Iniestas Familie Ziel von Fatshaming im Netz

Ein Foto der Familie von Andrés Iniesta löst Fatshaming und Vorurteile gegen Menschen aus Kastilien-La Mancha aus. Was die Kommentare über die Schreibenden verraten.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die Genetik der Familie Iniesta: die Kunst, über andere zu urteilen

Was bringt jemanden dazu, den Körper der Frau eines Fußballers unter die Lupe zu nehmen? Ein Schnappschuss der Familie von Andrés Iniesta hat Tür und Tor für Kommentare über Aussehen, Alter und ihre Herkunft aus Kastilien-La Mancha geöffnet. Das ist Fatshaming nach Lehrbuch, gewürzt mit Klassismus und regionalem Vorurteil.

Das Detail, das die Online-Verurteilung entfacht

Alles beginnt mit einem Foto, auf dem bezweifelt wird, ob die bezeichnete Frau Iniestas Ehefrau oder seine Schwester ist. Das abwertende Urteil konzentriert sich auf ihr Aussehen und klärt nebenbei auf, dass sie nicht die Partnerin, sondern die Verwandte ist. Das Ziel wechselt je nach Verwandtschaftsgrad. Und parallel dazu der sportliche Gegensatz: Auch Maradona war kein Adonis, aber es geht um Fähigkeiten, nicht um Strandfiguren. Die Gene, die auf dem Platz zählen, sind andere.

Das regionale Vorurteil zeigt sich im Stereotyp über die Menschen aus Kastilien-La Mancha. Die Verallgemeinerungen über Aussehen und Gewicht werden mit einer Selbstverständlichkeit von sich gegeben, die mehr über das Umfeld verrät als über die Genannten.

Am Ende die Ironie: ein Genie des Balls, seine Familie am Pranger. Würde Fußball mit Strandfiguren gewonnen, sähe es anders aus; aber gewonnen wird mit den Füßen, und diese Füße haben längst ihren Platz in der Legende.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (62 Antworten).

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