Lehrer in Andalusien: bezahltes Sabbatical, der Steuerzahler zahlt 125 %

Andalusien verhandelt ein bezahltes Sabbatjahr für Lehrer: vier Jahre mit 85 % Arbeit und das fünfte Jahr ohne Unterricht bei vollem reduziertem Gehalt. Die tatsächlichen Kosten für den Steuerzahler:

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Bezahltes Sabbatjahr für andalusische Lehrer: ein Luxus, den wir alle bezahlen?

Wie kann eine Berufsgruppe mit drei Monaten Sommerferien, zahlreichen Brückentagen und verkürzter Arbeitszeit ein bezahltes Sabbatjahr nötig haben? Das andalusische Bildungsministerium arbeitet bereits an einem Entwurf, wie die Gewerkschaft USTEA ankündigte. Die Maßnahme, die ab Juli verhandelt wird, würde es Lehrern ermöglichen, vier Jahre lang mit 85 % des Gehalts zu arbeiten und dafür das fünfte Jahr komplett bei gleichem reduziertem Gehalt freizunehmen. Doch die wahren Kosten tragen die Steuerzahler: Im fünften Jahr muss die Verwaltung eine Vertretung einstellen, was Mehrausgaben von 125 % gegenüber dem bedeutet, was der Lehrer ohne den Plan verdient hätte.

Das Modell ist nicht neu. Das Baskenland führte es 2004 ein und hat für das Schuljahr 2030/31 bereits 200 Lehrer zugelassen; auch Kastilien und León hat es bereits am Laufen. Die andalusische Lage ist jedoch eine andere: Öffentliche Schulen kämpfen mit Personalmangel, und die Bildungsqualität fällt in den PISA-Berichten seit Jahren frei.

Die Rechnung des Sabbatjahrs: ein Geschenk mit Haken

Nach den kursierenden Berechnungen sinkt das Gehalt eines Lehrers, der an diesem Plan teilnimmt, vier Jahre lang um 15 %. Im fünften Jahr erhält er diese 85 %, ohne zu arbeiten. Insgesamt bekommt der Lehrer also 75 % dessen, was er über einen normalen Fünfjahreszeitraum verdient hätte — ein "Geschenk" von 25 % in Form von Freizeit, wie angemerkt wurde. Doch die öffentliche Hand spart diese 25 % nicht: Sie muss der Vertretung 100 % des Gehalts zahlen. Damit belaufen sich die Gesamtkosten für den Steuerzahler auf 125 % dessen, was die Weiterbeschäftigung des Stammlehrers gekostet hätte. Eine Rechnung, die unter Effizienzgesichtspunkten schwer zu verteidigen ist.

172 Unterrichtstage: die Zahl, die wehtut

Eine der meistzitierten Zahlen in der Analyse ist die tatsächliche Anzahl der Unterrichtstage an andalusischen Schulen. Laut einer veröffentlichten Aufschlüsselung umfasst das Schuljahr gerade einmal 172 Unterrichtstage. Dezember hat 13 Unterrichtstage, Januar 17, April 13… Juli und August null. Mit diesem Kalender wirkt die Begründung für ein Sabbatjahr — "Burnout vorbeugen", wie man in der Wissenschaft seit Harvard 1880 argumentiert — schwer haltbar. Die Frage drängt sich auf: Wenn das Bildungssystem weder Talente hält noch die Ergebnisse verbessert, warum belohnt man es dann mit mehr Freizeit?

Die Debatte über die Arbeitsbedingungen der verbeamteten Lehrer schwelt seit Jahren. Während von anderen Beamten (Polizisten, Krankenschwestern, Ausländerbehörden-Mitarbeitern) mehr verlangt wird, kommt für Lehrer ein weiteres Privileg hinzu. Am Ende bleibt das Gefühl, dass jemand die Zeche bezahlt — und das sind nicht gerade diejenigen, die ins Sabbatjahr gehen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (82 Antworten).

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