Marshfield: Der Ort, der Videospiele 32 Jahre lang verbot

1982 verbot Marshfield (USA) Videospiele und Spielautomaten. Die Verordnung hielt 32 Jahre, wurde vom Obersten Gericht Massachusetts bestätigt und erst aufgehoben, als…

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Marshfield, der Ort, der im Videospiel den Teufel sah

1982, während die Welt Pac-Man und Donkey Kong entdeckte, beschloss eine Kleinstadt in Massachusetts, dass Spaß Teufelswerk sei. Am 17. Juni jenes Jahres meldete der Boston Globe die Nachricht: Marshfield verbot Videospiele. Das war kein Scherz und keine vorübergehende Maßnahme: Die Gemeindeverordnung, vorangetrieben von Tom Jackson — einem ehemaligen Drogenfahnder und Vorsitzenden des örtlichen Vandalismusausschusses — erklärte jede mechanische oder elektronische Unterhaltungsanlage außerhalb der eigenen vier Wände für illegal. Flipperautomaten inbegriffen. Die Strafe: 200 Dollar, für damalige Verhältnisse eine respektable Summe.

Jackson sah in den Spielhallen eine "Kasino-Atmosphäre" (honky-tonk), die Jugendliche an sich band, ihre Taschen leerte und sie von etwas Produktiverem abhielt. Die Eltern, beunruhigt über die Zeit und das Geld, das ihre Kinder in die Automaten steckten, unterstützten die Maßnahme. Das Verbot beschränkte sich nicht auf Videospiele, sondern galt für jede öffentliche Unterhaltungsanlage. Ein Machtwort der Gemeinde mit dem Duft sarracena Panik.

Die Maßnahme wurde angefochten, doch das Supreme Judicial Court of Massachusetts bestätigte sie 1983. Und dort blieb sie, eingefroren in der Zeit, fast 32 Jahre lang. Erst im April 2014 beschlossen die Einwohner, dem ein Ende zu setzen: 203 Stimmen für die Aufhebung, 175 dagegen. Ein knapper Sieg, der zeigt, dass das Misstrauen gegenüber Bildschirmen nicht ganz verschwunden war.

Die Lehre aus Marshfield ist nicht, dass jeder technologische Alarm falsch ist, sondern dass die Regulierung konkreter Schäden — Schulabsentismus, Lärm, Ausgaben Minderjähriger — meist vernünftiger ist als ein Verbot des gesamten Mediums. Schließlich waren Konsolen zu Hause nie verboten; der Teufel war auf der Straße, nicht im Wohnzimmer.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (14 Antworten).

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