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Oviedo-Schule verteidigt sich gegen Kulturmarxismus
Ein Video zur Musikphilosophie befeuert den Konflikt zwischen Gustavo Buenus philosophischem Materialismus und dem Kulturmarxismus der Oviedo-Schule.
Video neu entzündet Streit zwischen philosophischem Materialismus und Kulturmarxismus
Ein Video über Musikphilosophie von Vicente Chuliá führte zu einer direkten Auseinandersetzung, in der sich Ekaitz gegen das verteidigen musste, was im Debate als psychopathische Taktiken eines vermeintlichen Kulturmarxisten beschrieben wird. Die Diskussion blieb nicht im Hörsaal: Sie eskalierte zum Symptom eines größeren Konflikts, der den aus Oviedo stammenden philosophischen Materialismus mit jener ideologischen Welle konfrontiert, die ihn laut seinen Verteidigern heute überall kolonisiert. Und der Kampf bleibt offen.
Das Video, das den Zündfunken legte
Alles beginnt mit einem Autor, Vicente Chuliá, einem Vermittler der Musikphilosophie, dessen Werk als vernünftig und „gesunden Verstandes“ beschrieben wird. Im Zuge seines Inhalts entstand ein Austausch, in dem Ekaitz und Chuliá auf einen Gesprächspartner antworten, dem eine hohle Rede ohne Argumentation zugeschrieben wird – reine kulturelle Konstruktion. Das Etikett, das ihm angeheftet wird, ist nicht geringfügig: Hardcore-Kulturmarxismus, die Version, die nach dieser Lesart an Adorno und die Frankfurter Schule anknüpft.
Für Kritiker wiederholt sich das Muster. Erst triumphiert etwas. Dann kommt jemand, der ihm seine spaltende „Perspektive“ geben will. Der Verdacht im Hintergrund ist, dass die Institution durchlässig für eine Strömung geworden ist, die nicht diskutiert, sondern nur besetzt.
Was Gustavo Buenus philosophischer Materialismus vertritt
Der Schlüssel liegt in der ontologischen Architektur, die Gustavo Bueno entworfen hat. Sein System unterscheidet Ebenen — M1, M2, M3 — und lässt die Existenz von Materien zu, die nicht ausschließlich physisch sind. Dies, betonen seine Verteidiger, trennt es vom Physikalismus und entfernt es vom grobschlächtigsten Materialismus. Die interne Kritik hingegen bezeichnet dieses Gerüst als Kunstsprache: Weder führen die ontologischen Ebenen irgendwohin, noch ist die Methode so solide wie verkauft.
Gustavo Bueno hinterließ einen Satz, der hier als unbequeme Erinnerung zitiert wird: Der historische Materialismus von Marx ist so wichtig, dass Nichtassimilation gleichbedeutend damit ist, vor-kopernikanisch zu sein. Eine Warnung, die jene verstört, die heute seinen Namen als Fahne gegen alles verwenden, was nach Marx klingt.
Wer in der ersten Liga der Philosophie spielen will, braucht ein System, behaupten einige; Systeme zu vergleichen sei die einzige Art, ihre Kraft zu messen und den Vorgänger zu übertreffen. Gegenüber steht die skeptische Replik: Alles systematisieren zu wollen ist Scheitern, und der oviedische Materialismus schleppt Kants transzendentale Methode mit imaginären Strukturen mit sich. Der Zusammenstoß zwischen Werden und Kategorie beendet viele der Austausche ohne Einigung.
Bueno, die Berliner Mauer und das System der 90er
Es gibt eine historische Wendung, die nach Ansicht eines Teilnehmers alles neu ordnet. Mit dem Fall der Berliner Mauer hörte Bueno auf, sich als Sozialist zu definieren: Der Zusammenbruch stellte in seiner Lesart das Versagen der marxistischen Thesen gegenüber dem amerikanischen Kapitalismus dar. Die europäische Linke, sagen sie, musste sich verbürgerlichen. Und erst nach der UdSSR, bereits in den 90er Jahren und im Ruhestand, warf sich der Philosoph, wie ein Kritiker behauptet, darauf, sein eigenes System aus den rettbaren Resten seines Werks zu bauen. Daher stammt der Vorwurf der „künstlichen Pflanze“, den manche gegen diesen späten Anspruch erheben.
Der Geist des Kulturmarxismus und seine zwei Gesichter
Hier teilt sich die Debatte. Eine Strömung behauptet, der Kulturmarxismus sei die offizielle Ideologie des Finanzkapitalismus und die Rechte nutze ihn als Ausrede, um nicht auf den IBEX zu blicken. Eine andere Antwort lautet, dass alle Manifestationen dieser Strömung zur Enteignung und zur extremen Linken gravieren. Das Reibungsfeld umfasst konkrete politische Projekte und Namen wie Santiago Armesilla, Pedro Insua oder Antonio Escohotado, jeder mit seinem eigenen Kreuzzug.
Der christliche Aspekt der Angelegenheit hilft nicht, Reihen zu schließen. Es wird argumentiert, dass der dialektische Materialismus mit dem Glauben unvereinbar sei und dass es eine reale Parallele zwischen Sozialismus und Christentum gebe, etwas, das Gläubige im liberalen Lager rundweg ablehnen. Die Diskussion driftet dahin, ob die Hinrichtung wegen Häresie Verwandtschaft mit der Gewalt des Kommunistischen Manifests hat.
Die Debatte klärt weder, auf welcher Seite die Vernunft steht, noch wer der Eindringling ist. Die Zahl von 70.000 Euro Bruttojahresgehalt, die bei der Frage vorgebracht wurde, ob ein Professor „triumphiert“, ersetzte am Ende das philosophische Problem. Und wenn das Niveau der entfesselten Gelehrsamkeit an logischen Zeichen gemessen wird, die niemand ganz liest, wird klar, dass der Krieg um die Oviedo-Schule vor allem auf dem Feld geführt wird, wer mehr Worte aushält.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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