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Mercedes SLR McLaren: 120.000 $ für Bremsen – dubiose Rechnung
Eine Rechnung weist 120.000 $ für den Bremsenwechsel eines Mercedes SLR McLaren aus. Offizielle Ersatzteile listen die Scheibe mit 6.000 $, der Betrag wirkt manipuliert.
120.000 $ für die Bremsen eines SLR McLaren: Die Rechnung, die nicht aufgeht
Ein Foto. Zwei Bremsscheiben. Und eine Zahl, die den Blick auf den Bildschirm heftet: 60.000 Dollar für die vorderen und weitere 60.000 für die hinteren. Das Auto ist ein Mercedes SLR McLaren, ein eingestellter Supersportwagen mit Carbon-Keramik-Bremsen. Insgesamt 120.000 Dollar. Nur zum Bremsen.
Als Ersteres macht jeder mit gesundem Menschenverstand, dass er das Ersatzteil nachschlägt. Und da beginnt das Problem.
Was eine Bremsscheibe für den SLR McLaren wirklich kostet
In den offiziellen Ersatzteilkatalogen erscheint die Scheibe für rund 6.000 Dollar pro Stück. Vier Scheiben, zwei vorne und zwei hinten, kommen bei weitem nicht auf 120.000. Der Abstand zwischen den beiden Zahlen beträgt den Faktor zwanzig, und das erklärt der Carbon nicht.
Die großzügigste Rechnung geht davon aus, dass alles gewechselt wird: Scheiben, Beläge, Sättel und die Arbeitszeit einer spezialisierten Werkstatt. Selbst so kommen sechs Stellen nicht zusammen.
Die Werkstattrechnung: 53.000 pro Teil und ein „Have a nice day“
Die im Umlauf befindliche Rechnung ist ein paar Jahre alt und weist Details auf, die auffallen. Im Feld NET steht 6840. Beim Betrag ist die Zahl auf 53.000 aufgebläht. Manche behaupten, die Ziffern des Betrags seien manipuliert und eine simple Änderung würde ihn mit dem tatsächlichen Preis des Ersatzteils in Einklang bringen. Die Fahrgestellnummer, der VIN, passt tatsächlich zum Auto auf dem Foto.
Und unten, in der letzten Zeile, das Detail, das die Szene vollendet: Die Werkstatt verabschiedet sich mit einem Have a nice day. Umsonstige Freundlichkeit auf einer Rechnung mit sechs Stellen.
Wie viele Kilometer Carbon-Keramik-Bremsen halten
Die verblüffende Frage ist, ob sich der Preis durch die Lebensdauer rechtfertigt. Carbon-Keramik-Scheiben halten im Straßenbetrieb zwischen 150.000 und 300.000 Kilometern und überdauern in vielen Fällen das ganze Autoleben. Die Stahlscheiben eines gewöhnlichen Kleinwagens schaffen über 220.000 Kilometer ohne Wechsel und würden mit vorsichtigem Fuß noch länger durchhalten. Die Langlebigkeit ist keine Exklusivität des Carbons.
Der amerikanische Preis ist nicht der Ersatzteilpreis
Ein Teil der Diskrepanz hat einen geografischen Trick. In den USA werden Dienstleistungen zu Preisen abgerechnet, die hier wie Science-Fiction klingen: Eine Hüftoperation kann 80.000 Dollar kosten, gegenüber rund 7.000 in Spanien. Wer nur auf das amerikanische Gehalt schaut und nicht auf die Krankenhausrechnung, verpasst die halbe Geschichte.
Am Ende ist die verblüffende Zahl nicht die des McLaren. Es die der Stahlscheiben eines alten Autos, die mit 220.000 Kilometern auf dem Tacho noch da sind und darauf warten, dass jemand entscheidet, ob es sich gelohnt hätte, 120.000 für besseres Bremsen zu zahlen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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