Kostenloses The Witcher 3-Remaster spaltet Besitzer des Spiels

Das kostenlose The Witcher 3-Remaster bringt Grafikverbesserungen und einen neuen Skilltree, doch das Kampfsystem bleibt unverändert und auf der PS5 kommt es zu Abstürzen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Das kostenlose The Witcher 3-Remaster: Geschenk oder Aufguss

Ein Next-Gen-Patch, den CD Projekt Red allen schenkt, die das Spiel bereits besitzen. Zumindest theoretisch. Denn Papier ist geduldig, die Festplatte einer PS5 angeblich nicht. Versprochen wurden ein visueller Sprung und vor allem ein überarbeitetes Kampfsystem. Ersteres wird geliefert. Letzteres sei, so sagen es diejenigen, die es ausprobiert haben, genauso holprig wie vor sieben Jahren. Und damit beginnt der Streit.

Was sich im Remaster wirklich ändert

Die offizielle Verlautbarung sprach von Verbesserungen am Kampfsystem. In der Praxis ist die überwiegende Wahrnehmung, dass das Gerüst dasselbe geblieben ist. Ein Spieler fasst es schonungslos zusammen: „Sie haben Verbesserungen am Kampf versprochen, und ich sehe exakt dasselbe." Geändert hat sich der Skilltree, der jetzt anders aufgebaut ist und laut Berichten mehr Punkte bietet. Die grafische Aufwertung ist unbestreitbar, allerdings mit Einschränkung: Das Spiel sah nach dem vorherigen Next-Gen-Patch bereits bemerkenswert gut aus. Der Sprung existiert, ist aber nicht der Abgrund, den manche erwartet hatten.

Das Problem ist nicht das Spiel, sondern der Maßstab

Hier betritt der Elefant im Raum die Bühne: Red Dead Redemption 2. Wer in dieser Welt gelebt hat und dann nach Velen zurückkehrt, spürt die Leere. Die Interaktion mit der Umgebung, das Gewicht jeder Handlung, das Gefühl, dass die Welt reagiert. Das ist der am häufigsten geäußerte Einwand – und der schwerste, der sich mit einem Patch widerlegen lässt. Der Kampf, verglichen mit dem, was FromSoftware bietet, wird gnadenlos entlarvt. Das ist keine vereinzelte Meinung: Es ist der Konsens eines beträchtlichen Teils des erfahrenen Publikums.

Bugs, Abstürze und das Kleingedruckte der Optimierung

Die PS5-Version sammelt konkrete Beschwerden. Ein Spieler meldet „einen Absturz alle halbe Stunde". Auf dem PC liegt das Problem anders: FPS-Einbrüche, die auf die höhere Grafiklast zurückgehen. Die Optimierung, dieses Wort, das zum Schlachtfeld der Branche geworden ist, rückt wieder ins Zentrum. Und der Kontext hilft nicht: Die Erwartung an einen künftigen Teil weckt Zweifel, ob die gewählte Engine die richtige sein wird.

Der Kontext: ein Jahrzehnt und ein Remake in Sicht

Das Remaster kommt nicht allein. Zusätzliche Inhalte wurden angekündigt, und die Rede ist von einem Remake des ersten Witcher-Teils. Die Paradoxie bringt ein Kommentar auf den Punkt: In zehn oder elf Jahren wird das Beste zwischen The Witcher und The Witcher immer noch The Witcher sein. Der Schatten von Baldur's Gate 3 liegt über jeder Diskussion über moderne Rollenspiele. Und währenddessen wird das kostenlose Remaster zu einem unfreiwilligen Experiment: Wie viel Wert hat es, etwas zu verschenken, das man schon besaß?



Die verblüffende Zahl: Das Remaster ist kostenlos, ja, aber die Zeit des Spielers nicht. Und mit Abstürzen alle halbe Stunde wird die Rechnung teuer.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (19 Antworten).

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