Office 2016 für 7 € statt 539 € bei Microsoft

Office 2016 Pro Plus wird auf Amazon für 7 Euro verkauft, weit unter den 539 Euro von Microsoft. Die Schlüssel funktionieren auch nach sechs Monaten noch.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Office 2016 für 7 € statt 539 € bei Microsoft
Office 2016 für 7 Euro: Der Schlüssel, den Microsoft für 539 € verkauft

Microsoft bewertete sein Office 2016 Pro Plus mit 539 Euro. Auf Amazon kostet der Aktivierungsschlüssel nur 7. Das ist eine achtzigfache Differenz und entgegen aller Erwartungen wurden die Lizenzen aktiviert, installiert und funktionierten ein halbes Jahr nach dem Kauf immer noch. Die Produktbewertungen übersteigen 500 und beschreiben denselben Ablauf: Zahlung, E-Mail mit dem Schlüssel, Download von Microsoft und Validierung ohne Probleme. Ein Käufer erwarb gleich zwei Stück. Der Preis wirkte nicht abschreckend, sondern als Lockmittel.

Was man für 7 Euro bekommt: Einen Schlüssel, keine Diskette

Es kommt nichts Physisches an. Der Aktivierungsschlüssel und die Download-Links werden per E-Mail versandt. Das Programm wird über die offizielle Website installiert und bleibt in allen Aspekten funktionsfähig, einschließlich Updates. Zuvor sollte man jede vorherige Office-Version deinstallieren: Wer die Version 2010 hatte, fürchtete den Verlust von Dokumenten und Ordnern, während wer 2007 neben der neuen behielt, keinen Konflikt feststellte. Die Empfehlung im Thread ist eindeutig: Den Schlüssel sofort bei Erhalt validieren, denn das Verstreichenlassen von Tagen erhöht das Risiko, auf eine bereits weiterverkaufte Nummer zu stoßen.

Warum der Verkäufer in Zypern sitzt und Amazon nur die Plattform stellt

Den Schlüssel verkauft nicht Amazon, sondern ein Dritter, der laut Käufern aus Zypern operiert und auch Hardware vertreibt. Das bedeutet, dass Reklamationen wegen unbrauchbarer Lizenzen an diesen Verkäufer gehen, nicht an die Plattform. Der Shop ist nicht ganz unbeteiligt – wenn es Straftaten gibt, lässt sich die Verantwortung nicht umgehen, so argumentieren die Käufer –, aber Rechnungsstellung und Belege folgen einem anderen Weg. Und hier taucht das Detail auf, das laut Forenlogik den Preis erklärt: Bei 7 Euro verlangt niemand eine Rechnung; bei 25 würden mehr danach fragen, was steuerliche und bürokratische Probleme nach sich zöge.

Ist der Weiterverkauf von Office-Lizenzen legal?

Das ist die Frage, die das ganze Thema durchzieht, und sie hat keine eindeutige Antwort. Europäische Urteile befürworten den Weiterverkauf von Second-Hand-Software: Der Urheber kann den Weiterverkauf einer rechtmäßig erworbenen Lizenz nicht verhindern. Innerhalb dieses Rahmens behauptet ein Teil, dass der Kauf dieser Schlüssel völlig legal sei. Der Einwand kommt von anderer Seite: der Herkunft. Es ist unbekannt, ob es sich um OEM-, RETAIL- oder MSDN-Lizenzen handelt – letztere sind an Entwicklerabonnements gebunden und würden aufhören zu funktionieren, wenn das Ursprungsabonnement ausläuft. Der Name der Download-Datei, wie Setup.x86.es-ES_ProPlusRetail, deutet auf RETAIL-Lizenzen hin, aber die Transparenz bezüglich der Herkunft ist minimal.

Sechs Monate später war die Lizenz noch aktiv

Die Nachverfolgung ist der Punkt, der Skeptiker am meisten stört. Ein halbes Jahr nach dem Kauf war Office weiterhin aktiv. Die Logik des Käufers: Solange das zugrunde liegende MSDN-Abonnement nicht ausläuft, werden sie weiter funktionieren. Sie sind immer noch auf Amazon, sogar teurer, mit hunderten kopierter Bewertungen in Shops anderer Länder; sie verkauften sich wie warme Semmeln. Unterdessen erinnern einige an den richtungsweisenden Gerichtsfall: Eine Privatperson, die von Microsoft wegen missbräuchlicher Lizenznutzung 200.000 Euro forderte, samt Durchsuchung und Beschlagnahme durch die Guardia Civil.

Die kostenlose Alternative, die nicht abläuft und von keinem Dritten abhängt

Gegen die Lotterie der Schlüssel gibt es einen Ausweg ohne Unbekannte: LibreOffice, kostenlos und Open Source. Die Erwähnung erscheint mehrfach als Option für jene, die weder von fremden Abos abhängig sein noch mit Wiederverkäufern zu tun haben wollen. Die Warnung vor OpenOffice ist konkret: Seit Jahren ist die aktualisierte Version dessen Fork, LibreOffice. Für den privaten Gebrauch ist die Rechnung einfach; für Unternehmen ändert sich die Risikostufe, da Sanktionen wegen irregulärer Lizenzen dort mit voller Härte greifen.

Der Preis ist nicht immer das Problem

Manche haben es klar: Wenn die Lizenz aktiviert wird, installiert wird und hält, ist der Rest egal. Andere warnen, dass dies Graumarkt heißt und der Käufer am Ende 7 Euro ärmer sein könnte für nichts, wenn der Schlüssel schon weiterverkauft wurde. Auf dem Papier ist die Ersparnis enorm; in der Praxis hängt die Zuverlässigkeit von einem fremden Abonnement ab, das niemand kontrolliert. Das ist die gesamte Spannung.

Wenn der Schlüssel funktioniert und hält, ist es dann egal, woher er kam? Der Käufer, der 7 Euro zahlte, sagt ja. Mitten drin eine Zahl, die ständig wächst: Über 500 Bewertungen, die sich weiter summieren.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (105 Antworten).

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