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MicroStrategy und Bitcoin im freien Fall: Wie tief kann es gehen?
MicroStrategy hat in einem Jahr 77 Prozent verloren, Bitcoin fällt auf 58.000 Dollar. Ist das das Ende der Kryptowährung als sicherer Hafen? Eine datenbasierte Analyse.
MicroStrategy verliert 83 Prozent: Zieht das Bitcoin in den Abgrund?
MicroStrategy, das Unternehmen, das Bitcoin zu seinem wichtigsten Wertspeicher gemacht hat, musste mitansehen, wie seine Aktie von 530 auf nur noch 88 Dollar fiel. Der Rückgang von 77 Prozent innerhalb eines Jahres ist keine technische Korrektur: Es ist ein systemischer Absturz, der eine unbequeme Frage aufwirft: Kann der Wert auf null fallen? Und wenn ja, was würde das für Bitcoin bedeuten, das bereits bei rund 58.000 Dollar notiert?
Die These vom Schutz vor Inflation zerfällt. Im Mai lag die US-Inflation bei 4,1 Prozent, dem höchsten Stand seit drei Jahren, und Bitcoin fiel zusammen mit Gold und Silber. Der Hedge schützt nicht. Wie Buffett und Munger bereits warnten: Wäre Bitcoin ein echter Vermögenswert, würden sie alle Bitcoins der Welt für 25 Dollar nehmen. Die Rhetorik der digitalen Knappheit prallt auf die Realität der Finanzmärkte.
Skeptiker sehen bei MSTR eine übermäßige Verschuldung: Das Unternehmen hat sich Geld geliehen, um Bitcoin zu kaufen. Sinkt der Kurs des Krypto-Assets weiter, wird der innere Wert des Unternehmens negativ – man müsste für den Besitz bezahlt werden –. Ein Fall auf null ist nicht auszuschließen, allerdings ist das nicht nötig, damit der Markt davon ausgeht, dass Bitcoin null wert ist. Allein die Wahrnehmung, dass der größte unternehmerische Bitcoin-Halter pleitegehen könnte, reicht aus, um das Vertrauen zu erschüttern.
Die Debatte geht über die Zahlen hinaus. Manche sehen in bestimmten Krypto-Gurus Ähnlichkeiten mit alten Finanzbetrügern und die Ironie darin, dass jene, die über klassische Value-Investoren lächelten, nun verstummen. Doch abgesehen vom Spott bleibt die nüchterne Feststellung: MSTR hat seinen Börsenschutz verloren, und Bitcoin könnte seinen ebenfalls verlieren.
Mit dem Inflationsrally und den Zinserhöhungen geht das billige Geld zu Ende. Und ohne Liquidität platzen Blasen. Die Frage, die in der Luft bleibt: Was ist ein Asset wirklich wert, das keinen Cashflow generiert, dessen größter unternehmerischer Fürsprecher im freien Fall ist und das nicht hielt, was es versprach?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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