Madrid-Arzt wegen Wartezeiten angeklagt, selbst vor Gericht

Ein Chirurg beschuldigt Madrid der Schönfärberei bei Wartezeiten und steht wegen Sachbeschädigung am Auto seines Chefs vor Gericht.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ein Chirurg des Krankenhauses Ramón y Cajal hat die mutmaßliche Manipulation der Wartelisten in der Autonomen Gemeinschaft Madrid öffentlich angeprangert, während er sich selbst einem Gerichtsverfahren wegen der Beschädigung des Fahrzeugs seines Vorgesetzten stellen muss.

Der **Arzt Luis Alberto Martos**, Chirurg am öffentlichen Krankenhaus **Ramón y Cajal**, hat das Management der Wartelisten in der Autonomen Gemeinschaft Madrid ins Zentrum der Kritik gestellt und der Verwaltung vorgeworfen, die Zahlen zu schönen. Seine öffentliche Anzeige erfolgt jedoch in einem komplexen persönlichen Umfeld, da **Martos** selbst wegen eines schweren Vorfalls gegen seinen Abteilungsleiter, **Basilio José de la Torre**, angeklagt ist. Die Anklage gegen Dr. **Martos** könnte eine Sperre von zwei bis sieben Jahren sowie eine Suspendierung von Dienst und Gehalt zur Folge haben.

## Ursprung des Streits

Nach verfügbaren Informationen wandelte sich die Beziehung zwischen **Martos** und **De la Torre**, die sich beim MIR-Examen (Reaccionariorztprüfung) kennengelernt hatten, von Freundschaft zu tiefer Feindseligkeit. Nahestehende Quellen nennen den „Neid“ von **Martos** auf seinen Vorgesetzten als Auslöser für den Bruch. Die Spannung eskalierte so weit, dass **Martos** angeblich die Tiefgarage des Krankenhauses betrat, um die Karosserie des Autos von **De la Torre** zu beschädigen. Dies war nicht der einzige Vorfall; später wurden auch die Reifen des Fahrzeugs von **De la Torre** zerstochen. Diese Handlungen führten zur Einleitung mehrerer Disziplinarverfahren gegen den Chirurgen sowie zu Anschuldigungen wegen Nichtbefolgung von Anweisungen seiner Vorgesetzten, die als schwer bis sehr schwer eingestuft wurden.

## Der gerichtliche Weg und die offizielle Reaktion

Der Abteilungsleiter, **Basilio José de la Torre**, entschied sich, beide Angriffe bei der Justiz anzuzeigen. Zunächst wurde das Verfahren eingestellt, obwohl Videos die Tat belegten und **Martos** zugab, die Person darin zu sein. Dies geschah, nachdem **De la Torre** beschlossen hatte, nicht auszusagen, um die alte Freundschaft zu priorisieren. Nach dem zweiten Angriff ist **De la Torre** jedoch zur Aussage erschienen. Die mündliche Verhandlung fand kürzlich statt, einen Tag nachdem **Martos** seine Vorwürfe bezüglich der Wartelisten in einem Interview öffentlich gemacht hatte.

Die Gesundheitsministerin der Autonomen Gemeinschaft Madrid, **Fátima Matute**, verteidigte das Management des Krankenhauses und wies kategorisch zurück, dass die Region die Wartelisten „falsch darstelle“. **Matute** behauptete, der Beschwerdeführer **Martos** habe „die Schwere der Fälle von 57 traumatologischen Patienten irregulär manipuliert“, um angeblich „weniger zu arbeiten und weniger komplexe Fälle zu operieren“. Laut der Ministerin wurde diese Unregelmäßigkeit erkannt und schriftlich gerügt. **Matute** bezeichnete das Vorgehen der spanischen Gesundheitsministerin **Mónica García** als das einer „Aktivistin“, deren Ziel es sei, „das Madrider Gesundheitssystem zu sabotieren“, indem sie die Kontroverse nutze, um von ihrer eigenen Leistung abzulenken. Die Regierung von **Isabel Díaz Ayuso** betrachtet diese Ereignisse als Strategie zur Diskreditierung ihres Gesundheitsmanagements.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (5 Antworten).

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