Kredit aufnehmen und Spanien verlassen: Das Risiko

Ein Gastronomie-Arbeiter plant, einen Kredit aufzunehmen und Spanien ohne Rückzahlung zu verlassen. Was ist das Risiko und wie schnell verjährt die Schuld?

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Kredit aufnehmen und Spanien verlassen: Das Risiko
Kredit aufnehmen und Spanien verlassen: Der Plan zur Flucht

Ein langjähriger Mitarbeiter in der Gastronomie mit festem Gehaltseingang und ohne Immobilienbesitz hat ausgesprochen, was viele verschweigen: einen Kredit aufnehmen, das Land verlassen und ihn nicht zurückzahlen. Das Thema wird seit längerer Zeit diskutiert und hat zu einer Liste von Wegen, Argumenten und Berechnungen geführt, wie viel man bekommen kann, wie lange eine Schuld bis zur Verjährung braucht und wo man mit dem Geld am besten lebt. Der Betrag liegt im Bereich von „mehrere Tausend Euro“, ohne genauere Angabe, und die Bank gewährt den Kredit ohne Sicherheiten, da der Antragsteller jahrelang ein guter Zahler war. So sieht die Situation aus.

Die Kernfrage ist nicht sarracena, sondern technischer Natur. Was passiert wirklich, wenn jemand aufhört zu zahlen und ins Flugzeug steigt?

Ist es strafbar, einen Kredit vor der Ausreise nicht zu bezahlen?

Allein durch Nichtzahlung, nein. Die häufigste Unterscheidung lautet: Schulden haben ist keine Straftat. Es handelt sich um einen zivilrechtlichen, nicht strafrechtlichen Verstoß, und keine Polizei verfolgt jemanden, der einen Kredit nicht zurückzahlt. Anders sieht es bei Diebstahl aus. Der Fall „Dioni“ und sein gepanzertes Fahrzeug haben nichts damit zu tun, einen Kreditvertrag zu unterschreiben und ihn unbezahlt zu lassen, auch wenn die Diskussion diese Themen oft vermengt.

Das Fehlen einer Straftat bedeutet nicht Straflosigkeit. Die Schuld besteht weiter, folgt dem Schuldner und landet schließlich beim Käufer der Forderung. Sie verschwindet auch nicht dadurch, dass man das Geld am Schalter abhebt: Der Nachweis des Kredits liegt in der Unterschrift, nicht in der Verwendung des Bargeldes.

Wie lange dauert es, bis eine unbezahlte Schuld vergessen wird?

Hier taucht die Zahl auf, die Befürworter der Auswanderung beruhigt, obwohl sie nur von einem Teilnehmer stammt. Laut diesem setzt der Eintrag in den Schuldnerverzeichnissen – sechs Jahre im Fall der CIRBE-Datenbank (spanisches Kreditregister) – die Uhr in Gang. Nach dieser Frist werden die Forderungsrechte an Inkassofirmen verkauft, die Spuren verblassen und die Ansprüche verlieren an Kraft. Die vollständige Abfolge mit ihren Nuancen darüber, was gelöscht wird und was nicht, ist einer der detailliertesten Teile der Diskussion.

Dem gegenüber steht das pessimistische Szenario eines anderen Teilnehmers: Wer sich innerhalb der Europäischen Union niederlässt, hat weitaus größere Chancen, dass die Forderung ihn erreicht, als jemand, der in ein Land mit wenigen wirtschaftlichen Verbindungen zu Spanien zieht. Es wird der Fall eines in Spanien lebenden Kubaners angeführt, der 17.000 Euro beantragt hat, in die USA auswanderte und nicht zurückkehrte. Die Geschichte dient gleichzeitig als Warnung und Versuchung.

Leben im Ausland mit 1.000 Euro: Der Kampf der Budgets

Der zweite große Schwerpunkt ist, wie teuer das Leben im Ausland wirklich ist. Eine detaillierte Berechnung zeigt, dass eine Eigentumswohnung mit Fitnessstudio und Pool nahe dem Zentrum von Bangkok zwischen 500 und 600 Euro kostet, Nebenkosten bei 250 Euro und Krankenversicherung bei 100 Euro liegen: 1.000 Euro decken Wohnen, Versorgung und Gesundheit ab, und es bleiben etwa 1.200 Euro für den Rest. Transport ist spottbillig und Essen gehen, so wird betont, ist günstiger.

Die Gegenargumente lassen nicht auf sich warten und sind die ausführlichsten im Abschnitt: Wenn man das Leben der spanischen Mittelschicht in Südostasien replizieren möchte – zwei Kinder auf internationalen Schulen, Versicherung für vier Personen, jährliche Flüge, Haus und Freizeit –, schießt die Rechnung über 3.000 Euro monatlich hinaus. In Spanien bräuchte eine Familie mit Kindern und öffentlicher Schule laut derselben Berechnung etwa 3.500 Euro. Die Debatte dreht sich darum, ob man sich mit einem Nomaden vergleicht, der lokal isst, oder mit einem Einwohner, der nach zwei Jahren wieder seinen alten Gewohnheiten verfällt.

  • Internationale Schule für zwei Kinder: 3.000 €/Monat
  • Krankenversicherung für vier Personen: 525 €/Monat
  • Miete einer 80-m²-Wohnung: 800 €/Monat
  • Strom und Wasser: 100 €/Monat
  • Jährliche Flüge, anteilig: 500 €/Monat
  • Haus und Essen: 1.000 €/Monat
  • Freizeit und Restaurants: 1.000 €/Monat

Das Erbschaftsproblem, wenn der Kreditnehmer stirbt

Der heikelste Teil kommt mit einem anderen Fall: Eine Person mit schwerer, fortgeschrittener Krankheit nimmt Kredite auf, um das Geld einem Kind zu hinterlassen. Die Regel besagt, dass niemand verpflichtet ist, eine Erbschaft anzunehmen, und dass man durch Ausschlagung nicht für die Schulden des Verstorbenen haftet; die Annahme hingegen bedeutet, sowohl Aktiva als auch Passiva zu übernehmen. Bezüglich der Schenkung zu Lebzeiten erwähnt ein Teilnehmer, ohne weitere Grundlage, eine Schenkungssteuer unter Verwandten ersten Grades von rund 1 %.

Es gibt eine rechtliche Warnung, die diesen gesamten Teil durchzieht: Würde die Bank herausfinden, dass der Antragsteller den tödlichen Ausgang kannte und dennoch unterschrieb, könnte sie versuchen, Betrug geltend zu machen und sich gegen den Empfänger des Geldes richten. Dies ist eine Hypothese, kein Gerichtsurteil, und sollte entsprechend behandelt werden.

Wo hakt die Berechnung?

Die Bürokratie mischt sich über eine Hintertür in die Diskussion: ausländische Bußgelder, die den Bürger über die spanische Finanzverwaltung verfolgen, exemplarisch dargestellt durch eine italienische Autobahnstrafe, die Jahre später noch Verfahren blockierte. Niemand beantwortet die zentrale Frage vollständig: Ob die Schuld erlischt, gekauft oder eingefordert wird, hängt davon ab, wo man lebt, bei welcher Bank man unterschrieben hat und wie geduldig der Gläubiger ist. Und darauf gibt es heute noch keine klare Antwort.



Dieser Text fasst eine Debatte über Kreditnichtzahlung zusammen und enthält ungeprüfte persönliche Aussagen. Er stellt keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung dar.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (213 Antworten).

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