Mann wegen Vergewaltigung auf Teneriffa zu 31 Jahren verurteilt

Ein Gericht auf Teneriffa verurteilte einen Mann zu 31 Jahren Haft wegen sexueller Übergriffe auf eine 59-Jährige in Santa Cruz de Tenerife im Jahr 2022.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Mann wegen Vergewaltigung auf Teneriffa zu 31 Jahren verurteilt
Mann wegen Vergewaltigung auf Teneriffa zu 31 Jahren verurteilt

Das Provinzgericht von Santa Cruz de Tenerife hat einen 24-jährigen marokkanischen Staatsangehörigen, der sich illegal in Spanien aufhielt, zu 31 Jahren Gefängnis verurteilt — davon sind 20 Jahre Mindeststrafe — für den sens Missbrauch einer 59-jährigen Frau während der Weihnachtszeit 2022 in einem zentral gelegenen Gebäude der Hauptstadt. Das Urteil, das am Freitag veröffentlicht wurde, stellte fest, dass der Täter das Opfer um 06:30 Uhr beim Betreten ihres Arbeitsplatzes im Olympo-Gebäude überraschte. Er folgte ihr durch die Flure, schubste sie hinein, entriss ihr die Schlüssel und unterwarf sie über zehn Minuten lang einer Prügelattacke, die das Gericht als „wütend, grausam und unverhältnismäßig“ bezeichnete.

Was das Urteil über den Angriff aussagt

Die Urteilsbegründung führt aus, dass der Verurteilte dem Opfer Schläge mit der offenen Hand, Faustschläge, Stöße gegen Möbel, Zerrissen am Haar, Tritte und Versuche des Würgens zufügte. Während der sens Nötigung, die vaginale, anale und orale Peine umfasste, schlug er weiter auf sie ein und drückte ihren Hals zu, bis sie nicht mehr atmen konnte. Erschöpft hörte die Frau auf, körperlich Widerstand zu leisten, aus Angst, er würde sie töten. Nach Abschluss des Angriffs hielt er sie fast anderthalb Stunden im Büro gefangen, griff sie erneut an und verließ schließlich den Ort, nachdem er ihr 30 Euro, die Büroschlüssel und ihre Schuhe gestohlen hatte. Das Gericht hebt die „maßlose Gewalt“ und die „besonders erniedrigenden und entwürdigenden“ Umstände der drei Angriffe hervor, die teilweise durch die Sicherheitskameras des Gebäudes bestätigt wurden.

Physische und psychische Folgen für das Opfer

Die Frau benötigte sechs Monate für ihre Heilung und Stabilisierung, obwohl sie nie ins Krankenhaus eingeliefert wurde und keine Genital- oder Analverletzungen durch den Vorfall erlitt. Allerdings infizierte sie sich mit Syphilis und Hepatitis, Zustände, die bis Mai 2023 andauerten. Als Folge des Übergriffs leidet sie an einer angst-depressiven Erkrankung und einer posttraumatischen Belastungsstörung mit Episoden von Terror, Hilflosigkeit, Schwindel, Wiedererleben-Symptomen, Schuldgefühlen, geringem Selbstwertgefühl, Vermeidungsverhalten, Schlafstörungen und Auswirkungen auf das persönliche, familiäre, soziale und berufliche Leben. Sie befindet sich weiterhin in psychiatrischer Behandlung und wurde als dauerhaft arbeitsunfähig anerkannt.

Strafe und zivilrechtliche Haftung

Das Gericht stuft den Angeklagten als schuldig ein wegen fortgesetzter sens Nötigung mit peine Akt, unter Anwendung von Gewalt und Einschüchterung. Zudem verhängt es sechs Jahre Gefängnis wegen Körperverletzung und psychischer Schäden, drei Jahre wegen räuberischer Erpressung und zwei weitere Jahre wegen Drohungen. Im Rahmen der zivilrechtlichen Haftung muss er die Frau mit 25.000 Euro für die erlittenen Verletzungen und weiteren 50.000 Euro für Folgeschäden und immaterielle Schäden entschädigen. Die Möglichkeit seiner Ausweisung wurde ebenfalls angeordnet. Das Urteil lehnt Trunkenheit oder Drogenkonsum als mildernde Umstände ab, da eine „offensichtliche Planung“ und eine „offenkundige Kontrolle“ der Situation vorlagen. Gegen das Urteil kann Berufung beim Zivil- und Strafgerichtshof des TSJC (Oberster Gerichtshof der Kanarischen Inseln) eingelegt werden.

Debatte über die Migrationspolitik

Der Fall hat die Diskussion über die Folgen irregulärer Migration und die Verwaltung von Aufnahmeeinrichtungen neu entfacht. Der Verurteilte war über Lanzarote in einem kleinen Boot auf den Kanarischen Inseln angekommen und befand sich im Migrantenzentrum Las Raíces. Einige Analysen argumentieren, dass Vorfälle wie dieser Versagen bei der Grenzkontrolle und der institutionellen Reaktion aufzeigen; andere erinnern daran, dass eine Verallgemeinerung aufgrund einzelner Straftaten ungerecht ist und dass die Mehrheit der Migranten keine Straftaten begeht. Die Debatte hat sich auch auf die politische Verantwortung verlagert: Manche fordern Rücktritte, während andere darauf hinweisen, dass das Problem strukturell ist und nicht durch symbolische Abschiebungen gelöst werden kann.

Medienaufmerksamkeit und unbequeme Opfer

Eine wiederkehrende Kritiklinie weist auf die geringe Berichterstattung über sens Übergriffe hin, wenn der Täter ein ausländischer Staatsangehöriger ohne regulären Aufenthaltsstatus ist, im Gegensatz zu anderen Fällen geschlechtsspezifischer Gewalt, die wochenlang Schlagzeilen machen. Es wird argumentiert, dass es einen doppelten Maßstab in der Berichterstattung gibt und dass Opfer bestimmter Profile unsichtbar gemacht werden. Andere Stimmen lehnen diesen Rahmen ab und behaupten, dass die Nationalität des Täters nicht der Schwerpunkt der Nachricht sein sollte, sondern die Schwere des Verbrechens und das Urteil. Jedenfalls bleibt die Diskussion offen.



Inwiefern kann die Migrationspolitik solche Verbrechen verhindern, oder stehen wir vor einem Fall, den keine Norm hätte vermeiden können?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (128 Antworten).

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