Heizkosten: Von 0,40 € in Minsk bis über 2.000 € in León

Von 0,40 € monatlich in Minsk bis über 2.000 € jährlich in León: Heizrechnungen variieren je nach Dämmung und Ausrichtung.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Heizkosten: Von 0,40 € in Minsk bis über 2.000 € in León
Heizkosten: Von 0,40 € monatlich in Minsk bis über 2.000 € in León

Die Frage schien harmlos: Was kostet es im Jahr, ein Haus zu heizen? Die Antwort ist zu einer Karte der spanischen Energieungleichheit geworden, mit Daten, die jeden verwirren, der gerade seine Rechnung geprüft hat. Laut einem Nutzer kostet eine 140 Quadratmeter große Wohnung in Minsk mit hohen Decken und nicht abschaltbarer Heizung 0,40 € pro Monat im Dezember, 0,30 € im November und Oktober und 0,20 € im September. Kochgas, Warmwasser und Heizung sind enthalten. Zum Wechselkurs entspricht ein Euro drei belarussischen Rubel. Derselbe Nutzer fügt hinzu, dass das Durchschnittseinkommen bei etwa 700 € liegt, aber Transport, Kinderbetreuung, Schulen, Universität, Theater und Internet kostenlos sind.

Auf der anderen Seite des Spiegels übersteigt ein Einfamilienhaus in León mit Fußbodenheizung und Ölheizung 2.000 € pro Jahr, laut einer anderen Aussage. In Madrid bewegt sich eine 120 Quadratmeter große Wohnung in einer kalten Zone Kataloniens zwischen 2,50 und 3 € täglichen variablen Kosten mit reguliertem Tarif, programmiert auf 21 Grad tagsüber und 17 Grad nachts, für zwei Bewohner, die laut Aussage immer frieren. Der Kontrast ist keine Anekdote: Es ist die Preisstruktur, die jeder Haushalt festgelegt – oder sich leisten konnte – zu installieren.

Jährliche Gaskosten nach Wohnhaustyp

Die in der Diskussion genannten Spannen reichen von 179 € jährlich für eine 75 Quadratmeter große Wohnung in Madrid mit zwei Personen – Heizung nur an sehr kalten Tagen und tagsüber, Duschen im Fitnessstudio – bis zu 1.200–1.500 € für eine andere nicht spezifizierte Unterkunft. Dazwischen liegt eine Wohnung in Lleida mit einer Person, programmierbarem Thermostat, reguliertem TUR-Tarif und Gas-Warmwasser, wobei im Fitnessstudio geduscht wird: Die jährliche Verbrauchskurve zeigt den Winterhöhepunkt und den Sommerabfall. Ein anderer Zwei-Personen-Haushalt zahlt etwa 30 € pro Monat für Gas. Eine zweimonatliche Rechnung für November und Dezember erreicht 129 €.

Es gibt keinen Durchschnitt. Manche zahlen 600 € im Jahr, während andere das Gas im April abstellen und im Herbst wieder einschalten. Saisonalität ist die einzige Konstante: Der Verbrauch im September und Oktober sinkt stark, im Dezember und Januar schießt er in die Höhe, und Anbieter, die mit Schätzungen arbeiten, erzeugen Abweichungen, die später durch tatsächliche Zählerablesungen korrigiert werden müssen.

Dämmung, Ausrichtung und Solaranlagen: Die Rechnung, die man nicht zahlt

Die Variable, die die Zahl am stärksten beeinflusst, ist nicht der Kessel. Es ist das Gebäude. Eine neue Wohnung in Barcelona mit A-Zertifikat, südwestlicher Ausrichtung und einer oberen Terrasse als Visier hält im Winter 23,5 Grad ohne Heizung eingeschaltet zu haben, und mittags 25,5 Grad im Kurzarmhemd. Die Heizung ist reine Dekoration. Eine andere Wohnung in Madrid mit Südausrichtung und guter Dämmung bleibt zwischen 18 und 20 Grad, eine Temperatur, die ihr Bewohner als ideal ansieht. In Bilbao zahlt ein dreijähriges Gebäude mit A-Bewertung, zentralem Kessel und Aerothermie 460 € pro Jahr für Warmwasser und Heizung, obwohl sie zu den höchsten Zahlern unter 65 Wohnungen gehören.

Der andere Weg ist, Energie selbst zu produzieren. Ein Einfamilienhaus mit Fußbodenheizung, Aerothermie, Solarpanelen und thermischen Kollektoren meldet 0 € Ausgaben. Die 3.300-Watt-Photovoltaikanlage mit 7 Kilowatt Batterien kostete 8.500 €, von denen 5.300 € über Zuschüsse, Einkommensteuerabzüge (IRPF) und Grundsteuerermäßigungen (IBI) zurückgewonnen wurden. Der Eigentümer nutzt im Süden Alicantes vier Tage im Jahr Heizung und drei Monate Klimaanlage auf voller Leistung, und sein aktueller Stromverbrauch ist null. Die sofort gestellte Frage: Wie lange dauert die Amortisation? Es gibt keine definitive Antwort.

Die Kälte, die nicht vom Thermostat gemessen wird

Es gibt eine Strömung, die behauptet, Heizung sei verzichtbar. Körperliche Bewegung zu Hause, nationale Thermokleidung mit verschiedenen Temperaturbereichen, ein Holzofen gespeist von zwei Hektar Obstbäumen, die ein Nachbar geschenkt hat, oder einfach gar nicht heizen. Eine Wohnung in einer Stadt, in der von Oktober bis März die Tage über 8 Grad an den Fingern abzuzählen sind, verzeichnet 17 Grad im Raum bei auf 20 eingestelltem Thermostat und 12 Grad beim Aufstehen, bei 75 % Luftfeuchtigkeit. Eine andere Person steht mit 9 Grad und 80 % Luftfeuchtigkeit auf, nachdem sie isoliert hat.

Die Komfortschwelle erzeugt ihren eigenen Krieg. Für manche sind 18 Grad perfekt und 24 Grad übertrieben, was aufgrund des Kontrasts zur Straße krank macht. Für andere erscheinen bei 18 Grad zu Hause Pinguine und 24 Grad sind Herrlichkeit. Die Mittelmeerküste hat einen Vorteil: 12 Grad um sieben Uhr abends und ein sonniger Tag halten das Haus bei 24 Grad, ohne etwas einzuschalten. Im gebirgigen Baskenland verhindern 24 Grad den Schlaf.

Die Falle der Anfangsinvestition

Die unbestrittene Tatsache sind die Einstiegskosten. Den Austausch eines kompletten Kessels kosten 2.000 €, bevor auch nur eine Kilowattstunde verbraucht wird. Die Installation von Aerothermie, Fußbodenheizung, Panels und Batterien übersteigt 8.000 €. Isolieren, Hohlräume verfüllen, Fenster zu PVC mit Argon wechseln: Jeder Posten summiert sich. Mieter können nichts ändern. Käufer von Gebrauchtimmobilien erben den Kessel des Vorbesitzers, und wenn er abgenutzt ist, beginnt die Party bei 2.000 €.

Die Diskussion staut sich genau hier. Die Zahlen aus Minsk sind in Spanien nicht replizierbar, und die für Neubauten mit A-Zertifikat existieren für den größten Teil des Baubestands nicht. Zwischen Ölheizungen über 2.000 € jährlich und 0,40 € monatlich liegt ein ganzes Land von Rechnungen, die von der Postleitzahl, dem Baujahr und davon abhängen, ob die Sonne morgens oder nachmittags einfällt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (93 Antworten).

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