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Madrid: Miete für ein Zimmer liegt im Schnitt bei 608 Euro
Die durchschnittliche Miete für ein Zimmer in Madrid liegt bei 608 Euro, und 7 Prozent der WG-Bewohner sind über 50 Jahre alt. Die Debatte über die Ursachen.
Durchschnittliche Miete für ein Zimmer in Madrid: 608 Euro pro Monat
Eine Zimmeranzeige in Madrid. WG, etwas unter 700 Euro. Dieses Bild ist kein Bar-Gerücht: Es ist das, was Menschen beschreiben, die seit Monaten in der Hauptstadt ein Zimmer suchen. Die durchschnittliche Miete für ein Zimmer in Madrid liegt nun bei 608 Euro pro Monat, und unter den Suchenden sind längst nicht mehr nur frisch angekommene Studierende.
Das WG-Profil sieht heute anders aus
Eine WG zu teilen ist kein Jugendritual mehr. Unter denen, die in Madrid ein Zimmer mieten, sind 7 Prozent bereits über 50 Jahre alt. Im Thread berichten Berufstätige und Akademiker mit 40 und 50 Jahren, sogar ein Rentner. Das Alter ist längst kein Filter mehr.
Warum gibt es keine Zimmer mehr, selbst wenn man nach den letzten 48 Stunden filtert?
Wer auf einer Plattform ein Zimmer sucht, filtert nach Angaben aus dem Thread nach letzten 48 Stunden: Die übrigen Anzeigen bleiben stehen, aber wer das Angebot durchforstet, sagt, sie taugen nichts mehr. Die Diagnose, die immer wieder fällt: Das Problem ist nicht mehr der Preis – der seit etwa vier Jahren ungefähr gleich bleibt –, sondern die Knappheit: Es gibt schlicht keine Zimmer mehr. Als zweiter Faktor wird der geschrumpfte Bestand genannt, wegen der wahrgenommenen Gefahr von Zahlungsausfällen und Besetzungen; Wohnungen bleiben verschlossen, weil die Eigentümer sie lieber nicht vermieten.
Gehaltsnachweis, Einkommensteuererklärung und Mietausfallversicherung für ein Zimmer
Bevor man das Zimmer betritt, muss man die Hürden des Vermieters nehmen. Laut Thread wurden die Anforderungen vom kompletten Mietvertrag übernommen: Gehaltsnachweis, Einkommensteuererklärung (IRPF), Erklärung 2025, Erwerbsverlauf und in manchen Fällen eine bankseitige Mietausfallversicherung. In der Presse gibt es Berichte über Schwarzzahlungen und Wohnungen, in denen bis zu sieben Menschen zusammenleben. Das Zimmer ist keine Übergangslösung mehr, sondern ein Vertrag mit Kleingedrucktem.
Wer ist schuld: die Regionen, der Staat oder der brachliegende Bestand?
Hier beginnt die Schuldzuweisung. Eine Seite hält Wohnungsbau für Sache der Regionen und Gemeinden; die Zentralregierung könne da wenig ausrichten. Die andere entgegnet, das Mietrecht sei Ländersache, ebenso die Gesetzgebung zu Schutzbedürftigkeit, und über Bauland entscheiden die Gemeinden. Manche verweisen auf Migrationsströme als Nachfragedruck, ohne zu beziffern, wie viel davon wiegt. Im Thread wird die Präsidentin der Region Madrid zitiert, die verteidigt haben soll, dass Zuwanderung aus spanischsprachigen Ländern «keine Einwanderung» sei.
Die Zahl der leerstehenden Wohnungen
In der Debatte werden, ohne Quellenangabe, 180.000 leerstehende Wohnungen in Madrid im Jahr 2007, 263.000 im Jahr 2014 und 97.000 im Jahr 2026 genannt. Wer mit diesen Zahlen arbeitet, hält fest: Der ungenutzte Bestand ist eingebrochen, während die Preise hoch bleiben und die Schlange für ein Zimmer weiter wächst.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (74 Antworten).
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