Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Marianne Backmayer: acht Schüsse aus Selbstjustiz im Gerichtssaal
Der Fall Marianne Backmayer, die den Mörder ihrer Tochter im Gerichtssaal acht Mal erschoss, entfacht erneut die Debatte über Selbstjustiz und die Kosten eines versagenden Justizsystems.
Marianne Backmayer: acht Schüsse aus Selbstjustiz im Gerichtssaal
Was bringt eine Mutter dazu, im Gerichtssaal acht Mal auf den Mörder ihrer Tochter zu schießen? Für viele lautet die Antwort: die Verzweiflung über ein System, das Opfer ihrer Meinung nach nicht schützt. Der Fall Marianne Backmayer, der sich vor mehr als vier Jahrzehnten ereignete, löst bis heute Debatten und gemischte Gefühle aus.
Die Geschichte: ein Prozess, der in einer Hinrichtung endete
Am 6. März 1981 schoss Marianne Backmayer, 31 Jahre alt, in einem Gerichtssaal in Lübeck (Deutschland) acht Mal auf den Mann, der beschuldigt wurde, ihre 7-jährige Tochter Anna vergewaltigt und ermordet zu haben. Der Täter, Cosme, zum Zeitpunkt der Tat 62 Jahre alt, brach tödlich getroffen zusammen. Die Mutter wurde sofort festgenommen. Zehn Tage später starb der Täter im Krankenhaus an seinen Verletzungen. Der anschließende Prozess gegen Marianne Backmayer dauerte zwei Jahre und endete mit einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren, von denen sie drei verbüßte. Sie starb 1996 im Alter von 46 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Ihr vom Unglück gezeichnetes Leben endete, ohne dass sie ihr Glück je wiederfand.
Geteilte Reaktionen und die Debatte über Selbstjustiz
Der Fall stößt auf widersprüchliche Reaktionen. Manche sehen in Mariannes Tat einen Akt verzweifelter Gerechtigkeit: „In einem zivilisierten Land hätte der Vergewaltiger die acht Kugeln schon früher bekommen, und das Mädchen hätte nicht leiden müssen“, so das Argument. Andere warnen vor Selbstjustiz: „Die Justiz darf keine private Gewalt zulassen, so nachvollziehbar der Schmerz auch ist.“ Die Diskussion verschärft sich, wenn man an ähnliche Fälle denkt, etwa an eine Frau in Alicante, die den Vergewaltiger ihrer Tochter bei lebendigem Leib verbrannte, oder an Dolores Vázquez, die von den Medien durch den Schmutz gezogen wurde. Das Justizsystem gerät ins Wanken: Für manche fügt es dem Opfer eine zusätzliche Demütigung zu; für andere ist es die einzige Garantie gegen Irrtümer.
Die wirtschaftlichen Kosten einer gescheiterten Justiz
Obwohl das Unterforum Wirtschaft ist, hat der Fall oft übersehene wirtschaftliche Implikationen. Die Kosten eines langwierigen Prozesses, die psychologische Betreuung von Opfern und die Kriminalprävention stehen in einem harten Konflikt mit der Realität: Wenn Justiz als teuer, langsam oder unzuverlässig wahrgenommen wird, greifen manche zur Selbstjustiz. Die Rechnung ist brutal: die Kosten einer Pistole gegenüber jahrelangen Verfahren. Doch der gesellschaftliche Preis privater Rache ist unermesslich. Die Frage, die in der Luft bleibt: Kann es sich das System leisten, sich nicht zu ändern?
Am Ende ist die Geschichte von Marianne Backmayer nicht nur ein persönliches Drama: Sie ist ein Spiegel, in dem die Gesellschaft ihre eigenen Widersprüche sieht. Acht Schüsse, die Jahrzehnte später noch nachhallen. Und die Gerechtigkeit kommt, wie immer, zu spät oder schlecht. Doch wenn jemand sie in die eigene Hand nimmt, ist das System empört.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (87 Antworten).
Ein virales Video zeigt, wie lateinamerikanische Männer einen marokkanischen Dieb verprügeln. In Spanien entbrennt eine hitzige Debatte über Selbstjustiz und Migrationskonflikte.
Ist der Ölpreis eine echte Krise oder Spekulation? Wir analysieren die Auswirkungen von Öl, Inflation und Angebot in dieser Debatte über die aktuelle Wirtschaft.
Eine Analyse der rechtlichen Unsicherheit in Spanien: Welche Handlungen können einen heute hinter Gitter bringen? Die Debatte über Meinungsfreiheit und Justiz.