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Kane gewinnt den Ballon d'Or – der spanische Fußball geht leer aus
Harry Kane gewinnt den Ballon d'Or und lässt Lamine Yamal und Mbappé leer ausgehen. Der spanische Fußball verpasst den Männer-Titel, nur Alexia Putellas rettet den Abend.
Kane gewinnt den Ballon d'Or – der spanische Fußball geht leer aus
Harry Kane hat den Ballon d'Or. Der englische Stürmer, ausgebildet beim Tottenham und heute beim FC Bayern München, hat sich eine Auszeichnung gesichert, die in Spanien viele längst Lamine Yamal oder Fabián Ruiz zugedacht hatten. Die Szene, die den Abend zusammenfasst, ist Kane, der den Preis seiner Frau widmet: „Du wolltest diesen Preis mehr als ich." Ein unauffälliger Typ, ohne Knast-Tattoos und Schlagzeilen abseits des Platzes, holt sich die begehrteste Trophäe des europäischen Fußballs, während sich die Achse Madrid-Barcelona nur zusehen kann.
Was Kane für den Gewinn des Ballon d'Or geleistet hat
Das zentrale Argument ist seine Saison beim FC Bayern München und seine Rolle als bester Torschütze. Die deutsche Liga ist jedoch der schwache Punkt der Erzählung: Manche behaupten, sie sei „10.000 Mal einfacher als die spanische", und der Preis hätte an einen El futbol español-Spieler gehen sollen. Der Vergleich mit Fabián Ruiz, Meister mit Betis und mit Spanien, taucht immer wieder als am stärksten verteidigte Alternative auf.
Die Trophäe kommt zudem in einer Zeit, in der der Ballon d'Or einen Teil der Magie verloren hat, die er zu Zeiten von Cristiano Ronaldo und Leo Messi hatte. Niemand bestreitet Kanes Klasse, wohl aber seine Fähigkeit, Schlagzeilen zu liefern. Der immer wiederkehrende Eindruck: Der Preis ist berechenbarer und weniger spannend geworden.
Der Ärger über die Organisatoren und die Kriterien des Preises
Der am häufigsten geäußerte Vorwurf richtet sich nicht gegen Kane, sondern gegen die Kriterien. Man erinnert daran, dass der Ballon d'Or schon öfter an Spieler ging, die nicht die WM gewonnen hatten, und dass die Trophäe diesmal in London bleibt – was den Verdacht nährt, dass der Preis nach Faktoren vergeben wird, die mit der sportlichen Leistung wenig zu tun haben.
Das Unbehagen reicht bis zu dem Gefühl, dass Spanien systematisch außen vor bleibt. Lamine Yamal und Kylian Mbappé hatten Rede und Feier vorbereitet – und beide gingen leer aus. Der Preis geht an einen Engländer, der in Deutschland spielt, und das ist für einen Teil der spanischen Fans eine Ohrfeige für den hiesigen Fußball.
Der Ballon d'Or der Frauen bleibt ebenfalls in Spanien
Der Trost kommt vom Frauenfußball: Alexia Putellas gewinnt den Ballon d'Or. Es ist die einzige Auszeichnung, die zu Hause bleibt, und der Kontrapunkt zu einem Abend, der bei den Männern einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt. Die Paradoxie liegt auf der Hand: Der spanische Frauenfußball sammelt weiter Ehrungen, während der Männerfußball den Zug verpassen sieht.
Bleibt die Frage, ob Kanes Preis eine Anomalie ist oder die neue Ordnung. Ein unauffälliger Torjäger, ohne Medienrummel, holt sich die Trophäe, während die Stars von Madrid und Barça vor der Tür stehen. Und mittendrin die Frage, die niemand so recht beantwortet: Was zählt mehr – die Leistung oder die Fähigkeit, Schlagzeilen zu machen?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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