Marokko bietet Spanien Hilfe bei Waldbränden an: Was die Hilfe für das Nachbarland kostet

Spanien hat zwischen 1.000 und 1.150 Millionen Euro an Marokko überwiesen, in Form direkter Hilfen und Kredite. Jetzt bietet Marokko an, bei den Waldbränden in Spanien zu helfen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Marokko bietet Spanien Hilfe bei Waldbränden an: Wie viel haben wir schon bezahlt?

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Spanien und Marokko erleben eine neue Episode ironischer Spannung. Das Angebot Marokkos, Mittel zur Bekämpfung der Waldbrände in Spanien zu entsenden, hat die Debatte über das Ausmaß der Hilfe neu entfacht, die Madrid in den letzten Jahren nach Rabat überwiesen hat. Während die spanische Regierung mit ihrer Kooperation prahlt, zeichnen die zusammengetragenen Zahlen eine Nettobilanz, die zum Nachdenken anregt.

Die Aufschlüsselung der Hilfe: über 1.000 Millionen Euro

Laut Daten von Prüfberichten und Fachmedien liegt die konsolidierte Schätzung spanischer öffentlicher Mittel für Marokko seit Regierungsantritt von Pedro Sánchez zwischen 1.000 und 1.150 Millionen Euro. Der Posten umfasst 122 Millionen Euro an direkten Zuschüssen des Innenministeriums (veröffentlicht im BOE, dem spanischen Staatsanzeiger), 35 Millionen Euro für Polizeiausrüstung, 157 Millionen Euro zur Grenzsicherung, 205,7 Millionen Euro an Entwicklungshilfe über die AECID (die spanische Entwicklungshilfeagentur) und 164 Millionen Euro für polizeiliche und migrationsbezogene Zusammenarbeit. Hinzu kommen Kredite aus dem FIEM (ein spanisches Exportkreditprogramm), bei dem Marokko der Hauptempfänger innerhalb von insgesamt 1.512 Millionen Euro ist. Vor diesem Hintergrund klingt das Angebot zur Brandbekämpfung eher nach politischer Geste als nach echter Notwendigkeit.

Der Kontrast zur inländischen Hilfe: Erdbeben in Marokko vs. Flutkatastrophe in Valencia

Die Paradoxie erreicht ihren Höhepunkt beim Vergleich der Reaktion von Moncloa (Sitz der spanischen Regierung) auf das Erdbeben in Marokko mit der Reaktion auf die Überschwemmungen in Valencia. Während die Regierung damit prahlte, als „Erste" am Ort des marokkanischen Bebens zu sein, wurde die Hilfe für die Flutopfer in Valencia rationiert. Ein Widerspruch, der die Skepsis gegenüber den Prioritäten der spanischen Außenpolitik nährt.

Das marokkanische Angebot, das viele als ironische Erinnerung daran verstanden, wer gibt und wer nimmt, hinterlässt eine unbequeme Frage: Bei einem Staatshaushalt von 600.000 Millionen Euro ist es ebenso überraschend, dass Spanien internationale Hilfe gegen Waldbrände erbitten muss, wie die Tatsache, dass sie von einem Land kommt, dem es in den letzten Jahren über eine Milliarde Euro überwiesen hat.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (11 Antworten).

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