Jenna Ortega und die Grenzen der Sexualisierung von Schauspielerinnen im Netz

Eine 1,55 m große Schauspielerin mit Goth-Ästhetik stellt eine unbequeme Frage neu: Wo endet ästhetisches Interesse und wo beginnt die Sexualisierung im Internet?

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Jenna Ortega und die Grenzen der Sexualisierung von Schauspielerinnen im Netz
Von Christina Ricci bis Jenna Ortega: der Kanon der zerbrechlichen Schauspielerin

Eine 1,55 Meter große Schauspielerin mit Teenager-Gesicht und Gothteen-Ästhetik bekommt mehr Kommentare über ihren Körper als über ihre Arbeit. Das Paradox wiederholt sich seit drei Jahrzehnten: Immer wenn Hollywood ein zerbrechliches Gesicht erschafft, liest ein Teil des Publikums das als Einladung.

Der Name, der das Gespräch neu entfacht hat, ist Jenna Ortega. Der Kommentar, der sie mit Christina Ricci von „vor vielen (vielen) Jahren“ vergleicht, ordnet sie in eine Genealogie ein, die über Aubrey Plaza — oder eine Gothic-Version von Maria Grazia Cucinotta — führt und in einer unbequemen Frage mündet: Wo endet die ästhetische Bewunderung und wo beginnt die Projektion fremder Fantasien?

Die Schablone, die nicht altert

Die Regeln sind fest. Zierliche Statur, Blässe, ein mürrischer Gesichtsausdruck und ein scheinbares Alter stets unter dem tatsächlichen. Auf diese Schablone wird ein Begehren projiziert, das sich als filmisches Interesse verkleidet, und es ist kein Zufall, dass immer dieselben Referenzen zitiert werden: das Frauen-Kind, das um keine Erlaubnis bittet.

Soweit die Kulturkritik. Das Problem entsteht, wenn die Anziehung in explizite Fantasie übergeht. Denn das Objekt des Begehrens ist eine reale Person mit Namen, die dem nichts zugestimmt hat und dafür auch nicht bezahlt wird.

Wo die rechtliche Grenze verläuft und wo die ethische

Eine Strömung hält dagegen, dass es völlig legal ist, auf die Attraktivität einer erwachsenen Frau hinzuweisen, und das stimmt. Eine andere warnt, dass das Muster — systematisch diejenigen auszuwählen, die jünger als volljährig wirken — eine Präferenz beschreibt, über die man nachdenken sollte, und erinnert daran, dass solche Inhalte digitale Spuren hinterlassen und auch Cyberstraftaten im Internet verfolgt werden.

Die Zahl, die die Fantasie entkräften soll, ist die Körpergröße: 1,55 m, oder in der übertriebenen Version gleich 1,20. Wo die Linie überschritten wird, hat noch niemand festgelegt. Ist es ein ästhetischer Kanon oder ein Symptom?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (45 Antworten).

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