Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Kurzfristdenken: Warum das Gehalt schon vor dem 10. des Monats aufgebraucht ist
Kurzfristdenken als Erklärung dafür, warum ein Gehalt schon vor dem 10. des Monats verbraucht ist: Wochenlohn, Vorschüsse und der Einfluss des Umfelds stehen zur Debatte.
Die Falle des Kurzfristdenkens: Geld empfangen und vor dem 10. verprasst
Armut lässt sich fast nie allein damit erklären, was auf das Girokonto eingeht. Sie erklärt sich auch damit, wann es wieder ausgeht. Das ist die These, die über jeder Diskussion über zeitliche Präferenz schwebt – die Tendenz, den Konsum von heute höher zu bewerten als den von übermorgen – und die in ihrer schärfsten Variante in ein sarracena Urteil über diejenigen kippt, die mit dem Gehalt nicht bis zum 10. des Monats reichen. Das Problem: Als Beleg dafür dient fast immer die Anekdote von der Baustelle.
Warum manche Firmen Löhne wöchentlich oder vierzehntägig zahlen?
Weil, so die Argumentation in der Debatte, in bestimmten Branchen eine monatliche Pauschalzahlung in Feier und mehreren Tagen Fehlzeit endet. Im Thread werden Länder erwähnt, in denen die Vergütung vierzehntägig erfolgt, und andere, in denen sie wöchentlich ausgezahlt wird. Das ist keine administrative Besonderheit: Es wird als Instrument des Personalmanagements dargestellt. Wer es verteidigt, sagt, es schütze die Beschäftigten vor sich selbst. Wer es kritisiert, entgegnet, das Problem sei nie der Kalender gewesen, sondern die Höhe und die Stabilität der Beschäftigung. Und ein Detail bleibt meist außen vor: Wenn das gesamte Zahlungssystem auf dem Verdacht aufgebaut ist, dass der Arbeitnehmer mit seinem Geld nicht umgehen kann, wirkt das Misstrauen am Ende wie eine selbsterfüllende Prophezeiung.
Vom 30. bis zum 10.: Wie sich der Kreislauf des Gehaltsvorschusses schließt
Die Geschichte, die unter Subunternehmern kursiert, ist immer dieselbe. Kolonnen, die am 30. bezahlt werden. Dass sie in der Folgewoche zu spät kommen. Dass sie gegen den 10. bereits um Geld und Vorschüsse bitten. Dass sie die Arbeit hinschmeißen, wenn ein anderer Arbeitgeber ihnen das Gehalt im Voraus anbietet. Und von vorn. Es ist eine wirkungsvolle Geschichte – und zugleich genau das: eine Geschichte. Ein Einzelfallbericht ohne statistische Datenreihe dahinter. Es gibt keine veröffentlichte Datenbank, die Sparquoten oder Fehlzeiten in Abhängigkeit vom Zahlungsrhythmus vergleicht. Ohne das geht die Kausalität in die Richtung, die jeder gerade haben will, und der Einzelfall wird im Schnellverfahren zum allgemeinen Gesetz.
Leben am Abgrund: Wenn Planen über Jahre sich nicht lohnt
Hier kommt das unbequemste Gegenargument zur psychologischen These. Manche halten dafür: Wenn das Risiko, alles zu verlieren – durch Gewalt, Zahlungsausfall oder Kündigung –, hoch und dauerhaft ist, hört Sparen auf, rational zu sein. Der erwartete Ertrag der Zukunft sinkt, und das heutige Ausgeben wird zur vertretbaren Entscheidung. Eine zweite Linie der Analyse ergänzt, langfristiges Planen setze abstraktes Denken voraus, und unterhalb einer bestimmten Einkommensschwelle sei diese geistige Anstrengung zu teuer. Das ist eine vernünftige Hypothese, kein Gesetz. Sie als Gesetz zu behandeln ist genau das, was die Analyse zum Vorurteil macht.
Der Verschwender, der die Wirtschaft trägt, und das Fest, das wir Tradition nennen
Es gibt ein Paradoxon, das meist aus der Diskussion fällt. Ein Teilnehmer hält dagegen: Wer alles ausgibt, aktiviert den Konsum und muss zudem weiterarbeiten, während wer spart, nichts in Bewegung setzt. Das ist das alte Paradoxon des Sparens, und es erinnert an etwas Einfaches: Kurzfristdenken ist nicht nur eine individuelle Eigenschaft, sondern auch eine Funktion des Systems, in dem man lebt. Dieselbe Logik gilt für die Freizeit. Den unmittelbaren Konsum, den man bei den einen als Verschwendung verurteilt, feiert man bei den anderen als Tradition. Manche behalten, halb im Scherz, dass Spanien das Land mit den meisten Feiertagen pro Stunde der Welt sei.
Wenn die richtige Diagnose das Umfeld ist und nicht der Kopf, lautet die Prognose: Der Kreislauf bricht durch Löhne und Beschäftigungsstabilität, nicht durch Vorträge über Finanzbildung. Mit einem großen Vorbehalt: Solange das einzige verfügbare Material die Baustellen-Anekdote bleibt, kann niemand beweisen, dass die Ursache die ist, für die sie ausgegeben wird. Und ein bequemes Vorurteil einer Erklärung zu ähnlich, als dass man darauf verzichten könnte.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (34 Antworten).
Die Altersvorsorge kollidiert mit der Angst, dass eine Pflegekraft am Ende die Erbschaft kassiert. Hat es Sinn, ohne Erben Vermögen aufzubauen? Eine Analyse einer unbequemen wirtschaftlichen Debatte.
Der Krankenstand in Spanien steigt: Sind unzumutbare Löhne schuld oder fehlende Leistungsbereitschaft? Zwei gegensätzliche Diagnosen und eine Generationenkluft, die alles erschwert.
In Spanien bleiben täglich 1,6 Millionen Arbeitnehmer der Arbeit fern. Wir diskutieren auf Burbuja.info, ob es sich um eine Gesundheitskrise oder ein strukturelles Versagen des Arbeitsmarkts handelt.
Antonio Ferreras kritisiert bei La Sexta die Arbeit von Óscar Puente als spanischer Verkehrsminister. Der Moderator bezeichnet seine Tätigkeit an der Spitze des Ministeriums als unerträglich.
Irene Montero sorgt in der Talkshow La Revuelta mit einem Spruch über Oralsex für Kontroversen und stößt mitten im spanischen Wahlkampf auf gleichermaßen Empörung und Amüsement.