Laubbläser: Der Lärm ist nicht mehr nur eine Belästigung, sondern eine Frage der Lungengesundheit
Ein Anwohner berichtet, dass zwei Benzin-Laubbläser ihm jeden Morgen um 7 Uhr den Schlaf rauben. Derweil warnen Lungenärzte, dass diese Geräte Bakterien, Pilze, Pestizide und Partikel von tierischen Fäkalien vom Boden aufwirbeln, die am Ende in der Lunge landen. Die Debatte über die "höllischen Laubbläser" hat sich von Nachbarschaftsbeschwerden zu einem Gesundheitsthema entwickelt.
Was Laubbläser aufwirbeln: nicht nur Laub
Laut den gesammelten Warnungen bewegen Laubbläser nicht nur Blätter: Sie wirbeln feine Partikel auf, die als Aerosole die natürlichen Abwehrmechanismen der Nase umgehen. Der Schleim und die Nasenhaare, die manche für eine ausreichende Barriere halten, filtern diese Mikropartikel nicht. Wer in der Nähe ist, atmet daher ein Gemisch aus organischen und anorganischen Schadstoffen ein, das die Atemwege reizen kann.
Lärm und frühe Morgenstunden: die zweite Front
Der Lärm, vergleichbar mit dem eines illegal getunten Motorrads, ist ein weiterer Ärgergrund. Zwar sind sie ab 8:00 Uhr morgens legal, doch manche Gemeinden erlauben den Einsatz sogar früher. Anwohner, die es schafften, Beschwerden zu sammeln, erreichten, dass der Dienst nicht mehr um 7:00 Uhr kam. Die meisten müssen aber weiterhin einen Lärm ertragen, der sie zwingt, selbst im Sommer die Fenster zu schließen.
Gibt es Laubbläser mit Schalldämpfer? Es gibt sie, aber die Erfahrung zeigt, dass sie nicht eingesetzt werden. Solange die Vorschriften leisere Geräte oder alternative Methoden (Besen, Sauger) nicht vorschreiben, werden Belästigung und Risiko bestehen bleiben. Die Frage ist, ob die Gemeinden diesen Maschinen Einhalt gebieten oder weiterhin die schnelle Reinigung über die Gesundheit der Bürger stellen.
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