Komplett elektrische Mietwohnung: echte Ersparnis oder Falle?

Wohnung 100 Euro günstiger, aber komplett elektrisch: Wie man die Rechnung mit Zeitzonentarif, Zeitschaltuhren und Ausrichtung im Griff behält, ohne sich zu ruinieren.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Komplett elektrische Wohnung: Schnäppchen oder Falle?

Deine Miete ist 100 Euro günstiger, aber die Stromrechnung kann dich ruinieren. Oder auch nicht. Die Frage ist, ob sich eine Wohnung mit Nachtspeicherheizung, Glaskeramik-Herd und Elektro-Boiler — alles elektrisch — gegenüber einer mit Gas lohnt. Gut gemanagt können die Zahlen überraschen.

Der Schlüssel liegt im Zeitzonentarif

Wer in einer komplett elektrischen Wohnung gelebt und sie optimiert hat, kommt im Winter angeblich nie über 50 Euro im Monat. Das Geheimnis? Ein Zeitzonentarif: Der gesamte Schwerverbrauch (Waschmaschine, Geschirrspüler, Speicherheizung, Staubsauger) wird zwischen 22:00 und 12:00 Uhr gebündelt. Dazu Energiesparlampen in der ganzen Wohnung außer Bad und Flur. Auch die Ausrichtung zählt: Ein nach Süden ausgerichtetes Wohnzimmer fängt kostenlose Sonnenwärme ein und senkt den Heizbedarf. Und Achtung: Der Kühlschrank läuft 24/7 und muss mindestens Klasse A+ haben, sonst explodiert die Rechnung.

Zeitschaltuhren: das Zubehör, das alles verändert

Nachtspeicherheizungen und Elektro-Boiler funktionieren mit programmierbaren Zeitschaltuhren am besten. Es gibt elektromechanische mit 15-Minuten-Schritten, aber die digitalen (ab 5 Euro bei Bauhaus) bieten Tages- und Wochenprogrammierung und behalten die Uhrzeit bei einem Stromausfall. An Speicherheizung und Warmwasserbereiter angebracht, laden sie sich in den Niedrigpreisstunden auf und stehen den Rest des Tages zur Verfügung. Einziger Nachteil: Wer sie am Abend vor dem ersten Kälteeinbruch nicht einsteckt, friert.

Das Blackout-Risiko und die Glaskeramik-Falle

Nicht alles sind Vorteile. Bei einer komplett elektrischen Wohnung lässt dich ein Stromausfall ohne Heizung, Warmwasser und Kochmöglichkeit zurück. Der Glaskeramik-Herd "zieht ordentlich Strom", wie Betroffene berichten. Und obwohl ein Verbrauchsmanager die Rechnung bei 50 Euro halten kann, kommen manche unter den winterlichen Würgerechnungen nicht herunter. Der Unterschied kann im Einsatz von Zeitschaltuhren und in der Effizienz des Kühlschranks liegen — des einzigen Geräts, das nie ruht.

Mit diesen Zahlen kann die 100 Euro günstigere Wohnung ein Schnäppchen sein, wenn man die Zeitstrategie anwendet und 10 Euro in Zeitschaltuhren investiert. Oder sie wird zur Falle, wenn man den Strom unkontrolliert nutzt. Wie fast immer liegt die Ersparnis nicht in der Miete, sondern in den Gewohnheiten.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (15 Antworten).

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