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Ohio-Studie: Zickzack-Lauf gegen Schützen
Ein Ohio-Polizeiversuch mit Paintball zeigte, dass Zickzack-Läufe gleich viele Treffer erzeugen wie gerades Laufen, aber weniger tödlich sind.
Überleben ohne Waffen: Zickzack, Keile und der Ohio-Versuch
Laufen Sie im Zickzack, werfen Sie sich zu Boden, rollen Sie ab, blockieren Sie die Tür mit einem Keil aus der Tasche. Dieses Rezept kursiert seit Januar 2015, als die Anschläge auf die Redaktion von Charlie Hebdo eine unbequeme Frage aufwarfen: Was tut ein unbewaffneter Zivilist, wenn jemand in ein Büro schießt? Elf Jahre später gibt es weiterhin kein abgeschlossenes Handbuch.
Die am häufigsten zitierten Routinen stammen aus den Videos des Selbstverteidigungsinstruktors Jim Wagner, mit zwei Grundregeln: Sich neben dem Türrahmen verstecken, um den Eindringling zu schlagen, und im Zickzack davonrennen, um das Zielen zu erschweren. Die zweite Regel hat die größte Kontroverse ausgelöst.
Warum wird Zickzack als Fluchttechnik diskutiert?
Das Gegenargument ist intuitiv und oft wiederholt: Wer im Zickzack läuft, passiert den Mittelpunkt seiner Bahn, und ein geduldiger Schütze muss nur dort zielen. Auf offener Strecke und gegen einen an bewegliche Ziele gewöhnten Schützen wäre das regelmäßige Ausweichen eher ein Todesurteil als ein Vorteil.
Die Verteidigung ist technischer. Ein Zickzack muss nicht regelmäßig sein: zwei Meter zur Seite, drei zur anderen, wechselnder Rhythmus. Mit Adrenalinschub und einem möglicherweise trainierten oder untrainierten Schützen ist es anders, ein Ziel zu treffen, das die Richtung ändert, als Pfeile auf eine stehende Scheibe zu werfen. Hier herrscht keine Einigkeit.
Der Ohio-Versuch: Gleiche Treffer, weniger tödlich
Der meistzitierte Test ist ein Experiment der Polizei von Ohio. Ein Schütze mit einer Paintball-Pistole, die eine Glock simulierte, schoss auf eine Fluchtroute von dreißig Yards — etwas mehr als 27 Meter — und jede Runde war auf zwei Schüsse begrenzt.
Das Ergebnis war gemischt: Die Anzahl der Treffer war beim Zickzacklauf praktisch dieselbe wie beim geraden Lauf, aber ihre Letalität sank, mit weniger Treffern im Kopf- und Rumpfbereich. Die Einschränkungen liegen auf der Hand: Zwei Schüsse pro Versuch, offenes Gelände und keine Tests mit automatischen Waffen oder nervösen Schützen. In einem Flur oder Büro ändert sich das Szenario vollständig.
Was fast alle Stimmen betonen, ist dasselbe: Die Technik kann die Wahrscheinlichkeiten erhöhen, sie aber nie garantieren.
Keil, Türen und der Mythos der Trockenbauwand
Einer der gefeierten — und belächelten — Tricks ist das Tragen eines Keils zum Blockieren von Türen. Das Gegenargument stammt aus dem Architekturhandbuch: Nach Brandschutzvorschriften öffnen Raumtüren nach innen, um Fluchtwege nicht zu blockieren, während Kirchen und einige Lokale nach außen öffnende Türen haben. Der Keil, der an einem Ort funktioniert, funktioniert an einem anderen nicht.
Und selbst wenn die Tür schließt, ist der Schutz zweifelhaft. Kriegsmunition durchschlägt problemlos drei oder vier Wände aus Gipskartonplatten. Nur Backsteinwände, Säulen oder tragende Mauern bieten etwas Abschirmung. Bei einer massiven Tür ist das zusätzliche Problem die Splitterbildung im Inneren.
Der lähmende Lärm und die vorherige Entscheidung
Wer in Innenräumen geschossen hat, wiederholt dasselbe: Der Knall. Ein Kaliber 308 in einem geschlossenen Gebäude ohne Gehörschutz ist ohrenbetäubend, und im Automatikmodus verwandelt sich das Szenario in etwas anderes. Wer nur eine Airsoft-Pistole bedient hat, hat keine realen Referenzen.
Der Effekt ist nicht nur physisch. Angst lähmt, und wer stehen bleibt, verliert die Sekunden, die Flucht von Falle trennen. Daher der unspektakulärste Teil des Rezepts: Vorher entscheiden, dass man bei einem Schuss reflexartig in die entgegengesetzte Richtung rennt, die Ausgänge kennen und keine Hindernisse im Weg lassen.
Im einzigen dokumentierten Versuch traf der Schütze im Zickzacklauf genauso oft. Was sich änderte, war nur, wo er traf.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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