder Pech kaputt; es geht kaputt, weil seine Sohle ein Verfallsdatum hat. Das richtige Material zu wählen ist billiger, als später zu reklamieren.
Teuer ist nicht dasselbe wie haltbar
Die Diskussion wird verworren, wenn jemand behauptet, ein hoher Preis garantiere Qualität. Nicht immer. Ein Paar Stiefel für zehntausend Peseten von vor dreizehn Jahren ist noch intakt, und billige Sportschuhe können einen Sommer halten. Die Haltbarkeit hängt vom Material, der Naht und der Pflege ab.
Der Punkt, an dem die Analyse immer wieder hängen bleibt, ist der übliche: Ohne Kassenbon keine Reklamation, und niemand bewahrt den Beleg für Schuhe auf, die vor zwei Jahren gekauft wurden. Die Marke gewinnt durch Erschöpfung. Der Käufer lernt spät, dass bei Schuhen Polyurethan vor der Mode siegt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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