Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
iPhone 6 meistverkauftes Smartphone in Spanien
Laut Kantar war das iPhone 6 von Dezember 2014 bis Februar 2015 das meistverkaufte Handy in Spanien. Reflexkamera oder Statussymbol für 664 Euro?
Das iPhone 6, das meistverkaufte Handy in Spanien zwischen Dezember und Februar
Das iPhone 6 war das meistverkaufte Telefon in Spanien. Das Marktforschungsunternehmen Kantar WorldPanel sieht das Apple-Gerät an der Spitze des spanischen Marktes zwischen Dezember 2014 und Februar 2015, drei Monate, in denen die Cupertino-Firma den positiven Trend fortsetzte. Die Daten sind eindeutig, aber auch relativierbar: Ein Quartals-Spitzenreiter ist nicht automatisch das beste Handy, noch beweist es finanzielle Vernunft beim Käufer. Die Liste der Kritikpunkte am Trendgerät ist lang, und nicht alle stammen aus Neid.
Ist es so schwer, drei Monate lang Nummer eins zu sein?
Der erste Einwand betrifft die Natur der Daten. Ein neu veröffentlichtes High-End-Smartphone mit der starken Marke Apple hat es leicht, ein Quartal lang die Verkäufe anzuführen. Die wahre Leistung wäre, diesen Platz zwei Jahre lang zu halten. Ab diesem Punkt wird die Diskussion ökonomisch.
Das iPhone 6 wurde damals für 664 Euro verkauft, im Vergleich zu 590 Euro für das Galaxy Note 4, einem Rivalen, den manche Forennutzer technisch als überlegen ansahen. Einige argumentieren, dass so viel Geld für ein Telefon verschwendet sei, besonders wenn die Nutzung auf Messaging und schnelle Fotos beschränkt bleibt.
Die andere Kritik richtet sich gegen den Austauschzyklus, nicht die Anschaffung. Es schmerzt nicht die erste Zahlung, sondern die Gewohnheit, sie alle ein bis zwei Jahre für Geräte zwischen 600 und 900 Euro zu wiederholen. Dann wird die Ausgabe vom einmaligen Luxus zur festen Rate, ein wiederkehrender Konsum getarnt als technischer Fortschritt.
Eine Kamera, die mit einer professionellen Spiegelreflex konkurrieren wollte
Die technische Debatte drehte sich fast ausschließlich um die Kamera. Die kühnste These vertrat ein professioneller Architektur-Fotograf, der mit eigenen Beispielen behauptete, der Sensor des iPhone 6 könne in einigen Aspekten mit einer Canon 5D Mark II mithalten und das Telefon eine Spiegelreflex für den normalen Gebrauch ersetzen. Sein Argument: Die Größe des Bildsensors, die er dem iPhone 6 zugeschriebenen 1,5 µm Pixelgröße im Vergleich zu 1,1 µm bei der Konkurrenz und eine exklusive Apple-Software.
Die Antwort war frontal. Es wurde entgegnet, dass der Sensor immer das Wichtigste sei und ein fast drei Jahre alter Sony-Sensor mit einer Viertelzoll-Diagonale nicht gegen deutlich größere Sensoren gewinnen kann. Eine andere Analyse stellte fest, dass die berühmten 1,5 µm nur für die Autofokus-Pixel gelten, während die restlichen 1,2 µm groß sind – wie beim Galaxy S6, das nach dieser Lesart dem iPhone weit überlegen sei.
Mittendrin tauchten konkrete Namen auf. Das Nokia Lumia 1020 mit seiner 41-Megapixel-Kamera und RAW-Dateien; das Lumia 930; oder das Sony Xperia Z3 mit bis zu drei Tagen Akkulaufzeit, 2 GB RAM und Wasserdichtigkeit, alles günstiger als das iPhone 6. Als letztes Argument diente der iPhone Photography Awards 2015: Wenn Fotos mit diesem Handy Preise gewinnen, muss da etwas dran sein. Die Gegenreaktion war einfach und treffend: In einem Wettbewerb für iPhone-Fotos gewinnt natürlich ein Foto, das mit einem iPhone gemacht wurde.
Schnelleres WhatsApp und das Paella-Foto
Die tatsächliche Nutzung ist ein weiteres Streitthema. Manche behaupten, die meisten iPhone-Käufer brauchen keine Profikamera, um das gerade servierte Paella-Foto in sozialen Medien zu posten oder Memes weiterzuleiten. Ein Handy ist im Grunde eine Notlösung-Kamera: die, die man dabei hat, wenn keine andere verfügbar ist. Dafür reicht jedes moderne Gerät. Wer mehr will, greift zur Kompaktkamera oder DSLR.
Einige schreiben dem iPhone sogar eine Funktion zu, die nichts mit Technik zu tun hat: das Anbandeln. Die Szene mit dem teuren Telefon in der einen Hand und der noch teureren Uhr in der anderen erzeugt Gesprächsstoff, zeigt Kaufkraft und lohnt sich unter zynischer Betrachtung als soziale Investition. Das ist die ehrlichste Form des Protzens: das Endgerät als Statusmarker, nicht als Werkzeug.
664 Euro: Protzerei oder gut investiertes Geld?
Hinter der Kamera steht die unbequeme Frage: Wofür kauft man es? Manche werfen dem iPhone vor, reines Angeben zu sein, und sehen seinen Erfolg in einer Kultur der Scheinwelt, wo TV-Tratsch dominiert und Menschen sich für deutsche Autos verschulden, die sie nicht brauchen. Die gegenteilige Sichtweise bestreitet die Diagnose nicht, dreht sie aber um: Wenn jemand 700 Euro für ein Handy ausgeben will, ist es sein Geld; problematisch ist eher, wer am Ende die Rechnung zahlt.
Der Gebrauchtmarkt nährt beide Lager. Ein Verkäufer berichtete, er habe ein Galaxy S6 für 650 Euro angeboten und vier Angebote in einer Woche erhalten; ein iPhone 6 mit 16 GB war [Bin weniger als 24 Stunden[/B] verkauft, mit Warteschlange. Das iPhone hält seinen Wert; der Rest verliert schnell. Manche bemerken, dass jene, die sich das Neue nicht leisten können, zunehmend den gebrauchten Markt nutzen, gefüllt mit quasi-neuen Geräten von Ankaufsketten.
99 iPhone 6 für das Parlament von Valencia
Die politische Seite kam indirekt ins Spiel. Der Erwerb von 64.200 Euro für 99 iPhone 6 für das autonome Parlament von Valencia (Corts Valencianes), verbunden mit den Parteien Compromís und Podemos, wurde zum perfekten Beispiel für genau das, was kritisiert wurde: die politische Kaste wechselt die Parteibuchfarben, aber nicht das Endgerät. Der Skandal zwang zur Korrektur und Verschiebung des Kaufs. Und hinterließ einen bitteren Schluss für Skeptiker: Die Neuen sind nicht besser als die Alten, sie waren nur früher im Laden.
Was wir daraus erwarten können
Die häufigste Vorhersage ist, dass der Zyklus zusammenbricht, sobald ein 100-Euro-Handy dasselbe für die Hälfte leistet. Das könnte passieren. Oder es wiederholt sich nächstes Jahr, mit dem aktuellen iPhone an der Spitze und derselben Debatte über Sensoren, Kameras und Angeberei. Sicher ist nur, dass das meistverkaufte Handy wieder Schlagzeilen machen wird und kaum jemand seine Meinung ändern wird.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (505 Antworten).
Das iPhone 7 Plus erhält 2026 noch Sicherheitsupdates, doch Apps funktionieren kaum noch. Lohnt sich der Gebrauchtkauf oder ist ein neues Android-Gerät besser?