Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Mariupol: 80 % der Häuser beschädigt, Foto passt nicht
In Mariupol sind laut Stadtverwaltung 80 % der Häuser beschädigt. Die Belagerung dauert an, doch der aktuelle Konflikt dreht sich um ein widersprüchliches Foto.
Mariupol: Wenn der Kampf um die Wahrheit in den Fotos stattfindet
Laut der Stadtverwaltung von Mariupol sind 80 % der Wohngebäude beschädigt, Wasser und Nahrungsmittel werden knapp, und die Stadt ist seit zwei Wochen eingeschlossen. Aber der heftigste Streit dieser Tage dreht sich nicht um Gebäude, sondern um ein einzelnes Foto. Darauf zu sehen: eine Frau im Kurzarmshirt neben Autos, eine intakte Straße und stehende Häuser. Wenn die Stadt verwüstet ist, stimmt hier etwas nicht. Von diesem Punkt an eskaliert der Kampf der Narrative.
Die Belagerung von Mariupol am Asowschen Meer
Anfang März begannen russische Truppen, sich dem Gebiet am Asowschen Meer zu nähern. Zwei Wochen lang blieben sie vor den Toren, ohne mit geordneten Bodentruppen einzudringen, während die Bewohner den Belagerungszustand mit kaum mehr als den nötigsten Überlebensmitteln ertrugen. Mitte des Monats war die vom Stadtrat genannte Zahl eindeutig: 80 % der Häuser waren durch Raketenbeschuss beschädigt worden. Russische Kräfte würden schließlich das Stadtzentrum erreichen, aber die relevante Information war nun nicht mehr, wer eindringt, sondern was noch übrig ist.
Das Foto, das nicht passte, und das von 2014
Der erste Schlag gegen die Glaubwürdigkeit kam durch ein kleines Detail: die Kleidung. Ein Bild einer Frau im Kurzarmshirt mitten im Winterbelagerung löste Alarm aus. An diesem Tag wurden in Mariupol Tiefstwerte von -5 °C registriert, und laubabwerfende Bäume – wie man sich erinnerte – hatten noch nicht wieder Blätter getragen. Zwei Hinweise, die nicht zur Aussage des Fotos passten. Es war nicht das einzige: Ein anderes Bild, das als Beweis für den aktuellen Vormarsch kursierte, entpuppte sich nach Überprüfung als Nachricht vom 15. August 2014. Dasselbe Fahrzeug, dieselbe Straße, acht Jahre zuvor. In einem Konflikt, in dem jedes Bild tausend Pressemitteilungen wiegt, ist Fotorecycling Munition.
Das Ultimatum und der harte Kern
Da die Stadt isoliert war, stellte Russland den Verteidigern ein Ultimatum zur Kapitulation. Das offizielle Argument: Niemand würde ihnen zu Hilfe kommen, und Widerstand verlängere nur das Leiden. Auf der anderen Seite stand das Asow-Bataillon – die Einheit, die von einigen Analysten als harter Kern der Verteidigung bezeichnet wurde – im Mittelpunkt der Erzählung. Laut einer Behauptung, die in sozialen Medien kursierte, versuchten einige seiner Mitglieder, in Zivilkleidung unter den Flüchtlingen zu fliehen. Dies ist eine unbestätigte Aussage und sollte als das behandelt werden, was es ist: Kriegspropaganda, die jede Seite auf ihre Weise nutzt.
Kapitulation oder Widerstand bis zum Ende?
Eine Debatte zieht sich durch die gesamte Belagerung: War es sinnvoll, eine bereits verlorene Stadt zu verteidigen? Manche behaupten, die Verteidiger hätten die Stadt in eine Festung verwandelt und Zivilisten nicht herausgelassen, als alles verloren war, trotz einer numerischen Unterlegenheit von sechs zu eins. Am anderen Ende wird daran erinnert, dass Dänemark 1940 fast ohne Widerstand kapitulierte und so die totale Zerstörung vermied, während andere europäische Hauptstädte ebenfalls nicht zu Stalingrad wurden. Heldentum, so das Argument, dient dazu, Gräber zu schmücken. Dies ist kein Dilemma, das sich in einem Absatz lösen lässt.
Die 85 %, die jede Seite für sich beansprucht
Während die Stadt in Trümmern liegt, verlagert sich der Streit auf die Zahlen. Eine Bewohnerin behauptete, 85 % der Schäden seien von den ukrainischen Kämpfern selbst verursacht worden; eine andere Version führt sie auf russische Bombardements zurück. Die beiden Zahlen passen nicht zusammen und können von außen nicht überprüft werden. Wenn schon das Datum eines Fotos nicht hält, wird jeder Prozentsatz zur Waffe. Und so bleibt inmitten der Trümmer nur eines klar: Die Stadt ist zerstört. Auf welcher Erzählung wird rekonstruiert, was dort geschah?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (117 Antworten).
Russland setzte das Ende des Ultimatums für die Übergabe von Mariupol auf 5:00 Uhr fest. Die Ukraine lehnte es kurz vor Ablauf ab, und die Belagerung ging ohne klares Ergebnis weiter.
Der Oberste Gerichtshof bestätigte die Vaterschaft von Paqui Gento, die ein Inventar des Vermögens des Fußballers verlangt und die Anfechtung der Erbschaft vorbereitet.
Der ukrainische Militärdienst gesteht ein, dass ein Sieg nur auf dem Schlachtfeld unwahrscheinlich ist, und sieht Gespräche mit Moskau ab 2025. Der Kernpunkt bleibt die Krim.
Eine Warnung aus hochrangigen Quellen datiert einen NATO-Russland-Krieg auf ein bis zwei Monate. Der Prognostiker leugnete zuvor die Invasion der Ukraine.