Intransparente NGO-Rechnung in Spaniens Exklave Ceuta: 7 Millionen täglich

Sieben Millionen Euro am Tag an Subventionen für NGOs, die die Ceuta-Krise betreuen – meist ohne Prüfung: Diese Zahlen befeuern die Kontroverse.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die NGO-Rechnung in Ceuta: 7 Millionen täglich ohne Prüfung

Sieben Millionen Euro am Tag. Das ist die Summe, die dem Geldfluss von öffentlichen Mitteln an die nichtstaatlichen Organisationen zugeschrieben wird, die in der Ceuta-Krise arbeiten. Der Betrag, ohne Zugang zu den Subventionsakten nicht überprüfbar, ist zum Kern einer Kontroverse geworden, die humanitäre Verwaltung, politische Interessen und behördliche Intransparenz vermischt.

Die Daten, die in Analysen zur wirtschaftlichen Lage an der Südgrenze kursieren, zeichnen ein schwer nachvollziehbares Finanzierungsgeflecht. So wird etwa angeführt, dass Cruz Roja (das spanische Rote Kreuz) 600 Millionen Euro im Jahr erhalte. Accem, eine weitere Organisation, die mit der Migrantenbetreuung befasst ist, soll von 46 Millionen jährlich zu Beginn der Amtszeit des amtierenden Ministerpräsidenten auf 250 Millionen gestiegen sein. Beide Zahlen werden immer wieder wiederholt, ohne dass eine öffentliche Aufstellung sie belegt.

Die vorherrschende These unter Skeptikern lautet, dass dieses Geld nicht in direkte Hilfe fließt, sondern eine Arbeitsplatz- und Klientelstruktur stützt: Accem habe 4.000 Beschäftigte, wodurch die Subvention eher ein Beschäftigungsmechanismus für Nahestehende als eine Ressource für Migranten sei. Hinzu kommt der Fall von Manuel de la Rocha, Vater des Leiters der Wirtschaftsabteilung des Regierungssitzes, der für seine Organisation Movimiento por la Paz y el Desarme (Bewegung für Frieden und Abrüstung) angeblich 68 Millionen in drei Jahren erhalten haben soll.

Nichts davon ist bewiesen; es sind Zahlen, die in der öffentlichen Debatte kursieren und die die Institutionen nicht mit einem Zahlenwerk widerlegen. Doch die Intransparenz des Systems weckt Misstrauen. Während die Rechnung weiter wächst, entsteht der Eindruck, dass die Ceuta-Krise nicht nur ein humanitäres Problem ist, sondern auch ein Geschäft mit einem Geldfluss, den niemand so recht erklären kann.

Klar ist aber: Unter den gegebenen Umständen werden diese Organisationen wahrscheinlich weiterhin mehr Gelder erhalten, nicht weniger. Die Frage ist, wie lange sich ein Modell tragen lässt, bei dem Hilfe in Millionen pro Tag gemessen wird und die Prüfung ein leeres Versprechen bleibt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (31 Antworten).

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