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Milei in Spanien: kein Foto mit VOX und kein Foto mit der PP
Milei besucht Spanien, ohne Abascal oder die PP zu treffen. Nur Ayuso empfing ihn, und das Protokoll erinnerte ihn an die Regeln für offizielle Staatsbesuche
Milei landet in Spanien – und weder VOX noch die PP wollen das Foto
Ein ausländischer Staatspräsident auf offiziellem Besuch, und keine einzige Partei will ihn für sich beanspruchen. Die Szene, die unter anderen Umständen undenkbar wäre, hat sich tatsächlich abgespielt: Javier Milei ist durch Spanien gereist, ohne Abascal zu treffen, ohne Auftritt bei VOX und mit einer praktisch leeren offiziellen Agenda. Die einzige gewichtige Politikerin, die ihn empfing, war Isabel Díaz Ayuso, und da ein gemeinsames Foto fehlte, blieb das Treffen ein Video, das die Verlegenheit mehr betont als die Nähe.
Manche behaupten, die Rechnung sei nicht ideologisch, sondern Wahlkampf-Buchführung im ersten Semester. Ein Foto mit Milei wäre heute, so das Argument, gleichbedeutend mit einer Schlagzeile über 30.000 geschlossene Unternehmen seit seinem Amtsantritt und eine Arbeitslosigkeit, die um rund 400.000 Personen gestiegen ist. Niemand mit klarem Verstand würde sich kostenlos danebenstellen, zumal, wenn man den im Debate zitierten Zahlen folgt, 70 % der Argentinier ihn ablehnen.
VOX' Kurswechsel: vom Liberalismus zum Konservatismus mit Transparent
In der Debatte wird vertreten, VOX habe den liberalen Diskurs gegen den konservativen mit Fahne und Transparent eingetauscht, weil der kirchentreue, ordnungsliebende Wähler mehr wiegt als der Leser von Volkswirtschaftslehrbüchern. Abascal bräuchte den Argentinier nicht: Angst machen und der Ruf „der Wolf kommt" genügen. Die Partei segelt inzwischen im Orbit von Le Pen und Orbán, in jenem Bündnis namens „Patrioten für Europa", und die Nähe zum Libertarismus der Kettensäge würde immer weiter in die Ferne rücken.
Manche behaupten, die Distanzierung entspreche dieser protektionistischen und nationalistischen Wende. Dagegen steht das Argument, das Foto sei aus reiner Kalkulation vermieden worden: Derjenige, der sich über den Besuch am meisten freut, ist Pedro Sánchez, denn jede Beleidigung ist eine Stimme.
Die Zahlen, die Milei in Madrid nicht präsentieren kann
Der Besuch sollte ein Schaufenster der „großen wirtschaftlichen Taten" des Mannes mit der Tolle sein. Das Problem: Das Schaufenster hat Risse. Die massenhafte Zerstörung von Unternehmen, die Arbeitsmarktreform, sinkende Löhne und die Verschuldung von Privaten, um essen zu können, sind einige der Punkte, die ohne Megafon blieben. Die Inflation, die unter dem Peronismus auf 200 % stieg, hat sich abgeschwächt, aber der Konsum ist eingebrochen – in einen Zustand, den manche als den Frieden der Friedhöfe beschreiben.
Was die Armut betrifft: Der Index schoss hoch, als Milei an die Macht kam, und danach wurde die Berechnungsmethode ohne Ankündigung geändert. Zwei Quartale lang wurden beide Versionen nicht berechnet, sodass niemand weiß, wie viel des Rückgangs auf die Methodik und wie viel auf die Politik der Regierung zurückgeht. Die Zahl steigt in diesem Jahr wieder.
Protokoll und der König: als der Gast die Reihenfolge übersprang
Der Abschluss war eine Protokollangelegenheit. Milei wollte den König sehen, ohne zuvor vom Regierungschef empfangen worden zu sein, und der Königliche Haushalt verlor keine Zeit, ihn an die Reihenfolge offizieller Staatsbesuche zu erinnern. Ein Detail, das den Besuch zusammenfasst: Ein Präsident, der mit der Kettensäge anreist und ohne etwas geschnitten zu haben wieder abreist.
Der Besuch hinterlässt eine offene Frage. Wenn die spanische Rechte das Foto mit Milei nicht will – liegt es an seinen Zahlen oder daran, dass sie ihn nicht mehr braucht?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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