Lateinamerikanische Trump-Wähler spüren nun die Abschiebepolitik

Víctor Martínez, Redakteur von Politics en Español, beschreibt eine Migrationsoffensive, die Hispanos mit temporärem Status oder laufender Legalisierung trifft. Lesen Sie die vollständige Analyse.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Zwei Jahre nach dem Sieg von Donald Trump spürt ein Teil der hispanischen Wählerschaft, die ihn unterstützt hat, dass die Abschiebungen sich nicht mehr auf Kriminelle beschränken und nun auch Arbeiter ohne Vorstrafen treffen. Die Enttäuschung kommt an, wenn die Ausweisungen diejenigen erreichen, die für ihn gestimmt haben.

## Das Versprechen, nur Kriminelle abzuschieben

Als **Donald Trump** ins Weiße Haus zurückkehrte, verstanden viele hispanische Wähler, dass sich die Migrationsoffensive gegen Kriminelle, Vergewaltiger und Drogenhändler richten würde. Diese Lesart war entscheidend dafür, dass ein Teil der traditionell demokratisch wählenden Latino-Wählerschaft umschwenkte und den republikanischen Kandidaten unterstützte. Die Erwartung war chirurgisch: die Schlechten raus, die Regelkonformen rein.

Der Puerto-Ricaner **Víctor Martínez**, Redakteur und Moderator der Sendung *Politics en Español* auf **Mega TV**, fasst das Ergebnis dieser Rechnung zusammen. Zwei Jahre später, sagt er, herrsche ein Angriff, den alle bezahlen. Die Abschiebung unterscheide nicht zwischen temporärem Status, laufendem Legalisierungsverfahren oder Jahrzehnten Arbeit ohne Straftaten.

## Wer abgeschoben wird

Martínez beschreibt einen Mechanismus, der Menschen mit temporärem Status trifft, solche, deren Legalisierung noch läuft, sowie Arbeiter mit zehn oder zwanzig Jahren Erwerbsbiografie ohne Vorstrafen. Die praktische Folge ist, dass der versprochene Filter so weit ausgeweitet wurde, dass er auch Profile erfasst, die nicht in die Kategorie der Kriminellen passen.

Diese Ausweitung hat die Migrationspolitik zu einer persönlichen Angelegenheit für Gemeinschaften gemacht, die sich in Sicherheit glaubten. Die Enttäuschung stammt nicht aus der Theorie, sondern aus der Erfahrung, dass das Ausweisungskriterium die versprochene Grenze nicht respektiert.

## Der politische Preis, für das Gewünschte zu stimmen

Der Abstand zwischen Versprechen und Umsetzung hat einen wahltaktischen Preis. Wer **Trump** wählte und an eine selektive Abschiebung glaubte, sieht sich mit einer Operation konfrontiert, die ihn ebenfalls trifft. Die Klage ist nicht abstrakt: Es ist das Eingeständnis, dass die eigene Stimme eine Politik finanziert hat, die nun den Wähler selbst trifft.

Dieser Widerspruch erklärt den Ton der öffentlichen Debatte in hispanischen Kreisen. Nicht diskutiert wird, ob die Grenze existieren soll, sondern ob das Versprechen der Selektivität echt war oder nur Verpackung. Die Migrationspolitik der **USA** betrifft Millionen Menschen mit unterschiedlichem Status, und jede Änderung der Kriterien hat direkte Folgen für Familien, die seit Jahren im Land leben.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (6 Antworten).

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