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Mann in Tätowierstudio in Badalona (Spanien) erschossen
Ein Mann starb nach drei Schüssen in einem Tätowierstudio in Badalona, Spanien. Es ist der achte Schusswaffentodesfall in Katalonien in diesem Jahr.
Drei Schüsse in einem Tätowierstudio in Badalona erhöhen die Zahl der Schusswaffentoten in Katalonien auf acht
Ein Mann starb am Freitag, nachdem er im Clandestino Tattoo Studio in der Avinguda Martí Pujol 301 in Badalona mehrfach angeschossen worden war. Das Opfer, einer der Verantwortlichen des Betriebs, wurde dreimal getroffen: einmal am Kopf und zweimal am Körper. Nach ersten Polizeiangaben betraten zwei bewaffnete Schützen das Lokal und schossen auf den Geschäftsführer, bevor sie flüchteten. Die Mossos d'Esquadra (katalanische Polizei) arbeiten an ihrer Fahndung; zum Zeitpunkt dieser Diskussion waren die Verdächtigen weiterhin flüchtig.
Der Vorfall löste am Nachmittag einen groß angelegten Polizei- und Rettungseinsatz in der Gegend aus. Beamte der Mossos und der Guardia Urbana (Stadtpolizei) fuhren gemeinsam mit Rettungswagen zum Lokal, doch die Rettungsdienste konnten das Leben des Mannes nicht retten.
Abrechnung als Arbeitshypothese und die Herkunft von Opfer und Tätern
Das Vorgehen — drei Schüsse, einer davon an den Kopf — und die Tatsache, dass sowohl die mutmaßlichen Täter als auch das Opfer kolumbianischer Herkunft sind, deuten laut denselben Polizeiquellen auf eine Abrechnung hin. Das ist die Hypothese der Quellen, kein bestätigter Fakt. Die Schussfolge mit dem Kopfschuss als Finish passt zu einem Muster von Auftragsmorden, das sich in anderen aktuellen Fällen wiederholt, wie einige Teilnehmer der Debatte anmerken.
Das Verbrechen ist im Kalender kein Einzelfall. Es ist der achte Mord mit Schusswaffe in diesem Jahr in Katalonien. Zwischen Januar und Juni gab es 68 Schießereien mit scharfer Munition, gegenüber 47 im Vorjahr – ein Anstieg von fast 45 %. Die Entwicklung zeigt einen anhaltenden Trend, keinen punktuellen Anstieg.
Weitere Schießerei am selben Freitag in Salou
Der Tag brachte einen zweiten Zwischenfall mit Schusswaffe. In Salou eröffneten die Insassen eines Fahrzeugs gegen acht Uhr abends das Feuer auf einen Mann, der die Straße entlangging. Das Opfer wurde verletzt, schwebt aber nicht in Lebensgefahr. Zwei Vorfälle am selben Tag an unterschiedlichen Orten verstärken das Gefühl, dass der Einsatz von Schusswaffen nicht mehr die Ausnahme ist.
Was die Daten zu Schießereien in Katalonien zeigen
Der Jahresvergleich ist die solideste verfügbare Zahl: 68 Schießereien mit scharfer Munition im ersten Halbjahr gegenüber 47 im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bei diesem Tempo liegt die Jahresprognose deutlich über hundert Vorfällen. Die Zahl der Schusswaffentoten in diesem Jahr steigt in Katalonien damit auf acht.
Die öffentliche Debatte ist gespalten: Die einen lesen die Serie als Problem der inneren Sicherheit, das mehr Ressourcen erfordert; die anderen betonen, dass sich die meisten Fälle auf Abrechnungen zwischen kriminellen Gruppen konzentrieren, bei denen Opfer und Täter einander kennen. Beide Lesarten finden sich in den Daten: Die Zahl steigt, und zugleich deutet das Profil der Fälle auf interne Konflikte in Netzwerken hin, die dem Drogenhandel und Auftragsmorden dienen, wie einige Teilnehmer anmerken.
Der Großraumkontext und das Geschäft mit den Auftragsmorden
Der Großraum Barcelona konzentriert einen Großteil der Vorfälle. Das Lokal in Badalona an einer zentralen Avenue ist kein Randmilieu: Die Schießerei geschah am hellen Nachmittag in einem Einkaufsviertel. Genau diese Umstände — die Normalität der Umgebung — haben bei denen, die die Serie verfolgen, am stärksten auf die Wahrnehmung gewirkt.
Zur wirtschaftlichen Seite des Phänomens kursiert eine immer wiederkehrende Schätzung: Der Preis für einen Auftragskiller kann unter 1.000 Euro pro Auftrag liegen. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es nicht, aber es passt zur Logik eines billigen und ausgelagerten Markts der Gewalt, der auf bestehende Handelsnetzwerke zurückgreift. Die praktische Folge ist, dass die Zugangsschwelle zu tödlicher Gewalt gesunken ist.
Mit acht Toten und 68 Schießereien in einem halben Jahr hat die katalonische Serie einen klaren Trend und eine unvollständige Erklärung. Die Verdächtigen von Badalona sind weiterhin flüchtig. Die Ermittlungen laufen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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