Panasonic: 30 Jahre alter Fernseher und Gerüchte um Verkauf nach China

Eine Mini-Anlage von Panasonic wird 30 Jahre alt, Plasmas von 2009 laufen noch; ein Forennutzer behauptet, die Marke habe ihr TV-Geschäft nach China verkauft

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Dreißig Jahre Panasonic-Fernseher und eine Marke, die nicht mehr ist, was sie war

Eine Panasonic-Mini-Anlage mit drei Jahrzehnten auf dem Buckel spielt noch immer Musik. Ein Plasma von 2009 läuft weiter, angeschlossen an einen externen DVB-T-Tuner. Ein Fernseher kam aus einem feuchten Dachboden zurück, um PS2-Runden zu spielen. Die Unterhaltungselektronik hatte eine Zeit, in der die Geräte länger hielten als ihre Besitzer – und daraus ergibt sich die unbequeme Frage: Wenn jemand für eine Marke zahlt, zahlt er dann für eine Fabrik oder für einen Aufkleber?



Von der 30 Jahre alten Mini-Anlage zum Gerät, das ein anderer fertigt

Die legendäre Langlebigkeit japanischer Elektronik hat einen umstrittenen Eigentümer, und es ist fast nie der, der auf der Verpackung steht. Laut einem Blogartikel, der in der Debatte zitiert wird, stammen viele der Fernseher und Soundsysteme mit den altbekannten europäischen Etiketten aus fremden Werken: In Europa produziert die in Hongkong ansässige TPV, in den USA die japanische Funai. Das Beleuchtungsgeschäft von Philips landete bei Signify, einer Abspaltung, die nicht mehr zum niederländischen Konzern gehört. Die beiden wichtigsten Produktlinien, die Philips angeblich selbst behalten würde, sind Geräte für die Körperpflege – Rasierer, Zahnbürsten – und Medizintechnik.

Das ist ein Industriemuster, keine Anekdote. Die Marke leiht den Namen; ein anderer stellt die Fabrik.

Ist Panasonic noch das, was als Panasonic verkauft wird?

Hier wird die Sache verworren. Manche behaupten in der Diskussion, Panasonic habe sein Fernsehgeschäft an einen chinesischen Hersteller verkauft, und das Panel liefere nun TCL, während ein anderer Beitrag einschränkt, der Bildschirm gehöre weiterhin zur Marke und nur das Panel stamme von TCL. Dasselbe wird über Sony gesagt, dessen Panels von Samsung kamen und nun offenbar an denselben Lieferanten gehen, während ein anderer Forennutzer daran erinnert, dass das Unternehmen einer der größten Hersteller von Bildsensoren ist und auch im Kino- und Broadcast-Bereich tätig.

An dieser Stelle lohnt eine Bremse. Nichts davon ist von den Unternehmen offiziell bestätigt, und die kursierenden Quellen deuten in unterschiedliche Richtungen. Überprüfbar ist jedoch die Folge: Der Verbraucher, der nach Marke kauft, kauft in Wahrheit eine Lieferkette, die er nicht sieht.

Fünfzehn, zwanzig, dreißig Jahre: die Fälle, die den Mythos stützen

Die konkreten Beispiele klingen nicht nach Propaganda. Zwei Panasonic-Plasmas von 2009 (40 Zoll) und 2014 (50 Zoll), beide mit 1024x720, liefern weiterhin ein Bild, abgesehen von einigen ausgebrannten blauen Pixeln, die kaum stören. Ein weiteres Plasma von 42 Zoll FullHD aus 2006 oder 2007 hält sich in einem Zimmer. Eine Mini-Anlage wird 30 Jahre alt und ist in einwandfreiem Zustand. Ein Fernseher mit drei Jahrzehnten auf dem Buckel kehrte vom Dachboden zurück – Feuchtigkeit inklusive – und dient zum PS2-Spielen. Und ein Technics SL-1200 MK2-Plattenspieler ist älter als der, der ihn benutzt.

Ein 15 Jahre alter Panasonic-Fernseher überstand Schläge, Stürze und optische Schäden. Er wurde verschenkt. Er funktionierte noch.

Warum der Gerätewechsel alle zwei Jahre so teuer ist

Das wirtschaftliche Argument wiegt schwerer als die Nostalgie. Manche kaufen ein Handy für 120 Euro mit 5G, NFC und guter Helligkeit, nachdem sie ein anderes für 200 Euro seit 2021 ausgequetscht haben, das einwandfrei funktionierte: In den Ruhestand geschickt hat es das Betriebssystem, festgefahren auf einer alten Android-Version. Die Obsoleszenz kommt nicht mehr vom Motor, sie kommt von der Software.

Daraus ergibt sich eine Überlegung, die einer der Teilnehmer formuliert: Die Generation, die nichts wegzuwerfen pflegte, verschwindet allmählich, und mit ihr das Prinzip, teuer zu kaufen, um nicht erneut kaufen zu müssen. Das Gerät hält; was abläuft, ist die Erlaubnis, es zu benutzen.



Manche behaupten, es sei nicht bewiesen, dass chinesische Werke schlechtere Produkte herstellen, und dass die Qualität vom Preis und von den Kontrollen abhänge, die die Marke verlangt. Aber es gibt auch keine Möglichkeit zu wissen, ob das Plasma, das man heute einschaltet, weitere zehn Jahre durchhält. Nach Aussage eines anderen Teilnehmers wiegt die Marke weniger als früher, der Hersteller wiegt mehr. Was derjenige genau kauft, der Panasonic kauft, bleibt unbeantwortet.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (58 Antworten).

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