Antonio Banderas, von links zum vatikanischen Kinderlied-Act: das Gesicht des Papstes sagt alles
Am vergangenen Wochenende stand der aus Málaga stammende Schauspieler Antonio Banderas bei einem Auftritt vor Papst Franziskus im Mittelpunkt, der sich in den sozialen Medien wie ein Lauffeuer verbreitet hat. Die Bilder zeigen das Kirchenoberhaupt mit einem überraschten, fast unbehaglichen Gesichtsausdruck, während Banderas und eine Gruppe Tänzerinnen und Tänzer das aufführen, was viele als kindischen Mitmach-Singalong bezeichnen. Die Veranstaltung, Teil eines vatikanischen Ereignisses, hat die Debatte über die Entwicklung öffentlicher Unterhaltung und die wechselnden politischen Ausrichtungen von Prominenten neu entfacht.
Eine Geste, die mehr als tausend Worte wert ist
Die Momentaufnahme des Papstes, mit abwesendem Blick und halb erzwungenem Lächeln, ist zum Meme geworden. Manche deuten es so, dass Franziskus tatsächlich ratlos war; andere, dass er sich einfach das Lachen oder etwas Banaleres verkneifen musste. Fest steht: Der Kontrast zwischen der erwarteten Feierlichkeit und der kindischen Inszenierung lässt niemanden kalt.
Politischer Kurswechsel oder einfach nur ein Auftritt?
Die Überraschung ist nicht nur ästhetischer Natur. Laut den kursierenden Kommentaren soll Banderas eine politische Kehrtwende vollzogen haben: von Positionen nahe der Linken dazu, 'an der bürgerlichen Tette zu saugen', wie es im Jargon heißt. Dass sich eine Ikone des kulturellen Pogre auf eine Nummer einlässt, die eher in einen Freizeitpark als in den Vatikan zu passen scheint, hat Empörung ausgelöst. Andere sehen darin aber nur einen ganz normalen Job: Der Schauspieler kassiert, tritt auf, fertig. Die Kontroverse ebbt jedoch nicht ab.
Der Medienzirkus und das Geld dahinter
Jenseits der Gesichts-Anekdote offenbart das Ereignis die Produktionsmaschinerie hinter solchen Shows: Kostüme, Choreografien, Musik, Texte. Ein Aufwand, der in Zeiten von Sparpolitik und 'schutzbedürftigen Migranten' mit neuestem iPhone – wie es zynisch heißt – schwer zu schlucken ist. Die Frage, die in der Luft liegt: Ist diese Art von Spektakel ein angemessener Umgang mit Ressourcen, zumal das Bild, das bleibt, das eines Papstes ist, der scheinbar mit den Gedanken woanders ist?
Und was kommt jetzt?
Übrig bleibt ein Bild, das in die Annalen der vatikanischen Memes eingehen wird, sowie das Gefühl, dass das Showgeschäft keine politischen Farben kennt: gestern links, heute rechts, und morgen weiß man nicht. Das Gesicht des Papstes, diese Mischung aus Ratlosigkeit und erledigter Pflicht, ist wohl die beste Zusammenfassung dessen, was viele beim Ansehen der Show empfinden: eine Welt, die manchmal wie ein Freizeitpark für Erwachsene wirkt.
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